Nissan Juke II im Test (2020): Gelingt die Wiedergeburt als lebhaftes City-SUV-Coupé?

2010 ließ das Debüt des Juke bei den einen die Augen aufblitzen – und bei den anderen das Kinn nach unten klappen. Ein Kleinwagen als Crossover war damals etwas Ausgefallenes. Das unkonventionelle Design, mit dem Nissan die Idee umsetzte, polarisierte. Doch er anfänglich Reiz verflog allmählich. Die zweite Generation soll eine Wiedergeburt werden. Ob sie dem Nissan Juke II gelingt, lesen Sie im Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum Nissan Juke:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Der neue Juke – ein reife und schnittige Designleistung

nissan-juke-2020-aussen-frontDamals, 2010, war die Idee eines Kleinwagen-Crossover-Modells neu. Heute erklimmen die aufgeweckten City-SUV einen Bordstein nach dem anderen. Nissans Mutter Renault hat den Clio zum Captur “verschnitten”, Peugeot den 308 in den Peugeot 2008 verwandelt. Auch die meisten anderen Hersteller haben heute im B-Segment ein SUV im Sortiment: Kia bspw. den Stonic, Hyundai den Kona, VW den T-Cross und Seat den Arona. Eine Konsequenz dieser Vielfalt: Ein unkonventionelles Aussehen ist längst zu wenig, um zu bestehen. Qualität ist gefragt – und in dieser Hinsicht war der alte Juke den Konkurrenten bald immer stärker unterlegen. Der Juke II soll das ändern – entsprechend wurde eine große Qualitätsoffensive erwartet. Doch Nissan wäre nicht Nissan, wüsste man nicht zu überraschen. Die Japaner haben ihrem Stadt-Crossover einen neuen Schnitt spendiert, den eines SUV-Coupés. Diese begehrte Karosserieform finden wir üblicherweise erst eher eine Klasse höher – und selbst hier lediglich bei der sogenannten Premium-Garde: etwa den X2 von BMW oder den Q3 Sportback von Audi.

nissan-juke-2020-aussen-seiteNissan aber führt diesen schnittigen Crossover-Typus nun in die Kleinwagen- und Normalpreisklasse ein. Verglichen mit den beiden Premium-SUV kostet der Juke II mit knapp 19.000 Euro indes nur in etwa die Hälfte. Für dieses Geld offeriert er mehr Auto und ein raffinierteres Design als der Vorgänger. Die Flegeljahre – zusammengefasst im Design-Leitsatz “Love it or hate it” – gehören der Vergangenheit an. Das Design wirkt gereift, ohne langweilig geworden zu sein. Vorne strahlen uns die zwei typisch großen, runden Scheinwerfer-Augen entgegen: erstmals ab Werk mit Voll-LEDs und zwei querliegenden Y als Signatur. Die Seitenansicht prägen – eine leicht abfallende Dachlinie und eine markante, leicht ansteigende Lichtkante; sie läuft am Heck in den ausgestellten Rückleuchten frech aus. Das Dach selbst scheint dank der Zweifarb-Lackierung hinten zu schweben. Wie beim Micra hat Nissan die Türgriffe hier in die C-Säulen integriert – so sieht der Juke II auf den ersten Blick aus wie ein zweisitziges Sport-Coupé. Das täuscht aber: Innen entpuppt er sich als ein echter Viertürer mit fünf regulären und vier vollwertigen Sitzen.

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Nissans City-SUV gewinnt maßgeblich an Platz & Qualität

nissan-juke-2020-aussen-obenAls Zwischenfazit bleibt: Optisch ist der Juke in Generation zwei erwachsen geworden. Offen ist noch die Schlüsselfrage, ob das City-SUV auch qualitativ gereift ist. Fest steht, der Juke ist mit dem Modellwechsel gewachsen. Mit 4,21 Metern misst er längs fast zehn Zentimeter mehr als bisher, der Radstand hat um elf Zentimeter auf 2,64 Meter zugelegt und in der Höhe haben die Japaner knapp vier Zentimeter drauf gepackt. Die logische Folge: Innen gibt’s mehr Platz – vorne wie auf den Sitzen im Fond. Unsere Knie erfreuen sich hinten bspw. über ein Freiheitsplus von fast sechs Zentimetern, unsere Köpfe über deren zwei. Ein großes Manko des Juke I hat Nissan damit ausgeräumt. Berechtigte Kritik gab es außerdem am spärlich vorhandenen Stauraum – auch diesbezüglich ist dem zweiten Juke ein Qualitätssprung gelungen: von 354 bis 1.189 auf 422 bis 1.088 Liter. Den Kia Stonic und den Hyundai Kona bremst er mit diesem Standard-Fassungsvermögen aus (352 bis 1.155 bzw.  361 bis 1.143 Liter).

nissan-juke-2020-aussen-hintenDer gut zehn Zentimeter kürzere VW T-Cross steckt die drei mit 455 bis 1.281 Litern aber locker weg. Bei der Qualität der Inneneinrichtung hält der neue Nissan mit dem Wolfsburger jedoch überraschend gut mit: Das Interieur ist bis tief in die Fußräume hinein sauber verkleidet, das Armaturenbrett zieren aufgeschäumte Oberflächen. Die gute Übersicht und Ergonomie des Cockpits blieb dabei erhalten. In puncto Ausstattung gibt sich der kleine Nissan ebenso wenig irgendwelche Blöße. Ab der  zweiten Ausstattung “Acenta” ist das vollwertige neue Infotainment-System an Bord: das “NissanConnect” mit einem 8-Zoll großen Farb-Touchscreen, einer Smartphone-Koppelung via Apple CarPlay und AndroidAuto sowie einer Spracherkennung, einer Lenkradfernbedienung und einem WLAN-Hotspot, mit dem sich alle Insassen ins Netz einklinken können (Serie ab “N-Connecta“).

