Audi A1 Sportback II im Test (2018): wie außergewöhnlich ist der neue Fünftürer?

Unter den Kleinwagen ist der neue Audi A1 in einem engen Sinn einzigartig – er ist der einzige konventionell betriebene Vertreter des deutschen Premiumhersteller-Trios Mercedes, BMW und Audi. Doch ist er deshalb außergewöhnlich, insbesondere wenn er am Vorgänger und am Rest des Kleinwagenfeldes gemessen wird? Der neue A1 Sportback selbst ist felsenfest davon überzeugt. Im Test will er uns ebenso bekehren – wir lassen uns überraschen.

Inhalte des Testberichts zum Audi A1 Sportback:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Audi A1 – fünf Türen, mehr Platz & viel Selbstbewusstsein

Wer allein auf weiter Flur steht, der kann leicht große Sprüche klopfen. Beides trifft auf den neuen Audi A1 Sportback zu. Zugegeben. Er kurvt in der Regel nicht übers Feld, sondern durch die verstopften Gassen, wo er nur ausnahmsweise allein ist. Aber ein Premium-Modell, das etwas auf sich hält, lässt neben sich nur Abkömmlinge gleichen Ranges gelten. Weder Mercedes noch BMW aber sind in der Kleinwagenklasse vertreten: die A-Klasse und der 1er sind eine Nummer größer – und der BMW i3 fährt rein elektrisch, eine Eigenschaft, an der es wiederum dem Audi mangelt. Fehlt noch der große Spruch. Den liefern uns die Ingolstädter. Sie sehen den A1 II als idealen Begleiter für den urbanen Raum, der wie ein Modell der Oberklasse ausgestattet ist. Bei derart selbstbewussten Tönen erstarrt die Konkurrenz vor Ehrfurcht – zumindest solange, bis sie erfährt, dass sich der A1 mit den Konzern-Geschwistern VW Polo und Seat Ibiza die technische Plattform teilt (die zweite Generation des Modularen Querbaukastens MQB in der A0-Abwandlung für die kleinen Wilden). Die Schlussfolgerung: Auch der neue Kleine von Audi kocht nur mit Wasser. Kochen ist ein gutes Stichwort, denn in der Stadt an der wurden die Karosserie-Varianten eingekocht. Die zweite Baureihe ist nur als fünftürige Limousine unterwegs, die im Audi-Sprech Sportback heißt; der Dreitürer ist passé.

Der Fünftürer hingegen ist brandneu und hält mit seinen hohen Ansprüchen nicht hinter dem Berg. Seinen Herrschaftsanspruch unterstreicht er mit einer vor Kraft strotzenden Statur und einem grimmigen Blick. In der Länge ist der A1 Sportback um knapp sechs, zwischen den Achsen um fast zehn Zentimeter gewachsen. Die Breite belässt Audi bei 1,74 Metern – im Ballungsraum kann Zuwachs an der falschen Stelle rasch vom Vor- zum Nachteil werden; und ein unflexibler Kleinwagen wäre eine Fehlkonstruktion. Eine begrenzte optische Wandlungsfähigkeit gilt in diesem Segment ebenfalls als Makel – ein Aspekt, an dem der A1 zu feilen hatte. Das ist ihm mit dem neuen, modularen Aufbau der Ausstattungslinien gelungen. Die drei Ausstattungen „basic“, „advanced“ und „S line“ lassen sich frei mit verschiedenen Interieur- und Exterieur-Paketen sowie diversen Farben, Felgen und Mustern kombinieren. Unverändert bleibt nur eines: der Audi A1 blickt grimmig drein mit seinem tief montierten Singleframe-Grill, den seitlich hochgezogenen wuchtigen Lufteinlässen – und den drei feinen Schlitzen unter der Motorhaube.

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Sportback II: ein kräftiger & edel gesattelter Lastesel?

audi-a1-aussen-vorne-linksZurück zu den veränderten Proportionen, die naturgemäß auch die Sitz- und Platzverhältnisse im Inneren verändern. Der kürzere vordere Überhang und das Plus bei der Länge sowie beim Radstand schaffen spürbar mehr Bewegungsspielraum für die Beine – nicht zuletzt im Fond. Unerwartet ist der Raumgewinn in der Breite, wo in beiden Reihen vier Zentimeter mehr Platz zur Verfügung stehen. In der dritten Dimension offeriert die Generation zwei trotz der um einen Zentimeter geschrumpften Bauhöhe einen Zentimeter mehr Kopffreiheit. Selbst bei 1,90 Metern bleiben so zwei, drei fingerbreit Luft nach oben; hinten wird die Luft oben hingegen schon bei 1,80 Metern dünn. Ganz hinten im Kofferraum trägt der kleine Audi II indessen mehr Luft – oder wahlweise auch Gepäck. Der Stauraum ist sowohl in der Tiefe wie in der Breite gewachsen: von 62 auf 76 bzw. 82 auf 100 Zentimeter. Das Volumen steigt von 270 bis 920 auf 335 bis 1.090 Liter, also um zwei kleine Koffer. Zusammengefasst bedeutet das: der A1 ist auch als Packesel „premium“. Der 4,04 Meter lange Ford Fiesta packt mit 292 bis 1.093 Litern weniger ein; und der 4,05 Meter große Polo mit  351 bis 1.125 kaum mehr. Die Nutzbarkeit und Variabilität bleibt gut wie gehabt – dank der 67 Zentimeter tiefen Ladekante und der im Verhältnis 2:3 umklappbaren Lehnen.

