Opel Grandland X Hybrid4: VW-Tiguan-Herausforderer mit Strom und Allrad

Seit 2017 ist der Grandland X Opels Aushängeschild im SUV-Segment. Der Herausforderer des VW Tiguan wurde gemeinsam mit dem PSA-Konzern, der neuen Konzernmutter, entwickelt. An der Beliebtheit gemessen, fährt der Opel dem VW hinterher. Mit dem neuen, ab August bestellbaren Plug-in-Hybrid hat er dem Wolfsburger aber etwas voraus. Was er kann, zeigt uns der Grandland X Hybrid4 im Test.

Inhalte des Testberichts zum Opel Grandland X Hybrid4:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Hybrid4: ein Benziner & zwei E-Motoren sorgen für 300 PS

opel-grandland-x-hybrid-aussen-vorneZurück in die Zukunft, zurück zu den Wurzeln. Der Grandland X war das erste Opel-Modell, das außerhalb Deutschlands produziert wurde. Zusammengebaut wird er im PSA-Hauptwerk in Sochaux – wie sein technischer Zwilling, der Peugeot 3008. Ein Teil der Produktion kehrt in Kürze aber nach Deutschland zurück. Im Eisenacher Opel-Werk werden die Mitarbeiter fortan fleißig am neuesten Modell der Grandland-X-Palette schrauben: am Hybrid4 (Kraftstoffverbrauch: 1,6 Liter auf 100 km, 36g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Mit diesem Titel ehrt Opel seinen ersten Plug-in-Hybrid-Motor – eine Säule der “PACE!”-Strategie, die das gesamte Opel-Sortiment elektrifizieren will. Aber was bedeutet Plug-in-Hybrid und konkret Hybrid4? Hybrid heißt: Ein herkömmlicher Verbrennungsmotor – beim Opel ein 1,6 Liter großer, 200 PS starker Vierzylinder-Turbobenziner – bekommt elektrischen Antriebsbeistand. Geleistet wird er von zwei Elektromotoren, die mit jeweils 80 kW bzw. 109 PS separat an der Vorder- und Hinterachse drehen. Bei der Kraftübertragung gehen die beiden E-Maschinen getrennte Wege: Vorne übersetzt eine Achtstufen-Automatik die Kraft – hinten hat Opel den Stromer gemeinsam mit einem Differential in die Achse integriert.

opel-grandland-x-hybrid-aussen-hintenDie Hinterachse fungiert damit als optionaler, zuschaltbarer elektrischer Allradantrieb – so wird aus dem Hybrid der Hybrid4. Die Systemleistung der drei Antriebe liegt bei beeindruckenden 221 kW oder 300 PS bzw. 450 Nm. Das sind 120 PS mehr als der Topbenziner und der Topdiesel auf die Kurbel werfen. In der Spitze reichen die Kraft und der elektrische Saft des 1.6 Hybrid für rund 220 km/h; den 0-100-Sprint erledigt er in 7,0 Sekunden: trotz eines Leegewichts von knapp 1,9 Tonnen. So viel Leistung eröffnet naturgemäß viele Freiheiten, etwa bei der Fahrweise. Opel strukturiert die Freiheit in vier Fahrmodi, “Elektro”, “Hybrid”, “Allrad” und “Sport”. Im Hybridmodus wählt die Elektronik eigenständig die effizienteste Antriebsart. Der Benziner muss bei mittleren und hohen Geschwindigkeiten anpacken, der E-Motor an der Front ist bei langsamen Geschwindigkeiten aktiv. Hier kommt sein unmittelbar einsetzendes Drehmoment schwungvoll zur Geltung.

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Grandland X Plug-in-Hybrid mit rund 50 Kilometer E-Reichweite

opel-grandland-x-hybrid-innen-vorneEine andere Qualität des E-Motors streicht der “Elektro”-Modus heraus. Mit ihm stromert der Grandland X Hybrid4 lokal emissionsfrei durch Stadt und Land. Aber wie lange bzw. wie hält er’s mit der Reichweite, ist die GrEtchen-Frage. Das hängt vom Verbrauch der E-Maschinen und von der Kapazität des aufladbaren Akkus ab. Die Batterie ist die dritte Kernkomponente und verwandelt den Hybrid4 in einen Plug-in-Hybrid. In Opels Edel-SUV speichert die Lithium-Ionen-Batterie 13,2 kWh an elektrischer Energie; geladen werden kann sie sowohl intern wie extern. Das externe Laden dauert zu Hause an der gewöhnlichen Steckdose und mit dem ab Werk integrierten 3,3-kW-Charger rund acht Stunden. Mit einer speziellen Wallbox und dem optionalen 6,6-kW-Charger – Aufpreis 500 Euro – ist die Batterie nach 1 3/4 Stunden voll. Und wie weit reicht der Strom? Der offiziell ausgewiesene NEFZ-Wert nennt einen Verbrauch von 23 kWh für 100 Kilometer; und eine Reichweite von 65 Kilometern.

