Fiat Talento im Test (2019): sauberer, moderner, kommunikativer?

Dass Fiat ein Talent hat, praktische und günstige LCVs zu bauen, ist in der Branche bekannt. Dass sich die Hersteller leichter Nutzfahrzeuge gerne zu Kooperationen zusammenschließen, ebenso. Für den Scudo-Nachfolger haben sich die Turiner mit dem Renault-Nissan-Konzern zusammengetan. Der Talento ist im Kern ein Trafic – was er seit der aktuellen Modellpflege noch kann, zeigt er uns im Test.

Inhalte des Testberichts zum Fiat Talento:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Das Facelift konserviert die praktischen Grundtugenden

fiat-talento-2019-aussen-vorneZwanzig Jahre hat der Scudo in Revier des VW Transporter und Mercedes Vito Fiats Ansprüche vertreten. Entwickelt haben ihn die Italiener gemeinsam mit dem PSA-Konzern, mit Peugeot und Citroen. Beim Nachfolger Talento greifen sie indessen auf die Expertise von Renault, des französischen Hauptkonkurrenten, zurück. Aus der 2014 eingeführten dritten Reihe des Renault Trafic zweigt seit 2016 der erste Spross des Fiat Talento ab. Aus Fiats Transporter-Trio Fiorino, Doblo und Ducato ist damals wieder ein Quartett geworden; der Neuling durfte sich zwischen den beiden Ds einordnen. Diesen Herbst bekam der mindestens fünf Meter lange Kleintransporter nun eine kleine, aber feine Modellpflege. Das ist die Ausgangslage – es folgt eine Kurzübersicht zur Gemengelage im Varianten-Dickicht. Den Talento liefert Fiat in vier Versionen aus: zuvorderst als klassischen Kastenwagen für zwei bis drei Personen und jede Menge Ladegut. Darüber hinaus tritt der Kleintransporter als Bus (Kombi) für bis zu 9 Personen auf, als Multicab-Mischvariante mit 5-6 Sitzplätzen und als Fahrgestell, sprich als Spezialist fürs Grobe. Wir testen den überarbeiteten Talento Kastenwagen, der erneut in zwei Längen und zwei Höhen ausfährt.

fiat-talento-2019-aussen-vorne-seiteMit einem Radstand von 310 Zentimetern misst er längs exakt 5,0 Meter; mit einem Radstand von 350 Zentimeter entsprechend 40 Zentimeter mehr. Die Spielarten mit dem Hochdach H2 ragen Ihrerseits 2,49 Meter auf, mit dem Normaldach baut der Talento 1,97 Meter. Diese vier Transporttalente nehmen 5,2 (L1H1) bis 8,6m³ (L2H2) Transportgut auf und tragen eine Nutzlast zwischen 1 und rund 1,27 Tonnen. Die Länge des Laderaums variiert zwischen 2,5 und fast 3,0 Metern, die Höhe zwischen rund 1,4 und 1,9 – drei Euro-Paletten schluckt damit bereits die Basis-Ausführung. Die Ladekante baut bei allen Talento-Varianten mit 55 Zentimetern angenehm niedrig. Die seitlichen Schiebetüren sind gute 90 Zentimeter breit und fast 1,3 Meter hoch. Die zwei Heckflügeltüren sind insgesamt fast 1,4 Meter breit: bei den Versionen mit Hochdach ist die hintere Heckflügeltüre 1,82 Meter; beim Normaldach-Talento 1,32. Kopfeinziehen ist bei ihm also Pflicht, bei den H2-Modellen erst ab einer Körpergröße von 1,80 Meter. Anders gesagt: Der Talento kann viel transportieren und lässt sich auch einfach be- und entladen.

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Drei frische Zweiliter-Diesel mit Euro-6d-TEMP-Siegel

fiat-talento-2019-aussen-hinten-offenNeu sind diese Qualitäten des Fiat Talento nicht – neu allerdings sind drei der vier Diesel. Von der alten Selbstzünder-Charge hat nur der 1.6 Multijet/Ecojet 95 Turbo mit 95 PS überlebt; er genügt nur der Abgasnorm Euro 6d – obwohl auch er mit einem SCR-Katalysator und wahlweise mit einer Start & Stopp-Automatik (Ecojet) ausgestattet ist. Höheren Weihen – der aktuellen Euro 6d-TEMP – genügen die drei neuen Zweiliter-Vierzylinderdiesel. Fiat übernimmt die Motoren aus dem Renault-Sortiment und bietet den 2.0 Ecojet mit 120, 145 und 170 PS bzw. 320 bis 380 Nm Spitzendrehmoment an (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,6-5,7 Liter auf 100 km und 149-150 g/km CO2). Die drei Turbodiesel reinigen die Abgase mit einem Diesel-Partikel-Filter und einem SCR-Kat samt Adblue-Harnstoffeinspritzung. Diese Tatsache erfreut unsere Atemwege – die Tatsache, dass die Motoren verglichen mit den Vorgängen rund 10% weniger Treibstoff brauchen, wird den Halter freuen.

