Motoren: alt und neu gesellt sich gern?
Die auf- und augenfälligen Qualitäten rücken deshalb im Test zunächst in den Hintergrund. Wir wollen dem neuen C3, der in wenigen Tagen – Ende Januar – bei den Händler stehen wird, zuerst unters Blechkleid schauen: Getrieben ausschließlich von testender Neugier, versteht sich. Die Motoren verstecken sich wie bisher vorne unter der neuen C3-Haube. Im Motorenraum ist aber nicht alles funkelnagelneu: Unter den fünf Antrieben, drei Benzinern und zwei Diesel, finden sich lediglich zwei Debütanten – namentlich die jeweiligen Einstiegsmodelle. Auf der Seite der Benziner ist der PureTech 68 neu hinzugekommen. Ein Motor mit dieser Bezeichnung war zwar schon beim Vorgängermodell im Programm. Allerdings hatte dieser Dreizylinder-Sauger nur 999 cm³ Hubraum. Beim neuen PureTech 68 kommen die drei Zylinder auf ein Brennraumvolumen von 1.199 cm³: gleich viel wie der zweite, technisch idente Sauger im Sortiment, der unverändert gebliebene PureTech 82.
Die Zahl der PS hat sich beim Basis-Benziner mit 68 nicht verändert, das maximale Drehmoment steigt aber von 95 auf 106 Nm. Beim Fahren sind diese Unterschiede kaum zu spüren – und auch auf der Stoppuhr sind die Differenzen nicht eklatant. Der Dreizylinder beschleunigt den rund 1.050 Kilo schweren C3 in rund 16 Sekunden auf 100 – und bei Dauer-Vollgas im Fünften auf 165 km/h. Gestiegen ist dabei der Verbrauch, zumindest nominell, von 4,4 (102g CO2) auf 4,7 Liter (108g); im Testmittel liegt die neue Variante mit 6,2 unter der alten mit 6,5 Litern. 800 Euro günstiger kommt sie zudem auch – summa summarum also ein echter Fortschritt. Im Hinblick auf den Preis können wir dem zweiten Antriebs-Neuzugang, dem Vierzylinder-Diesel BlueHDi 75, dasselbe Prädikat attestieren. Er senkt die Diesel-Eintrittsschwelle um mehr als 2.000 Euro.