Motoren: vorerst nur ein Einliter-Benziner – Diesel & Hybrid-Motoren folgen in Kürze

nissan-juke-2020-innen-armaturenbrettBisher hat der neue Nissan Juke einen fulminanten Test hingelegt: mit zahlreichen positiven Überraschungen. Der Blick unter die Motorhaube bzw. ins Antriebs-Sortiment hält dann unerwartet die erste Enttäuschung parat. Zum Marktstart im September ist nur ein einziger Motor bereit – ein Fossil noch dazu: der Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner DIG-T 117 mit 117 PS und 180 Nm Spitzendrehmoment (Kraftstoffverbrauch kombiniert 6-Gang/7-Gang-DSG: 4,9/4,8 Liter auf 100 km, 112/110 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Soll’s das wirklich gewesen sein? Nein, sagt Nissan.  Hilfe naht am Horizont. Noch dieses Jahr sollen ein sparsamer Diesel und ein Benziner mit Mildhybrid-Unterstützung einziehen. Ebenfalls für die nahe Zukunft geplant ist ein Plug-in-Hybrid-Antrieb mit einer Akkukapazität von rund 9 kWh und einer E-Reichweite von gut 30 Kilometern. Apropos elektrisch: Eine reine E-Version steht ebenfalls in Aussicht – allerdings noch in ferner. Mit diesem Ausblick kehren wir wieder in die Juke-Gegenwart zurück. In der bemüht sich der direkt eingespritzte Dreizylinder-Turbobenziner redlich, die 1,2 Juke-Tonnen in Schwung zu bringen.

nissan-juke-2020-innen-kofferraumDie Belebungsversuche gelingen ordentlich – mit einer kurzen anfänglichen Atempause. 180 km/h in der Spitze und um die 11 Sekunden für den Sprint bis Tempo 100 sind für einen Cityflitzer passabel – den sportlichen SUV-Coupé-Ansprüchen werden sie aber nicht gerecht. Ein Hauch mehr Dynamik zieht mit dem neuen, 1.600 Euro teuren 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ein. Es offeriert die Wahl zwischen den FahrmodiEco“, “Standard” und “Sport“. Interessant ist die Automatik auch mit Blick auf die modernen Assistenzsysteme, die in einer der beiden Topausstattungen warten. Während die “N-Design“-Linie besonderen Wert auf eine ausgesprochen feine Einrichtung legt, setzt die “Tekna“-Ausstattung auf Assistenten – zumal auf solche, die so sonst nur in höheren Klassen arbeiten. Mit dem DSG wird der “ProPILOT” zum teilautonomen Stau-Assistenten, der den Juke eigenständig stoppt und wieder anfährt. Ein schlauer Lenk-Assistent hält eigenhändig die Spur, ein intelligenter Geschwindigkeits-Helfer das Tempo. Erhalten hat sich der wiedergeborene Juke auch seine Wendigkeit und Agilität – beides fortan verfeinert von einem ausgewogenen Federungskomfort. Kurzum: The Juke is no joke.

Technische Daten des Nissan Juke

PS-Anzahl: min. 117 PS max. 117 PS
kW-Anzahl: min. 86 kW max. 86 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik oder Manuell
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 4,8 l/100km max. 7,9 l/100km
CO2-Emission: min. 110 g/km max. 112 g/km
Effizienzklasse: min. B max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 18.990,00 Euro
Stand der Daten: 25.11.2019

Konkurrenzmodelle

Der neue Juke ist nicht der einzige günstige Neuwagen, der als kleines SUV in unserem Autohaus online glänzt. Drei weitere Beispiele: der Citroën C3 Aircross ab 12.950 Euro und 31,3% oder ab monatlichen Raten von 94 Euro; der Opel Crossland X ab 14.131 Euro und 28,1% beziehungsweise monatlich ab 118 Euro und der Kia Stonic ab 12.398 Euro und 27,3% Neuwagen Rabatt oder ab 124 Euro monatlich. Bei der Finanzierung können Sie bspw. auf unsere flexible Vario-Finanzierung oder auf unser günstiges Autoleasing zurückgreifen – beide ab 0,9% Effektivzins.

Fazit zum Nissan Juke Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Nissan hat mit dem Juke II seinen Überraschungserfolg erfolgreich wiederbelebt. Optisch ist das kleine SUV erwachsen geworden, dank der Coupéform bleibt das Design spannend. Der Platz im Innenraum und der Stauraum sind signifikant gewachsen, ebenso stark gestiegen ist die Qualität der Einrichtung und Ausstattung. Nur bei den Motoren fehlt aktuell noch die Würze – sie ist aber in Aussicht. Das SUV-Coupé von Nissan startet bei MeinAuto.de ab 16.407 Euro – ca. 3.300 Euro bzw. 17,5% unter dem empfohlenen Listenpreis.

 

4 von 5 Punkten

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