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E-Auto-Förderung

Mehr als 100.000 Anträge auf die neue Kaufprämie

06.08.2026 | Die neue E-Auto-Förderung der Bundesregierung wird seit ihrem Start stark nachgefragt. Nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gingen bis zum 5. August 2026 insgesamt 103.542 Anträge ein. Mitte Juni waren es noch rund 50.000 Anträge, sodass sich die Zahl innerhalb weniger Wochen nahezu verdoppelt hat.

Auf einen Blick:

  • Mehr als 103.500 Förderanträge seit dem 19. Mai eingegangen
  • Rund 90 Prozent der Anträge entfallen auf Elektroautos
  • Etwa drei Viertel der Antragsteller verdienen bis zu 60.000 Euro
  • Förderbudget von drei Milliarden Euro bis 2029
  • Maximal 6.000 Euro Zuschuss für förderfähige Elektroautos
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Bislang rund 400 Millionen Euro gebunden

Die Förderung gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Bis 2029 stehen dafür insgesamt drei Milliarden Euro zur Verfügung – ausreichend für rund 800.000 Fahrzeuge. Würden alle bisher eingegangenen Anträge bewilligt, wären davon rund 400 Millionen Euro gebunden. Bislang hat das BAFA allerdings erst gut 28.000 Anträge bewilligt, da zunächst zahlreiche rückwirkende Anträge abgearbeitet werden mussten.

Mehr als 90 Prozent der Anträge entfallen auf reine Elektroautos. Lediglich 9.812 Anträge betreffen Plug-in-Hybride oder Elektrofahrzeuge mit Range Extender. Auch bei der Finanzierungsart zeigt sich ein ausgeglichenes Bild: 52.368 Anträge wurden für gekaufte Fahrzeuge gestellt, 51.174 für Leasingfahrzeuge.

Tesla gefragter als VW

Die Auswertung zeigt, dass vor allem Haushalte mit niedrigerem Einkommen die Förderung nutzen. 52.920 Anträge stammen von Haushalten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 45.000 Euro, weitere 22.703 Anträge von Haushalten mit 45.001 bis 60.000 Euro. Damit entfallen knapp drei Viertel aller Anträge auf Einkommen bis 60.000 Euro. Die Förderung richtet sich grundsätzlich an Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 80.000 Euro. Für Familien mit bis zu zwei Kindern erhöht sich die Einkommensgrenze um jeweils 5.000 Euro auf maximal 90.000 Euro.

Für reine Batterie- und Brennstoffzellenautos beträgt die Basisförderung 3.000 Euro, für Plug-in-Hybride und Range-Extender-Fahrzeuge 1.500 Euro. Hinzu kommen einkommensabhängige Zuschläge von bis zu 2.000 Euro sowie ein Kinderbonus von bis zu 1.000 Euro. Damit sind maximal 6.000 Euro Förderung für reine Elektroautos beziehungsweise 4.500 Euro für Plug-in-Hybride und Range-Extender möglich.

Erste Daten aus einer parlamentarischen Anfrage geben zudem Hinweise darauf, welche Hersteller bislang besonders von der Förderung profitieren. Bis Ende Juni entfielen 2.086 bewilligte Förderungen auf Tesla und damit mehr als dreieinhalbmal so viele wie auf Volkswagen, das auf 593 Bewilligungen kam. Auch Skoda und der chinesische Hersteller Leapmotor lagen vor der Kernmarke VW.

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