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E-Auto-Akkus im Dauertest

So stark sinkt die Batteriekapazität wirklich

14.09.2026 | Mehr als 500.000 Fahrzeugtests zeigen, wie stark sich die Akkus von Elektroautos mit zunehmender Laufleistung verändern. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Kilometerstand und Alter allein nur begrenzt Rückschlüsse auf den Zustand einer Batterie zulassen.

Auf einen Blick:

  • 500.000 E-Autos aus 20 Modellen getestet
  • Akkukapazität sinkt mit der Laufleistung
  • Große Unterschiede zwischen einzelnen Fahrzeugen
  • Kleine Akkus altern teils schneller
  • 80 Prozent Ladestand schont den Akku
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Große Unterschiede zwischen einzelnen Akkus

Für den "Certified EV Battery Report" wurden mehr als 500.000 Fahrzeuge aus 20 E-Auto-Modellen untersucht. Dabei ermittelten die Tester den sogenannten State of Health (SoH) bei Laufleistungen von 50.000, 100.000 und 150.000 Kilometern. Der Wert beschreibt, wie viel der ursprünglich nutzbaren Batteriekapazität noch zur Verfügung steht. Grundsätzlich sinkt der SoH mit zunehmender Laufleistung, zugleich werden die Unterschiede zwischen einzelnen Fahrzeugen größer. Bei gleicher Laufleistung konnten zwischen besonders gut und schlecht erhaltenen Batterien einer Modellreihe bis zu 13,5 Prozentpunkte liegen. Einige Modelle wie der Mercedes EQA zeigten dabei eine vergleichsweise geringe Degradation. Insgesamt lagen die gemessenen Werte auch bei hohen Laufleistungen meist deutlich über den von Herstellern festgelegten Garantiegrenzen.

Wie unterschiedlich sich die Alterung entwickeln kann, zeigt der Vergleich mehrerer Modelle. Beim Hyundai Ioniq 5 sank der mediane SoH von 97,2 Prozent bei 50.000 Kilometern auf 92,8 Prozent bei 150.000 Kilometern. Beim VW ID.4 ging der Wert von 95,3 auf 90,6 Prozent zurück, beim Tesla Model Y mit 78,8-kWh-Akku von 94,5 auf 90,3 Prozent. Deutlich stärker fiel die Degradation beim Nissan Leaf ZE1 mit 40-kWh-Akku aus: Hier wurden nach 50.000 Kilometern noch 91,1 Prozent und nach 150.000 Kilometern 86,3 Prozent gemessen. Laut Aviloo müssen Fahrzeuge mit kleineren Batterien für dieselbe Fahrleistung mehr Ladezyklen absolvieren, was zur stärkeren Alterung beitragen kann. Beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos lässt sich der Batteriezustand deshalb nicht zuverlässig allein anhand von Alter oder Kilometerstand beurteilen.

Für eine möglichst geringe Alterung empfehlen Experten, den Akku im Alltag nicht regelmäßig vollständig zu laden, sondern möglichst bei etwa 80 Prozent zu stoppen. Auch häufiges Schnellladen kann die Batterie stärker beanspruchen; schonender sind Ladevorgänge mit 11 bis 22 Kilowatt, etwa an einer Wallbox oder einer entsprechenden öffentlichen Ladesäule. Bei längeren Standzeiten sollte das Fahrzeug weder mit vollständig geladenem noch nahezu leerem Akku abgestellt werden. Zudem kann sich bei Temperaturen von mehr als 25 Grad die Selbstentladung beschleunigen. Für Käufer gebrauchter E-Autos bedeutet das: Eine unabhängige Prüfung des tatsächlichen Batteriezustands kann aussagekräftiger sein als die Betrachtung von Alter und Laufleistung allein.

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