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BYD Seal U von vorne

BYD Seal U im Test

Kann der chinesische Zulieferer in Eigenregie ein überzeugendes Elektro-SUV bauen?

© BYD

Das haben wir für dich getestet

Dieser Testbericht wurde von MeinAuto.de erstellt, der digitalen Plattform für Leasing, Finanzierung und den Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen. Angebote zahlreicher Marken können hier transparent verglichen werden. Alle Empfehlungen erfolgen unabhängig von einzelnen Herstellern.

MeinAuto.de Schnellcheck

Getestet am 24.08.2026

Stärken:

✅ Guter Preis, der mit etablierten Elektro-SUVs mithält

✅ Vollausstattung ist Serie

✅ Feine Materialien und sorgfältige Verarbeitung im Innenraum

✅ Brillante, übersichtliche Displays und digitale Instrumente

✅ Hohes Sicherheitsniveau mit guter passiver und Kindersicherheit

Schwächen:

❌ Relativ kleiner Kofferraum, dazu fehlt ein Frunk

❌ Verbrauch im Test hoch, die Bedienung bleibt umständlich

❌ Fahrstabilität nur mäßig, der Ladevorgang dauert lange

Wie sieht der BYD Seal U aus?

Formal erinnert der BYD Seal U auf den ersten Blick an einen Porsche Cayenne II, insbesondere an der Front. Die Form der Scheinwerfer und der stark modellierten Motorhaube läuft zur Mitte hin spitz zu und signalisiert Drive sowie Dynamik. Dank der hohen Stoßfänger und der großen Lufteinlässe tritt der Seal U zugleich kraftvoll auf. In Richtung Heck werden die Linien ruhiger und gelassener. Der anfängliche Sturm der „Ocean Aesthetics"-Designsprache flaut ab, Eleganz und Funktionalität übernehmen als Hauptthemen der Formgebung.

Wie groß ist der BYD Seal U?

Merkmal

Wert

Länge

4,79 m

Breite

1,89 m

Höhe

1,67 m

Wie viel Platz bietet der BYD Seal U?

Der BYD Seal U bietet grundsätzlich Platz für fünf Personen, zeigt bei größeren Passagieren auf der Rückbank aber Schwächen. Vor allem bei der Bein- und Fußfreiheit ist das SUV weniger großzügig als einige Konkurrenten.

  • Der Radstand beträgt 2,77 Meter und ist damit kürzer als beim BYD Seal mit 2,92 Metern
  • Peugeot e-5008 und BMW iX3 kommen auf rund 2,90 Meter Radstand
  • Der Skoda Enyaq hat ebenfalls 2,77 Meter Radstand, bietet innen aber mehr Platz
  • Ab etwa 1,85 Metern Körpergröße wird es auf der Rückbank bereits enger
  • Drei Erwachsene passen grundsätzlich nebeneinander
  • Auf längeren Fahrten ist die Rückbank eher für zwei Personen komfortabel
  • Im Skoda Enyaq haben auch Personen bis etwa 1,95 Meter noch bequem Platz

Wie variabel ist der Kofferraum?

Beim Seal U beschränkt sich die Variabilität auf eine zweiteilige Lehne, deren Neigung sich zumindest dezent anpassen lässt. Um das Kofferraumvolumen dem Bedarf anzupassen, bleibt – wie im BMW oder Skoda – im Grunde nur das Umklappen der Lehnen.

Modell

Kofferraumvolumen

BYD Seal U

425 bis 1.440 Liter

Skoda Enyaq

585 bis 1.710 Liter

BMW iX3

520 bis 1.750 Liter

BYD Sealion 7

520 bis 1.789 Liter (+ 58 Liter Frunk)

Welche Ausstattung bringt der BYD Seal U mit?

Der BYD Seal U bietet bereits in der Comfort-Ausstattung eine umfangreiche Serienausstattung. Verarbeitung und Materialqualität fallen dabei insgesamt hochwertig aus.

Ausstattung

Details

Sitze

Veganes Leder

Fahrersitz

8-fach elektrisch verstellbar

Beifahrersitz

4-fach elektrisch verstellbar

Sitzheizung

Für Fahrer und Beifahrer serienmäßig

Digitalinstrument

Großes, übersichtliches Display

Head-up-Display

In der Design-Topausstattung

Induktives Laden

15 Watt, Platz für zwei Smartphones

Klimaanlage

2-Zonen-Klimaautomatik serienmäßig

Touchscreen

Dreh- und schwenkbar

Infotainment-Display

12,8 oder 15,6 Zoll

Bedienung

Schnelle Reaktion und flüssige Bedienung

Kritikpunkt

Umständliche Menüführung und kaum physische Bedienelemente

Welche Ausstattung lohnt sich beim BYD Seal U?

Die Ausstattung entscheidet beim Seal U hauptsächlich über den Antrieb. Bereits die „Comfort"-Linie wird nahezu vollausgestattet ausgeliefert, sodass kaum teure Extras nötig sind. Wer mehr Reichweite, mehr Batteriekapazität und das Head-up-Display möchte, greift zur „Design"-Topausstattung. Die höherwertigen Materialien und die brillanten Anzeigen sind indes in beiden Varianten enthalten.

Wie fährt sich der BYD Seal U?

  • Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h bei beiden Antrieben
  • 0–100 km/h: je nach Variante 9,3 bis 9,6 Sekunden
  • Beschleunigung damit deutlich langsamer als beim Atto 3 Evo und Sealion 7
  • Verbrauch im Test deutlich höher als bei der Konkurrenz
  • Mäßige Effizienz führt zu einer eher geringen Reichweite
  • Weich abgestimmtes Fahrwerk sorgt für wenig Fahrstabilität
  • Lenkung wirkt undefiniert, die Bremsen fallen schwach aus
  • Atto 3 Evo und Sealion 7 zeigen, dass BYD es besser kann

Wie effizient arbeitet der BYD Seal U?

Die Entscheidung über die Fahrtrichtung liegt im BYD Seal U nach wie vor in der Hand eines greifbaren Schalters – konkret des Gangwahlhebels auf der Mittelkonsole. Die Leistung der Permanentmagnet-Synchronmaschine ist in den beiden Ausstattungen weitgehend dieselbe: 218 PS stehen zur Verfügung, das Drehmoment beträgt 310 bzw. 330 Nm. Das höhere Spitzendrehmoment erzielt der Seal U in der „Design"-Ausstattung (Energieverbrauch kombiniert 19,9 bis 20,5 kWh/100 km, CO₂-Emission kombiniert 0, CO₂-Klasse A).

Der Grund für die unterschiedlichen Werte liegt im Akku. Der LFP-Akku im „Comfort"-Modell speichert 71,8 kWh und arbeitet mit einer Batteriespannung von 422 Volt. Der Akku im Seal U Design fasst 87 kWh und läuft mit 512 Volt – der Antrieb hat hier schlicht mehr Energie zur Verfügung. Beide Antriebe dürfen sich bei den angezeigten Betriebsspannungen der 800-Volt-Klasse zurechnen. Von der Antriebsleistung bleibt dennoch ein wenig Enttäuschung, absolut und im Vergleich mit anderen BYD-Modellen.

Kennwert

BYD Seal U Comfort

BYD Seal U Design

Leistung

218 PS

218 PS

Drehmoment

310 Nm

330 Nm

Akkukapazität

71,8 kWh

87 kWh

Batteriespannung

422 Volt

512 Volt

0–100 km/h

9,3 bis 9,6 Sekunden

9,3 bis 9,6 Sekunden

Ladeleistung (DC)

115 kW

140 kW

Im Test liegt der durchschnittliche Verbrauch bei 22 bis 23 kWh – rund 5 kWh mehr als etwa mit einem BMW iX3 oder Skoda Enyaq. Der Toyota bZ4X ist noch effizienter. 420 bis 500 Kilometer genügen für ein urbanes SUV wie den Atto 2 – ein Mittelklasse-SUV kann sich damit aber nicht mehr auszeichnen. Der Skoda Enyaq und der Toyota bZ4X stromern rund 570 bis 580 km, der BMW iX3 nahezu 800 km.

Wie schnell lädt der BYD Seal U?

Beim Laden macht der Seal U ebenso wenig Druck: Die Ladeleistung beträgt 115 bzw. 140 kW. Zum Vergleich: Beim BMW iX3 liegen 400 kW an, bei den neuesten BYD-Modellen in China potentiell 1.500 kW. Der Ladevorgang des BYD Seal U dauert damit deutlich länger als bei der Konkurrenz – ein Nachteil, der auf längeren Reisen spürbar ins Gewicht fällt.

Wie sicher ist der BYD Seal U?

Bei der Sicherheit beweist der chinesische Hersteller auch mit dem Seal U, was er kann. Sowohl die Kindersicherheit als auch die passive Sicherheit sind sehr gut. Aktive Systeme sind bereits ab Werk zahlreich vorhanden. Das hohe Sicherheitsniveau gehört zu den BYD-Tugenden, die der Seal U im Test untermauert.

Was kostet der BYD Seal U?

Der BYD Seal U liegt preislich mit circa 40.000-45.000€ auf dem Niveau vieler vergleichbarer Elektro-SUVs und bietet bereits serienmäßig eine umfangreiche Ausstattung.

Modell

Preis

BYD Seal U – Variante 1

knapp über 40.000 €

BYD Seal U – Variante 2

knapp über 45.000 €

Toyota bZ4X

ähnlich

Hyundai Ioniq 5

ähnlich

Skoda Enyaq

ähnlich

Peugeot e-5008

etwas teurer

BMW iX3

rund 20.000 € teurer

Für wen lohnt sich der BYD Seal U?

Besonders geeignet ist der BYD Seal U für preisbewusste Elektroauto-Einsteiger, Stadtfahrer und Pendler, die Wert auf umfangreiche Serienausstattung und gute Sicherheit legen.

Der BYD Seal U überzeugt vor allem durch seinen guten Preis, die serienmäßige Vollausstattung und die feine Verarbeitung. Brillante Anzeigen und ein hohes Sicherheitsniveau runden das Positivbild ab. Beim Platzangebot, beim Verbrauch, bei der Fahrstabilität und beim Laden müssen Käufer allerdings Kompromisse eingehen. Der Kofferraum fällt relativ klein aus, ein Frunk fehlt ganz.

  1. Pendler

  2. Nutzer mit hohem Sicherheitsanspruch

  3. Preisbewusste Käufer

  4. Stadtfahrer

  5. Preisbewusste Elektroauto-Käufer

Häufige Fragen zum BYD Seal U

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News zum BYD Seal U

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