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Peugeot e-Rifter 2021 im Test: Wie gut bekommt dem Outdoor-Van der Stromanschluss?

Der kleinste Kleintransporter Peugeots läuft und liefert nach wie vor als Partner aus. Die Pkw-Version, der Hochdachkombi, heißt seit dem Start der dritten Generation 2018 Rifter. Die Verbindung der beiden Modellstränge besteht jedoch weiter wie sich am stetigen Technologietransfer zeigt. Ein Beispiel, der neue Elektro-Antrieb. Er treibt jetzt auf Wunsch auch den Rifter an. Wir stromern mit dem e-Rifter durch den Test.

Inhalte des Testberichts zum Peugeot e-Rifter:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

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© Peugeot

Peugeot e-Rifter: 136 Elektro-PS für alle Karosserie- und Sitz-Konfigurationen

Hochdachkombis und Vans sind längst nicht mehr so angesagt wie vor einigen Jahren. An starken Mitbewerbern mangelt es trotzdem nicht. Neben den Konzerngeschwistern, dem Opel Combo Life und dem Citroen Berlingo, muss der Rifter gegen den Renault Kangoo, den VW Caddy und den Ford Tourneo Connect antreten. Mit dem neuen Namen wollte Peugeot sein Modell in diesem Bullenmarkt prominenter positionieren. Dazu gehört auch ein geschärftes Profil: einen gewöhnlichen Hochdachkombi haben alle. Peugeot hat sich dazu entschieden, den Rifter als “Outdoor-Van” zu vermarkten.

Nun ja. Dass ein Van selten “indoor” unterwegs ist, versteht sich von selbst. Aber bei dem Wort “outdoor” schwingt das Erlebnis, das Abenteuer mit. Abenteuerlich soll die Fahrt mit dem Rifter natürlich nicht werden. Diese Gefahr bannt der Van mit seiner Vielseitigkeit, seinem großzügigen Platzangebot – und seiner umfangreichen Sicherheitsausstattung. Seit Mitte 2021 darf der Rifter seinem Tugendkatalog eine weitere hervorragende Eigenschaft hinzufügen. Ab sofort fahren mit dem Hochdachkombi bis zu sieben Personen lokal emissionsfrei, sprich batterieelektrisch.

Verschiedene Konfigurationen & Elektro-Motor

Als Motor hat Peugeot für den e-Rifter eine 136 PS und 260 Nm starke Synchronmaschine auserkoren (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 20,7 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+++). Der Elektromotor ist ein guter Bekannter, der von der Regensburger Continental-Tochter “Vitesco Technologies” entwickelt wurde; zusammengeschraubt wird er in China. Der gleiche Motor elektrifiziert derzeit zig andere Modelle – auch die anderer Hersteller: zum Beispiel den Corsa-e von Opel, den DS3 Crossback E-Tense von DS und den Kona Elektro von Hyundai.

Im e-Rifter verrichtet die E-Maschine ihren Dienst kaum hörbar, ohne störende Vibrationen oder nervende Schaltunterbrechungen, ohne Abgase und Gestank – aber mit viel Zug nach vorne, vor allem auf den ersten Metern. Selbst der 0-100-Antritt ist mit einer Zeit von unter zwölf Sekunden gut genug für einen Van; er fühlt sich außerdem flotter an als die Zeit angibt – einerlei ob in der Standardlänge L1 oder in der Langversion L2, ob als 5- oder 7-Sitzer.

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© Peugeot

280 Kilometer Normreichweite

Abgeregelt wird der Antrieb des e-Rifter von Peugeot bei 135 km/h. Im Ballungsraum und für Wochenendausflüge reicht das. Wer richtig Stecke machen muss oder will, hätte teils gerne mehr Luft nach oben. Doch wie die meisten anderen Elektroautos der aktuellen Generation muss der e-Rifter mit seiner Energie haushalten – aber Energieverschwenden ist ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Ins Energiemanagement können wir mit der “e-Toggle”-Taste aktiv eingreifen. Der “Power”-Modus ist die erste Wahl für schnelle Überhohlmanöver. Von 80 auf 120 km/h beschleunigt der E-Van in dieser Einstellung in weniger als neun Sekunden.

Der “Eco”-Modus tut hingegen das, was man von ihm erwartet: Mit weniger Leistung – 60 statt 100 kW – Strom sparen, damit die 50 kWh im Akku möglichst langsam weniger werden. Laut WLTP-Norm-Messverfahren reicht diese Energie für 280 Kilometer. Im Test schaffen wir bestenfalls 240 – nur im reinen Stadtverkehr sind in der Praxis an die 300 Kilometer möglich. Spätestens dann heißt es aber: Aufladen. Dazu hat der e-Rifter einen On-Bord-Lader verbaut, der den Strom mit maximal 11 kW aus einer Wechselstrom-Ladestation saugt; bei Gleichstrom sind es sogar bis zu 100 kW. Was bedeutet das umgerechnet in Ladezeit? An einer Gleichstrom-Ladesäule ist der e-Rifter in einer halben Stunde wieder vollgeladen.

Im Idealfall in 30 Minuten wieder aufgeladen

Wer zu Hause eine Wallbox mit drei Phasen einrichtet, lädt den Akku des e-Rifter in rund fünf Stunden; einphasig sollte man gut 13 Stunden einplanen. Beim Planen der Ladestopps und Ladezeiten, beim Austüfteln der Route und beim Überwachen der wichtigsten Fahrzeugfunktionen ist uns das überarbeitete “i-Cockpit” eine große Hilfe. Das liegt zum Teil auch daran, dass unser Testmodell mit der “Allure Pack”-Ausstattung ausgerückt ist. Sie ist – verglichen mit der Basisausstattung “Active Pack” – mit allerlei nützlichen Zusatz-Extras bestückt.

