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Jeep Compass Elektro


























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Jeep Compass Elektro im Test
Trifft das Kompakt-SUV auch vollelektrisch treu in der Spur?
Der Jeep Compass gehört – anders als der Wrangler und Cherokee – zur jungen Garde des US-amerikanischen Geländewagen-Spezialisten. Ihr fällt es zu, frische Ansätze und Ideen zu entwickeln. Der kleine Bruder des Compass, das Mini-SUV Avenger, war der erste Jeep, der auch als E-Auto durchs Gelände kletterte. Der 2025 eingeführte Jeep Compass III folgt seiner Spur. Wir haben das elektrische Kompakt-SUV Jeep Compass Elektro im Test.
CarCoach-Schnellcheck
Jeep Compass Elektro
Stärken:
- kraftvoller E-Antrieb optional mit 4WD
- gute Effizienz, exzellente Reichweite
- geräumig & praktisch
- einfache Bedienung, üppige Ausstattung
- hohes Komfort- & Sicherheits-Niveau
Schwächen:
- hoher Basispreis
- recht hohe Ladekante
"Mit bis zu 500 Kilometern Reichweite und smarter Ausstattung wird der Compass zum echten Wegweiser."
▶ Karosserie & Design
Immer größer, imposanter, robuster – und wahlweise voll elektrisch
Die Hauptantriebskraft der dritten Compass-Generation ist elektrisch. Der Compass Elektro wird von Jeep mit drei Antriebsvarianten umsorgt; der Jeep Compass e-Hybrid und Plug-in-Hybrid müssen mit einer Antriebs-Ausbaustufe das Auslangen finden. Diese Bevorzugung ist keineswegs willkürlich. Der Jeep Compass baut in der dritten Generation auf der “STLA Medium”-Plattform auf. Dieser Stellantis-Baukasten hat zwar alle Antriebsarten im Repertoire, über sich hinaus wächst er vornehmlich vollelektrisch.
Das technische Fundament wirkt jedoch weit über den Antriebsstrang hinaus – es hat auch Folgen fürs Aussehen und die Abmessungen des Jeep Compass. Im Vergleich mit den beiden Vorgängern wächst die dritte Generation um rund 15 Zentimeter: auf eine Länge von 4,55 Meter. Damit bewegt sich der Compass III an der Grenze zwischen C- und D-Segment; gut, dass die Plattform in beiden Klassen sattelfest ist.
Optisch wirkt der dritte Compass um noch einiges größer als er real ist. Der Grund: seine eindrucksvolle Formgebung. Bisher war der kompakte Jeep eher rundlich niedlich, jetzt tritt er robust, mit Ecken und Kanten auf. Besonders kraftvoll wirkt die Front: mit dem großen Stoßfänger und der Neuinterpretation des 7-Slot-Grills. Die Flanke steht der Front mit der ausgeprägten Trapezform der Radkästen aber kaum nach.
▶ Innenraum & Ausstattung
Mit den Außenabmessungen sind innen die Bewegungsspielräume erheblich gewachsen
Kurz und knapp. Wer mit dem Compass III vorfährt, wir von niemand übersehen – auch nicht, wenn er sich im “STLA Medium”-Rudel von Stellantis bewegt. Der Jeep mimt den raubeinigen Kletterer. Der Peugeot 3008 wirkt dynamischer, der Citroen C5 Aircross eleganter, der Opel Grandland gesetzter. Mit ihm, dem Grandland, hat der Compass die Breite von 1,93 Meter gemeinsam.
Das heißt, der Jeep ist zehn Zentimeter breiter als bisher. Die Frage ist, wer davon etwas hat: nur die Betrachter oder auch die Insassen? Die Frage ist nach wenigen Sekunden auf der Rückbank beantwortet. Hier offeriert der neue Compass ungleich mehr Freiheiten als sein Vorgänger. Die Beine haben beinahe sechs Zentimeter mehr Platz, die Hüften und Schultern ähnlich viel mehr.
Mit viel praktischem Stauraum: innen wie im Kofferraum
Zugenommen hat im Compass Elektro zumal der Bewegungsspielraum der Köpfe. Für diesen Zuwachs ist wesentlich die praktische, horizontale Dachlinie verantwortlich. Damit nicht genug. Der Compass Nr. 3 bietet seinen Fahrgästen auch mehr Stauraum: in der Kabine wie im Kofferraum. Die Basis dafür legt der auf 280 Zentimeter gestreckte Radstand; das sind 16 Zentimeter mehr als bisher. Vorne nutzt Jeep das für ein gut 30 Liter großes Staufach – im Kofferraum für einen 45 Liter größeren Kofferraum.
Er fasst 550 Liter; wenn wir die dreiteilige Lehne der Rücksitzbank umklappen, werden es rund 1.600. Damit bietet der Jeep ähnlich viel Stauraum wie der Opel Grandland; und mehr als der Peugeot 3008. An einen Tiguan kommt er in dieser Hinsicht allerdings nicht heran; variabler ist der VW dank seiner verschiebbaren Rückbank überdies. Aber: Der elektrische ID.4 von VW beherrscht diesen Vielseitigkeits-Trick ebenso wenig – und er kann mit 543 bis 1.575 Litern nur so viel Gepäck transportieren wie der Jeep.
