Volvo V60 II Plug-in-Hybrid im Test (2019): Wie gut ist das Doppelherz des Edel-Kombis?

Im Heimatland des VW Passat Variant, des Audi A4 Avant, der BMW 3er Touring und des Mercedes C-Klasse T-Modells tut sich selbst ein edler Spross wie der Volvo V60 schwer. Mit der seit Mitte 2018 verfügbaren zweiten Generation startet die schwedische Edelschmiede eine neue Offensive. Angetrieben wird der V60 auf Wunsch auch von Plug-in-Hybrid-Motoren. Wie, das erfahren Sie in unserem Testbericht

Inhalte des Testberichts zum Volvo V60 Plug-in Hybrid:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Neuer V60 mit zwei Twin-Engine-Fassungen

volvo-v60-aussen-vorne-1Die Idee ist simpel – aber von weitreichender Wirkung. Das Plug-in-Hybrid-Antriebskonzept kombiniert die stärken zweier konträrer Motorentechnologien: die des internen Verbrennungsmotors und die des elektromechanischen Wandlers, landläufig E-Motor genannt. Der E-Antrieb ist höchst effizient, leise, antrittsstark und lokal emissionsfrei. Die Verbrenner können für sich eine große Reichweite und eine schnelle Betankung verbuchen – zwei Stärken, die als eklatante Schwächen des Stromantriebs gelten. So viel zur Theorie. Wie gut die Zusammenarbeit der beiden in der Praxis funktioniert, hängt in erster Linie davon ab, wie gut der jeweilige Hersteller das Konzept in sein Modell integriert hat. Wie so oft entstehen mit den neugewonnenen Stärken frische, oft ungeahnte Herausforderungen. Zwei Motoren bedeuten mehr Aufwand, mehr Gewicht und höhere Kosten. Volvo freilich ist nicht neu im Geschäft, sondern seit Jahren ein Vorreiter der Plug-in-Hybrid-Technologie. Im neuen V60 lassen die Schweden das ungleiche Duo in zwei Varianten auftreten: in Kürze als T6 und schon jetzt als T8 Twin Engine (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,9-2,3 Liter/14,3 kWh auf 100 km, 44-48 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+).

volvo-v60-aussen-hinten-1Beide Abwandlungen setzen auf dieselben Motorenkomponenten; in unserem Testfahrzeug arbeitet die V8 Twin Engine. Bei ihr dreht Volvo den direkt eingespritzten Benziner kräftiger auf –  der Turboalder und sein Kompagnon, der Kompressor, holen 303 PS und 400 Nm aus den vier Zylindern und zwei Litern Hubraum. Bei der T6 Twin Engine wird der Ottomotor auf 253 PS und 350 Nm „gedrosselt“. Der Elektromotor leistet in beiden Anordnungen 87 PS und ein Spitzendrehmoment von 240 Nm, das ab der ersten Umdrehung voll am Rad dreht. An welchem? An den beiden hinteren, denn der Elektromotor ist in die Hinterachse integriert; der Benziner sitzt wie gewohnt vorne unter der Haube und arbeitet sich an den Vorderrädern ab. Dazwischen haben die Ingenieure das dritte zentrale Element eines Plug-in-Hybrid gesetzt: die aufladbare Batterie. Anders als beim herkömmlichen Hybrid-Motor kann jener, wie der Namen verspricht, mit Kabel über eine Steckdose aufgeladen werden. Im Volvo V60 fasst der Lithium-Ionen-Akku 10 kWh.

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Plug-in-Hybrid mit Leistungsplus – aber ohne Platzverlust

volvo-v60-innen-vorneDiese Anordnung der Motoren und der Batterie wurde von den Volvo-Ingenieuren naturgemäß mit Bedacht gewählt. Sie soll mehrere Vorteile bringen. Ein entscheidender: Der zusätzliche Platzbedarf des E-Motors und Akkus beeinflusst das Platz- und Stauraum nicht negativ. Der Freiraum in der ersten Reihe ist so vorzüglich, der auf der Rückbank so gut wie jener im neuen Standard-V60. Auch der hart erkämpfte Zuwachs beim Stauraum bleibt mit 529 bis 1.441 Litern erhalten. Dass die Premium-Konkurrenten bei umgelegten Lehnen rund 100 Liter mehr einladen, stört den V60 nicht. Denn von ihnen kann außer dem Mercedes C-Klasse-T-Modell keiner einen Plug-in-Hybrid aufbieten. Ein zweiter Bonus der besagten Anordnung wird spürbar, wenn der Twin-Engine-V60 in Schwung kommt. Das tief liegende Zusatzgewicht der Batterie verschafft dem Mittelklasse-Kombi eine sportlich satte Straßenlage; besonders in langgezogenen Kurven. Außerdem bringt es dem straff abgestimmten Fahrwerk bessere Manieren bei, konkret mehr Feingefühl beim Dämpfen und Federn. Zu guter Letzt beschert die Konfiguration dem Plug-in-Hybrid-Modell auch einen flexiblen Allradantrieb – der je nach gewähltem Modus als Vorderrad-, als Heck- oder als vollwertiger Allradantrieb fungiert.