Der Fahrer und die ein bis zwei Mitfahrer haben ebenfalls Grund zur Freude: Die variable Schaufelrad-Geometrie hilft dem Abgasturbolader, flotter in die Gänge zu kommen; das maximale Drehmoment packt schon ab 1.500 Touren zu. Ein weiterer Vorteil: Die Arbeitsgeräusche der neuen Diesel-Aggregate sind hörbar dezenter als die der alten Motoren. Das Ergebnis: Man kann sich auch auf der Autobahn noch miteinander unterhalten. Vielleicht liegt die gute Stimmung im Führerhaus aber auch an der behaglichen Atmosphäre des Talento-Interieurs. Der Lenker genießt ab der “Basis”-Linie seinen Komfortsitz und die angenehme Ergonomie, im Zentrum das Lenkrad, das sehr gut in der Hand liegt. Die Einrichtung ist auch im Jahrgang 2020 robust und praktisch – mit zig Ablagen und Staufächern sowie optional mit der “Mobile Office”-Beifahrersitzbank, die in ein mobiles Büro umfunktioniert werden kann.

Talento-Infotainment – großer Touchscreen, gute Verbindung

fiat-talento-2019-innen-armaturenbrettWas aber ist ein mobiles Büro wert ohne zeitgemäße Konnektivitäts-Lösungen? An denen hat es dem Fiat Talento bis dato gefehlt. Die Modellpflege bringt Abhilfe: für einen Aufpreis von 600 Euro. Für dieses Geld liefert Fiat den Kastenwagen mit dem neuen Infotainmentsystem aus. Es ziert den Innenraum mit einem fast 18 Zentimeter großen Touchscreen, der dem Fahrer zur Bedienung dient – und dem integrierten Navi zur Darstellung seiner Wegweisungen. Mit der Infotainment-Navi-Kombi zieht auch eine Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto ein. Der neue Talento ist also ein Konnektivitäs- und Kommunikations-Talent.

Die große Überraschung kommt zum Schluss: Das Facelift des Talento gibt sich außer nicht zu erkennen. Wer seinen Talento außen mit einer besonderen Kennung versehen will, der kann diese wieder mit diversen Optik-Paketen tun. Bei den Assistenz-Systemen ist die Möglichkeit zur Aufrüstung indes begrenzt. Ab Werk und gegen Aufpreis gibt es eine Rückfahrkamera, eine Geschwindigkeitsregelanlage, eine akustische Einpark- und eine Berganfahrhilfe. Mit den optionalen LED Tagfahrlichtern und Nebelscheinwerfern hat sich das Angebot im Großen und Ganzen bereits erfüllt. Einen attraktiven Helfer hat Fiat aber noch im Talon: die Gespann-Stabilisierung namens “Trailer Stability Assist“. Er hält einen Anhänger zuverlässig stabil.

Technische Daten des Fiat Talento

PS-Anzahl: min. 95 PS max. 145 PS
kW-Anzahl: min. 70 kW max. 107 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell
Kraftstoffart: Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 5,7 l/100km max. 6,0 l/100km
CO2-Emission: min. 149 g/km max. 160 g/km
Effizienzklasse: min. A max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 33.653,20 Euro
Stand der Daten: 02.12.2019

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Fiat Talento Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der Fiat Talento zeigt sich nach dem Facelift von seiner Butterseite. Zu sehen ist diese aber nur von innen, insbesondere im modernisierten Cockpit. Dort weist jetzt auf Wunsch ein Navi den Weg – eine vollwertige Smartphone-Integration hält mit ihm ebenso Einzug. Neu sind außerdem die Zweiliter-Diesel. Sie laufen sauberer, leiser und effizienter. Bei MeinAuto.de stellt der Talento Kastenwagen ab 16.912 Euro zu: 35,8% bzw. fast 9.000 Euro günstiger als gelistet; der Talento Kleinbus startet seine Unternehmungen mit 18.968 Euro und ebenfalls 35,8% (Preise jeweils exklusive USt.).

 

4 von 5 Punkten

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