Für Antrieb sorgen Verbrenner, ein Mild-Hybrid & bald ein Plug-in-Hybrid
Diese enorme Wattiefe ist mit dem neuen Land Rover Defender möglich, weil die Karosserie so hoch liegt und weil der Lufteinlass, über den die Motoren beatmet werden, seitlich positioniert wurde (auf Wunsch gibt es auch einen zusätzlichen Kamin). Luft zum Atmen nehmen sich zum Marktstart einerseits die beiden Zweiliter-Vierzylinder-Turbodiesel D200 und D240 mit 200 PS und mit 240 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,7 Liter auf 100 km, 204 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Andererseits verlangen zwei Benziner nach Sauerstoff: der Zweiliter-Vierzylinderturbo P300 mit 300 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,2 Liter auf 100 km, 234 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D) und der herrliche Reihensechszylinder P400: mit Mild-Hybrid-Technologie, drei Litern Hubraum und 400 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,9 Liter auf 100 km, 226 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse C). Im P400 sorgen ein 7 kW starker elektrischer Verdichter und eine kleine Batterie für einen geringeren Verbrauch und einen niedrigeren CO2-Ausstoß (minus 6g/km). Außerdem spricht der Sechszylinder direkter an – 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h sind für ein 2,4-Tonnen-Auto nicht schlecht. Gut möglich aber, dass der P400 nächstes Jahr als Plug-in-Hybrid P400e noch mehr Schwung entwickelt.
Sicher ist, dass Abenteurer mit großem Gepäck reisen. Da trifft es sich gut, dass der Defender 2020 bis zu 900 Kilo Nutzlast mitnehmen kann. Auf dem Dach sind statisch Lasten von 300 Kilo möglich, dynamisch fast 170. Die maximale Zuglast für Anhänger liegt ungeachtet der Motorisierung bei 3,5 Tonnen, die vorderen Abschleppösen halten einer Zugbelastung von jeweils 6,5 Tonnen stand. Der Start des Defender erfolgt weniger schleppend: im kommenden Frühjahr als Fünftürer unter dem Titel Defender 110. Andere Varianten werden kurz darauf folgen: u.a. der Dreitürer 90 und der lange Fünftürer Defender 130. Platz ist in allen drei Spielarten reichlich: sowohl für bis zu sieben Insassen wie fürs Gepäck. Der Defender 110 transportiert als 5-Sitzer bspw. 505 bis 1.946 Liter; als 5+2-Sitzer 160 bis 1.826. Zugelegt hat der urige Land Rover aber auch in puncto Komfort und Elektronik, etwa mit drahtlosen Software-Updates oder einer digitalen Instrumentenanzeige. Geblieben ist das übersichtliche und robuste Interieur, das zum Beispiel mit elektrisch verstellbaren Ledersitzen verwöhnt. Langstreckenkomfort und Geländetauglichkeit in einem – das können nur die wenigsten.