volvo-v60-aussen-vorneDas Fahrmodus-System „Drive Mode“ kennt in den Twin-Engine-Modellen fünf verschiedene Einstellung: „Hybrid“, „Pure“, „ADW“, „Power“ und „Individuell“. Im „Hybrid“-Modus treten die beiden Motoren als Zwillingspaar auf: Je nach geforderter Leistung sorgen sie einzeln oder im Wechselspiel für Vortrieb. Im „Power“-Modus zeigt das Duo, was es kann. Bei der T8 Twin Engine peitscht eine Systemleistung von 390 PS die knapp 2,1 Tonnen in weniger als fünf Sekunden von null auf hundert. Die T6 Twin Engine tritt mit einer Systemleistung von 340 PS eine Spur vernünftiger, „nachhaltiger“ an. Der 0-100-Sprint dauert dennoch keine sechs Sekunden; in der Spitze sind 230 km/h möglich, der große T8-Zwilling schafft 250 Sachen. In der „ADW“-Stellung wird der V60 vom sportlichen Straßenkreuzer zum urbanen Abenteurer: Matsch, Schneefahrbahn oder Schotter – die vier Räder suchen und finden mit ihm stets den nötigen Grip. Kongenial unterstützt werden die drei Hybrid-Elemente von der „8-Gang Geartronic“ – einer Automatik, die sich jeder Situation gewachsen zeigt. Ob unter Volllast oder im Komfortmodus, sie wählt ebenso zackig wie geschmeidig den idealen Gang und die perfekte Übersetzung.

V60 II: zukunftsweisende Sicherheit auch mit Twin Engine

volvo-v60-innen-hinten-kofferraumDas gilt auch für den „Pure“-Modus, in dem sich der V60 Plug-in-Hybrid von seiner reinsten Seite zeigt. In dieser Einstellung fährt der Kombi allein mit der Kraft des Elektromotors und der Energie der Batterie – leise und ohne jegliche Emissionen; bis zu einer Geschwindigkeit von knapp mehr als 120 km/h. Wie weit? Mit vollem Akku laut Norm zwischen 44 und 48 Kilometer. Wir schaffen im Test nie mehr als 40, aber fast immer über 30 Kilometer. Dank des 60 Liter großen Benzintanks sind wir mit dem hybriden V60 in puncto Reichweite indes stets auf der sicheren Seite. Die Kombination von E-Motor und Verbrenner, von Akku und Benzintank kann dabei einen weiteren Pluspunkt für sich verbuchen. Das Aufladen der Batterie geht schneller von Statten als bei einem reinen Stromer: Der muss sich die Reichweite mit einer deutlich höheren Ladekapazität und einer längeren Ladezeit erkaufen. Der Lithium-Ionen-Akku des V60 ist selbst an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose über Nacht in sieben Stunden geladen; mit einer Wallbox-Ladestation dauert es keine vier Stunden. Wer seinen V60 Plug-in-Hybrid an eine Schnell-Ladestationen ansteckt, kann nach weniger als einer Stunde mit vollem Akku weiterfahren.

volvo-v60-aussen-hintenDie Angaben von Volvo treffen hier auf den Punkt. Der Realverbrauch hat mit den Normangaben hingegen wenig zu tun: was allerdings nicht an den Schweden, sondern am Norm-Messverfahren liegt. Die rund 2 Liter der Normmessung sind utopisch, vier entsprechen eher der Wahrheit. Die T8 Twin Engine verbrennt aber trotz des Zusatzgewichts von gut 200 Kilo deutlich weniger als der T6-Benziner; er kommt nicht unter acht bis neun Liter. Dennoch ist der Benziner günstiger, weil er in der Anschaffung knapp 7.000 Euro billiger kommt. Außergewöhnlich sicher und luxuriös eingerichtet sind beide – so wie wir es von Volvo seit einigen Jahren wieder gewohnt sind. Beim Euro-NACP-Test brillierte der V60 mit einem Topergebnis; unter den Assistenzsystemen sticht unter anderem das teilautonome „Pilot Assist“-System heraus. Dass wir mit der Bedienung des neuen Multimedia-Systems so unsere Startschwierigkeiten hatten, haben wir rasch vergessen. Schließlich könnte es auch an uns gelegen haben…

Technische Daten des Volvo V60 Plug-in Hybrid

PS-Anzahl: min. 150 PS max. 390 PS
kW-Anzahl: min. 110 kW max. 287 kW
Antriebsart: Frontantrieb oder 4×4-Antrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Diesel, Benzin, Elektro
Verbrauch (kombiniert): min. 1,9 l/100km max 7,4 l/100km
CO2-Emission: min. 44 g/km max. 171 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 45.500 Euro
Stand der Daten: 11.02.2019

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Volvo V60 Plug-in Hybrid Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der Volvo V60 Plug-in-Hybrid verleiht der nagelneuen zweiten Generation des schwedischen Mittelklasse-Kombis eine Sonderstellung. Ein Kombi mit Elektro- und Verbrennungsmotor wird sonst nur von Mercedes angeboten. Sparsamer und kraftvoller wird der höchst sicherere und luxuriöse V60 durch die beiden Antriebe ebenfalls: leider auch um einiges teurer. Auf MeinAuto.de gibt es die zweiten Generation des Plug-in-Hybrid  jedoch schon ab 48.160 Euro, 21,5% bzw. fast 13.000 Euro unter der UVP.
4 von 5 Punkten

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