Opel Corsa-e 2019: Wie sehr elektrisiert der neue Corsa Elektro?

Die meisten der jüngst vorgestellten Elektrofahrzeuge sind große, schwere SUVs. In ihnen lassen sich die großen, schweren Batterien für große Reichweiten leichter verstecken. Ökologisch freilich ist das Paaren eines E-Motors mit einem leichten, kleinen Stadtflitzer weit sinnvoller. Opel schlägt mit seinem neuen Corsa-e diesen Pfad ein. Mit welchem Erfolg, sehen wir uns im Test an.

Corsa VI mit Benzinern, Dieselmotoren & als emissionsfreier Corsa-e

opel-corsa-e-aussen-vorneLangsam kommt Bewegung ins Kleinwagensegment: oder besser gesagt Strom. Neben der etablierten Garde rund um den Renault ZOE, BMW i3 und den Smart EQ Forfour elektrifizieren immer mehr Hersteller ihre B-Segment-Modelle. Der VW-Konzern startet im September mit dem Seat Mii electric; Ende 2020 soll der Citgo-e ans Netz gehen. Mini und Honda werden ebenfalls Ende 2019/Anfang 2020 kleine reine Stromer lancieren.

Ihnen allen eilt Opel voraus. Die Rüsselsheimer schicken ihre taufrische Corsa-Generation 6 auch als waschechtes E-Auto ins City-Gewusel. Die E-Maschine bekommt starken Geleitschutz: von drei Benzinern und einem Diesel – die Aufmerksamkeit aber gehört dem Corsa-e. Mit breiter Brust nennt Opel ihn einen Volkselektrowagen. Ob in dieser Bezeichnung eine Spitze gegen VW steckt, wollen wir dahingestellt lassen. Uns interessiert vielmehr, ob der Corsa-e den Titel zurecht für sich beansprucht.

opel-corsa-e-aussen-hintenFangen wir mit dem an, was der Opel Corsa-e kann. Das wird zu einem Gutteil davon bestimmt, was der Motor und insbesondere die Batterie zu leisten im Stande sind. Die E-Maschine treibt den kleinen Rüsselsheimer – über eine feste Getriebeübersetzung – mit 136 PS und 260 Nm an (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 17 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Die Leistung ist allemal gut genug für einen kleinen Stadtflitzer. Die Beschleunigung ist sogar beeindruckend. Tempo 50 knackt der elektrische Corsa in weniger als 3 Sekunden, Tempo 100 in knapp 8 – das passt.

Die Fahrleistungen sind umso bemerkenswerter, wenn wir das Gewicht einbeziehen. Rund 400 Kilo wiegt das E-Modell mehr als die Benziner- und Diesel-Varianten. Die Ursache: der Akku. Die 18 Module der 50 kWh großen Batterie wiegen 450 Kilo. Dieses Übergewicht nehmen Opels Ingenieure in Kauf, weil es für eine volksfreundliche Reichweite notwendig ist. Mit 330 Kilometern nach dem neuen, realitätsnäheren Norm-Messverfahren WLTP schafft der Corsa-e diese Vorgabe auch.

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Gut 300 Kilometer Reichweite & viele flotte Ladeoptionen

opel-corsa-e-innen-vorneDass es im Alltag eher 300 Kilometer sind, nehmen wir in Kauf. Denn auch mit dieser Reichweite können wir arbeiten – vor allem, weil der Akku flott wieder aufgeladen ist. Ab der mittleren Ausstattungslinie “Edition” verbaut Opel einen dreiphasigen Onboard-Charger mit einer Leistung von 11 kW; die einphasige Variante mit 7,4 kW ist Teil der Serienausstattung – ebenso wie ein “Mode-2”-Kabel für die Haushaltssteckdose. Ist dort eine Wallbox installiert, kann der Akku in rund 5 Stunden wieder voll aufgeladen werden.

Unterwegs geht es an einer Schnelllade-Station noch um einiges schneller. An den am weitesten verbreiteten Wechselstrom-Ladestationen können in einer halben Stunden rund 100 Kilometer Reichweite nachgetankt werden. Das dafür nötige Mode-3-Kabel wird für einen Aufpreis von 250 Euro mitgeliefert; ein Universal-Ladekabel mit einem vielseitigen Adapter gibt’s für 720 Euro. Wer wirklich schnell laden will, hängt den Corsa-e an eine Gleichstrom-Ladestation mit 100 kW. Hier sind die Batterien in einer halben Stunden wieder zu 80% gefüllt.

opel-corsa-e-aussen-obenWie lange der Corsa-e mit dieser Energie auskommt, können wir selbst entscheiden. Im “Normal”-Modus reichen die 50 kWh für die besagten knapp 300 Kilometer. Im “Sport”-Modus opfern wird einen Teil der Reichweite – und gewinnen dafür Schwung und Fahrspaß. Elektroautofahrer werden das belebende Gefühl beim Beschleunigen kennen. Sie wissen aber auch, wie viel Freude es bereit, der Batterie möglichst viele Kilometer zu entlocken. Der richtige Partner für dieses Unterfangen ist der “Eco”-Modus, in dem Energie gespart und über die Bremse rekuperiert wird.