Dennoch spielen die Transportqualitäten eine Nebenrolle. Die Hauptrolle teilen sich wie bisher der Innenraum und die Fahreigenschaften. Als erstes darf das Interieur auftreten, das die größere Bühne für sich zu nutzen weiß. Bereits das Basismodell „basic“ unterrichtet uns mittels volldigitalem Kombiinstrument über alle wesentlichen Fahrdaten. Im Testwagen hat sich die gut 10 Zoll große Anzeige zum „Audi virtual cockpit“ erweitert; das bereitet die Informationen noch ansprechender auf. Grafiken zu zentralen Fahrer-Assistenzsystemen und animierte Navi-Karten sind nur einige der optischen Features. Wie diese Digital-Anzeige holt sich der A1 auch das digitale Infotainment-Repertoire aus der Oberklasse. Das ab Werk installierte MMI Radio bedienen wir über das serienmäßige Multifunktionslenkrad oder über das digitale Kombiinstrument, Sprachbefehle sowie die guten alten Tasten und Dreher. Die funktionieren so einwandfrei, dass uns das 10-Zoll große MMI Touchdisplay nicht fehlt. Anstatt dieses Zwischenschritts empfiehlt sich gleich das volle Navi-Paket, das mit 1.900 Euro angeschrieben ist. Eine Smartphone-Einbindung und das induktive Laden sind ebenfalls im Angebot – gegen Aufpreis versteht sich bei einem Kleinwagen mit Oberklasse-Ambitionen.

Motoren: Diesel ade, größere Benziner in spe

audi-a1-aussen-hinten-linksExtra, konkret 840 Euro, kosten auch die Alcantara-Kunstleder-Sportsitze, die uns wie ein Maßanzug sitzen. Im „S line“-Modell, in dem wir durch die Gassen eilen, erweisen sie sich als Goldgriff. Der A1 Sportback S-line flitzt dank des serienmäßigen Sportfahrwerks nämlich besonders dynamisch um die Kurven. Damit’s im Alltagsverkehr nicht zu straff federt, empfiehlt sich als Ergänzung das „Dynamikpaket“. Es offeriert neben der sportlichen Grundabstimmung eine Komfortfeder-Variante; außerdem das „Audi drive select“-Fahrdynamikprogramm und eine kräftigere Bremsanlage. Was die Kraft der Antriebe betrifft, kann der A1 noch mit keiner Auswahl aufwarten. Der direkt eingespritzte Dreizylinder-Turbobenziner 30 TFSI fungiert vorerst als Alleinunterhalter (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,9/6,0 Liter auf 100 km, 111/139 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B/C). Als ein durchaus unterhaltsamer, wie wir hinzufügen möchten. Die knapp 1,2 Tonnen des Sportback lupft er mit seinen 116 PS und 200 Nm behände in neuneinhalb Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100; in der Spitze schafft er über 200 km/h – auch der Durchzug ist ein Genuss, da das vollen Drehmoment ab 2.000 Touren anliegt.

audi-a1-aussen-vorneDarüber hinaus genügt der mit einem Partikelfilter ausgerüstete Ottomotor der Abgasnorm Euro 6d-temp. Aber aufgepasst. Die aktuell kommunizierten Werte sind die alten NEFZ-Werte. Dieses Zurückrechen ist den Herstellern erlaubt, auch wenn die ermittelten Zahlen bereits aus dem neuen WLTP-Verfahren stammen. Natürlich machen die Autobauer davon Gebrauch, denn die neuen Werte sehen weniger berauschend aus – so auch beim A1 mit 5,8 Litern bzw. 130 Gramm. Die Aussicht auf die ab Herbst verfügbaren Benziner vermag uns dennoch zu berauschen – insbesondere die auf die Vierzylinder 35 TFSI  und 40 TFSI mit 150 respektive 200 PS. Auf den Diesel verzichtet Audi fortan komplett: leider bis auf Weiteres auch auf einen Elektro- oder Erdgasmotor. Dafür blicken die Assistenten – dank Oberklasseunterstützung – schon heute in die Zukunft: z.B. in Form des radarbasierten Notfallbremssystems „Audi pre sense front“ ab Werk; oder der halbautonomen Geschwindigkeits- bzw. Parkassistenten als Option. Gut möglich, dass die Konkurrenz bei diesen Aussichten wieder in Schockstarre verfällt.

Technische Daten des Audi A1 Sportback

PS-Anzahl: min. 116 PS max. 116 PS
kW-Anzahl: min. 85 kW max. 85 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 4,8 l/100km max 4,9 l/100km
CO2-Emission: min. 108 g/km max. 111 g/km
Effizienzklasse: min. B max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 21.150,00 Euro
Stand der Daten: 08.10.2018

Konkurrenzmodelle

Günstige Neuwagen sind in unserem Autohaus das A und O. Neben dem Audi A1 belegen das aus der Kompaktklasse der VW Polo ab 11.394 Euro und 15,8%, der Mini 5-Türer ab 13.502 Euro und 27,9%; und der Opel Corsa 5-Türer ab 10.254 Euro und 25,8% Neuwagen Rabatt. Interessant ist auch unsere Finanzierung – mit zahlreichen attraktiven Optionen wie etwa unserem günstigen Autoleasing.

Fazit zum Audi A1 Spoertback Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der neue Audi A1 Sportback verdient sich in mehreren Bereichen das Prädikat außergewöhnlich: fürs Design etwa, den Innenraum sowie das Platz- und neuerdings auch das Stauraumangebot. Die Assistenzsysteme gehören ebenfalls zum Besten, was die Klasse zu bieten hat; bei den Motoren ist es für diese Einschätzung noch zu früh. Bei MeinAuto.de legt der kleine Sportback ab 18.157 Euro los, 16,4% respektive fast 3.500 Euro günstiger als gelistet.

     
5 von 5 Punkten

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