opel-grandland-x-hybrid-aussenInteressanter sind die Normwerte des neuen, ab kommendem Herbst ohne Ausnahme geltenden Messverfahrens, des WLTP (weltweit einheitliches Leichtfahrzeug-Testverfahren). Der Benzinverbrauch und der CO2-Ausstoß ändern sich kaum; der Strombedarf steigt jedoch auf 29 kWh und die Reichweite sinkt auf 52 Kilometer – so steht es in der Preisliste. Noch entscheidender sind jedoch die realen Werte. Im Test schaffen wir im Elektromodus meist um die 40 Kilometer; der Benzinverbrauch liegt in der Stadt knapp über zwei, auf der Autobahn bei rund vier Litern. Je nach gewähltem Fahrmodus kann es auch einmal ein wenig mehr sein: z.B. im dynamischen Sportmodus oder im Allradmodus. Bei letzterem schaltet sich der zweite E-Motor zu und erhöht den Grip spürbar – vor allem auf losem oder rutschigem Untergrund. Der 43 Liter große Benzintank erhöht die Reichweite des Plug-in-Hybrid-Grandland-X auf ein Maß, mit dem auch Viel- und Langstreckenfahrer arbeiten können.

Üppige Ausstattung & üppiger Preis

opel-grandland-x-hybrid-ladedoseDie Reichweite ist indes nur ein Aspekt der Praxistauglichkeit – ein anderer sind die Stauoptionen. Die mögliche Anhängelaste ist noch nicht bekannt; veröffentlicht hat Opel die erlaubte Zuladung: sie liegt bei 350 Kilo. Nicht großartig, aber auch kein echtes Manko. Zu berücksichtigen ist, dass durch die Zusatzkomponenten des 1.6 Plug-in-Hybrid – namentlich die Batterie und die E-Maschine im Heck – Stauraum verloren geht. Das Kofferraumvolumen sinkt um jeweils 124 Liter: ausgehend von den 514 bis 1.652 Litern des Standard-Modells. Der 4,43 Meter lange Volvo XC40 packt ohne Hybrid-Antrieb aber auch nicht mehr als 460 bis 1.336 Liter ein. Keine Einbußen sind bei der Ausstattung zu verzeichnen: auch wenn der Grandland X Hybrid4 lediglich in zwei der üblichen fünf Ausstattung vorfährt. Die “Innovation”- und “Ultimate”-Linien sind prall gefüllt mit Komfort- und Sicherheitsextras.

Ab Werk, sprich in der “Innovation”-Ausstattung, verbauen die Rüsselsheimer 19-Zöller, die praktische “FlexFold”-Rücksitzlehne, ein adaptives LED-Fahrlicht; zumal einen elektrischen Klimakompressor samt Heizung, ein Lederlenkrad – und das “Navi 5.0 IntelliLink” mit 8-Zoll-Touchscreen, WLAN-Hotspot, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, den Opel-Connect-Diensten sowie Smartphone-Integration. Unser Testwagen ist in der “Ultimate”-Ausstattung konfiguriert. Wir sitzen damit in einem ergonomischen “Aktiv-Sitz”, der sich in mannigfacher Weise manuell bzw. elektrisch einstellen lässt. Beim Einparken geht uns der  automatische Parkassistent zur Hand. Einziger Wermutstropfen – unabhängig von der Ausstattung: der Kauf des Plug-in-Hybrid geht ins Geld, laut Liste mit mehr als 50.000 Euro. Wer günstiger einsteigen will, der braucht Geduld. Gut möglich, dass Opel den Grandland X Hybrid4 in Zukunft ohne zweiten E-Motor anbietet. Variabel genug ist die Antriebseinheit. Im Peugeot 3008 wird sie bald als schlichter Hybrid debütieren: mit kleinerer Batterie und kleinerem Preis.

Technische Daten des Opel Grandland X Hybrid4

PS-Anzahl: min. 301 PS max. 301 PS
kW-Anzahl: min. 221 kW max. 221 kW
Antriebsart: 4×4-Antrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Benzin, Elektro
Verbrauch (kombiniert): min. 23,0 kWh/100km max 1,6 l/100km
CO2-Emission: min. 36 g/km max. 36 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. A+
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 51.165 Euro
Stand der Daten: 14.08.2019

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Opel Grandland X Hybrid4 Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Mit dem Grandland X Plug-in-Hybrid setzt Opel ein Zeichen, gerade im Wettbewerb mit der heimischen Konkurrenz: vom Tiguan bis zum X1. Die drei Motoren überzeugen im Test mit ihrer Fahrleistung, mit ihrer Agilität und Vielseitigkeit; die Batterie mit ihrer Reichweite. Die Multimedia- und Sicherheitsausstattung kann sich sehen lassen, der Preis ist jedoch stolz. Bei MeinAuto.de legt der Hybrid4 aber schon ab 44.057 Euro los – 15,3% bzw. umgerechnet gut 7.800 Euro günstiger als gelistet.

     
4 von 5 Punkten

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