Bisher, resümieren wir, zeigt der Corsa-e als praktisch versierter, volkstümlich begabter Kleinwagen auf. Aber wie sieht es mit dem Platzangebot und der Handlichkeit aus? Fordert der große Akku hier seinen Tribut? Überraschenderweise kaum. Die Module der Batterie sind so geschickt im Boden unter den Vorder- sowie Rücksitzen versteckt, dass für die Passagiere ausreichend Freiraum bleiben. Und das obwohl der kleine Opel in seinen Ausmaßen erneut kompakt und handlich ausfällt. Längs misst er 4,06 Meter, in der Höhe schnittige 1,43, in der Breite schlanke 1,80 – das hilft beim Manövrieren in der Stadt.

Corsa-e: satte Straßenlage, reiche Ausstattung – hoher Preis

opel-corsa-e-innen-mittelkonsoleEinzig der Stauraum weist gegenüber dem Standard-Corsa leichte Einbußen auf. Statt 309 Liter nimmt der Corsa-e im Heck 267 Liter auf. Damit ist der Basiskofferraum des neuen Elektromodells aber fast so groß wie der des gewöhnlichen Vorgängers (285 Liter). Außerdem schlägt er den VW Polo mit Erdgas-Motor um ein paar Liter; diesen Stauraum fasst 251 Liter. Weder die kompakten Maße noch der Einbau der Batterie schaden also den praktischen Qualitäten. Die Fahrdynamik ihrerseits profitiert sogar von dem im Fahrzeugboden verbauten Energiespeicher. Er senkt den Schwerpunkt um fast drei Zentimeter, wodurch der technische Zwilling des Peugeot 208 noch satter auf der Straße liegt.

Trotzt der technischen Verwandtschaft mit dem Kleinwagen des PSA-Mutterkonzerns setzt Opel innen auf eigene Lösungen. Peugeots gewöhnungsbedürftiges i-Cockpit mit seinem winzigen Lenkrad bleibt den Corsa-Kunden erspart. Wie der kleine Stromer innen ausgestaltet ist, entscheidet die gewählte Ausstattung. Das Basismodell “Selection” offeriert eine Menge nützlicher und komfortabler Extras: wie eine Klimaautomatik, ein Multimedia-Radio mit 7-Zoll-Touchscreen und Smartphone-Einbindung. Für mehr Sicherheit sorgen u.a. eine Verkehrszeichenerkennung, ein Frontkollisionswarner und ein Spurhalteassistenten.

opel-corsa-e-aussen-vorne2In der nächsthöheren “Edition”-Ausstattung gehören die “Live Navigations Dienste” zum Serienumfang. In der Topausstattung “First Edition” ist der Corsa-e praktisch vollausgestattet: unter anderem mit LED-Scheinwerfern und dem 7 Zoll großen volldigitalen Cockpit. Für 700 Euro extra legt Opel noch die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer “IntelliLux” drauf. Sie passen ihre Leuchtstärke mit Hilfe einer Kamera automatisch an.

Bleibt die Frage nach dem Preis – denn sie entscheidet letztlich darüber, wie nahe der neue Corsa-e dem Volk wirklich steht. Mit knapp 30.000 Euro kostet der elektrifizierte Kleinwagen fast doppelt so viel wie seine konventionellen Kompagnons. Volksnahe Preise, so viel ist klar, sehen anders aus. Klar ist aber auch: Mit dem Preis ist Opel nicht weiter vom Volk entfernt als die anderen E-Auto-Hersteller. Die lokal emissionsfreie Fortbewegung hat noch ihren stolzen Preis.

Technische Daten des Opel Corsa-e

PS-Anzahl: min. 136 PS max. 136 PS
kW-Anzahl: min. 100 kW max. 100 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Elektro
Verbrauch (kombiniert): min. 17,0 kWh/100km max 17,0 kWh/100km
CO2-Emission: keine Angabe
Effizienzklasse: min. A+ max. A+
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 29.900 Euro
Stand der Daten: 25.07.2019

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Fazit zum Opel Corsa-e Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Mit dem Corsa-e präsentiert Opel ein Elektroauto, das in vielen Belangen das Zeug zum Volksstromer hat. Der E-Antrieb ist sauber, umtriebig und antrittsstark. Die Batterie reicht für gut 300 Kilometer, lässt sich schnell aufladen – und nimmt kaum Platz weg. Ausgestattet ist der Elektro-Kleinwagen modern und reichhaltig; nur der Preis trübt das Gesamtbild. Bei MeinAuto.de startet der Corsa Elektro aber schon ab 26.944 Euro – 12,1% bzw. gut 3.600 Euro unter dem Listenpreis.

     
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