Das digitale Cockpit präsentiert uns auf einem über 25 Zentimeter breiten Display alle Vitalwerte des E-Antriebs: die aktuelle Leistung, den Batterieladestand, den Verbrauch, den Betriebszustand der Klimaanlage etc. Die Unterhaltung und den Informationsaustausch übernähme ab Werk ein Digitalradio: mit einem acht Zoll großen Touchscreen und der “Mirror Screen”-Smartphone-Integration. Im Testwagen ist allerdings das 3D-Navigationssystem installiert. Für 600 Euro extra bietet es – exklusiv für den e-Rifter – Echtzeitnavigation über die vernetzten “TomTom”-Services. Sie warnen uns nicht nur vor aktuellen Gefahren, sondern zeigen uns auch den kürzesten Weg zur nächsten freien Ladestation.

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© Peugeot

Peugeot e-Rifter: hoher Preis …

Dieses Extra ist jedoch nur eines von mehreren, das der Peugeot e-Rifter seinen konventionell angetriebenen Schwestermodellen voraushat. Die Ladeklappe am Kotflügel hinten links wird den Benziner- und Diesel-Modellen kaum fehlen; das Fehlen des “e-Rifter“-Schriftzugs am Heck sollte zu verschmerzen sein. Die “Connect Box” mit GPS-Modul, europäischer SIM-Karte – und kostenlosen Telematik-Diensten wie “Connect Box SOS” und “Connect Assistance” – kann sich im Falle des Falles aber als großer Vorteil erweisen.

In einem Familienauto ist es jedenfalls gut zu wissen, dass man diese Funktionen im Notfall an Bord hat. Praktisch ist im e-Rifter auch die elektrische Feststellbremse. Mit ihr können die anderen Rifter-Ausgaben ebenso wenig aufwarten wie mit dem “e-Automatikschalter”. Er dient im elektrischen Van nicht nur dazu, den richtigen “Gang” einzulegen, sondern auch die Stärke der Rekuperation einzustellen (B-Modus). Zur Wahl stehen der moderate und der verstärkte Modus; bei letzterem bremst der Hochdachkombi bereits, wenn wir vom Gas gehen.

großzügige Förderung

Wenn wir unser Smartphone auf der Mittelkonsole ablegen, lädt es im e-Rifter auch ohne Kabel, per Induktion: vorausgesetzt, das Smartphone weiß etwas mit dem Qi-Standard anzufangen. Doch gibt es im e-Rifter auch Nachteile, insbesondere im Vergleich mit dem Rest der Rifter-Truppe? Beim Platz- und Stauraumangebot sowie den verfügbaren Varianten finden wir keine. Die Anhängelast ist beim e-Rifter allerdings auf 750 Kilo begrenzt, auch für gebremste Anhänger. Der zweite Nachteil wiegt auf den ersten Blick schwerer.

Das E-Modell ist mit einem Preis von mindestens 37.590 Euro wesentlich teurer: sowohl als der Rifter mit dem 110-PS-Benziner wie der mit dem 100-PS-Diesel; sie starten mit Preisen von 23.890 bzw. 25.270 Euro. Für den Preisunterschied bekommt man locker ein kleines Zweitauto. Kann sich der e-Rifter da wirklich lohnen? Ja. 9.000 Euro des Mehrpreises kürzt der Umweltbonus weg. Bleiben noch 3.000 bis 5.000 Euro übrig. Sie werden durch den Wegfall der Kfz-Steuer für zehn Jahre, günstigere Versicherungsprämie und eine mögliche Steuervergünstigung bei der Dienstwagen-Nutzung weiter dezimiert. Den Rest erledigen die günstigeren Kraftstoffkosten.

Technische Daten des Peugeot e-Rifter

PS-Anzahl: min. 136 PS max. 136 PS
kW-Anzahl: min. 100 kW max. 100 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Elektro
Verbrauch (kombiniert): min. 20,3 kWh/100km max. 20,5 kWh/100km
Effizienzklasse: A+++
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 37.590 Euro
Stand der Daten: 03.01.2022

Konkurrenzmodelle

Im Segment der Hochdachkombis finden Sie in unserem Autohaus online noch zahlreiche andere günstige Modelle. Beispiele aus den Reihen unserer Neuwagen sind: der VW Caddy ab 23.528 Euro und 14 % bzw. ab 248 Euro im Monat, der Renault Kangoo ab 19.384 Euro und 23 % monatlich ab 195 Euro oder der Opel Combo e-Life ab 31.286 Euro und 23 % Neuwagen Rabatt bzw. ab 344 Euro Monatsraten. Eine Finanzierung verwandelt diese Rabatte in günstige Raten, bspw. unser Autoleasing oder unsere Vario-Finanzierung ab 0 Euro Anzahlung und ab 0,49 % effektiver Verzinsung.

Fazit zum Peugeot e-Rifter Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Mit dem e-Rifter erfüllt Peugeot nun auch mit seinem kompakten Familienvan das Versprechen der “Power of Choice”. Der hohe Preis relativiert sich: durch die bessere Ausstattung, die niedrigeren Unterhaltskosten und die 9.000-Euro-Kaufprämie. Der neue, 136 PS starke batterieelektrische Antrieb schlägt sich in fast allen Disziplinen überraschend gut. Dauerläufer ist der e-Rifter zwar keiner – aber ein recht eifriger Nachlader. Bei MeinAuto.de startet der hoch aufgeschossene Familien-Van ab 30.951 Euro – 23,0 % bzw. über 7.300 Euro günstiger als gelistet.

4 von 5 Punkten

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