Umfangreiche Serienausstattung mit Maß und ergonomischem Verstand digitalisiert
Die Ausstattung des Jeep Compass Elektro steht der des Tiguan und ID.4 ebenfalls keinen Deut nach – im Gegenteil. In der “First Edition” umfasst sie serienmäßig sowohl eine 2-Zonen-Klimaautomatik wie eine kabellose Smartphone-Ablage; und ein elegant ins Armaturenbrett integriertes Digitalinstrument: mit einer Diagonale von gut 10 Zoll. Mindestens ebenso geschickt in die Armaturentafel ein fügt Jeep den außergewöhnlich großen Touchscreen des Navis.
Das 16 Zoll große, gestochen scharfe Display liegt in einem breiten Querformat über der Mittelkonsole – unten gesäumt von einer Direktwahl-Touchleiste mit einem zentralen, haptischen Drehregler für die Lautstärke. Dieser Bedienmix ist für uns ein gelungener Kompromiss: zwischen aufgeräumter Optik und alltagstauglicher Ergonomie. Ihn findet Jeep auch bei der Mittelkonsole: insbesondere mit dem als Drehrad ausgeführten Gangwahlhebel.
▶ Motor & Antrieb
Mit reichlich oder viel Power – mit großer oder sehr großer Batterie
Im Jeep Compass Elektro kann man so im Vollausbau mit einem Dreh einen von drei Antrieben dirigieren. Im Basisantrieb wirkt die im französischen Tremery hergestellte Permanent-Synchronmaschine mit 213 PS und 345 Nm auf die Vorderräder ein. Damit beschleunigt der Compass aus dem Stand in 8,5 Sekunden auf Tempo 100; und maximal auf 180 km/h (Energieverbrauch (kombiniert) 17,5 kWh/100 km, CO2-Emission (kombiniert) 0 g/km, CO2-Klasse A).
Den Strom liefert eine NCM-Lithium-Akku mit einer Kapazität von 74 kWh und einer Betriebsspannung von 400 Volt. Die Batterie stammt wie der gesamte Strang aus französischer Produktion; zusammengebaut wird alles im Werk im italienischen Melfi. Das gilt auch für die beiden anderen E-Antriebsoptionen. In der “Long Range”-Variante leistet der Frontmotor 231 PS und 343 Nm; die Kapazität der Batterie erhöht Jeep auf 96 kWh.
▶ Komfort & Fahrgefühl
Immer souverän im Gelände und mit viel Komfort, optional mit starkem Allradantrieb
Selbstverständlich steigt mit der Kapazität auch die Reichweite des Jeep Compass Elektro: von rund 550 auf um die 650 Kilometer. Der Verbrauch ist mit ca. 20 kWh samt Ladeverlusten gut; der ID.4 braucht aber ca. eine Kilowattstunde weniger. Im Gelände versagt der VW dagegen bald den Dienst – während der Jeep mit seiner Bodenfreiheit von 200 Millimetern aufblüht. Besonders geschickt und kraftvoll bewegt er sich offroad mit dem 375 PS starken Top-Antrieb.
Mit seinem zusätzlichen E-Motor an der Hinterachse und einer “14:1”-Untersetzung wühlt er sich mit maximal 3.100 Nm unbeirrbar durch Sand und Schlamm. Das Drehmoment garantiert in Kombination mit der “Selec Terrain”-Elektronik überall beste Traktion. Sie nutzt der Compass Elektro u.a. für eine Steigleistung von 27 %, einen Abfahrwinkel von 31°; und eine Wattiefe von knapp 41 Zentimetern. Beim Stromladen geht der Jeep mit maximal 160 kW weniger tief – es genügt aber für eine DC-Ladezeit von ca. einer halben Stunde.
Souverän, sprich sicher und komfortabel, bewegt sich der Jeep Compass Elektro auch auf festem Untergrund. Der Sicherheit kommt in der Stadt die serienmäßige Rückfahrkamera zugute; auf der Autobahn der ebenfalls ab Werk aktive teilautonome Autobahn-Assistent. Optional kann die Sicherheits-Ausstattung u.a. um ein Head-up-Display, einen halbautomatischen Spurwechsel-Assistenten und Matrix-LED-Scheinwerfer erweitert werden.
▶ Kosten
Mit selbstbewusstem Preis
Der Aufpreis für den elektrischen Antrieb fällt im Vergleich zum Compass e-Hybrid moderat aus – er liegt bei deutlich unter 10.000 Euro. Zwar kostet der Compass Elektro damit etwas mehr als ein vergleichbar motorisierter VW ID.4, doch der höhere Preis ist gut begründet: Der Jeep bietet dafür aber eine umfangreichere Ausstattung, eine spürbar bessere Geländetauglichkeit und eine intuitivere Bedienung.
Fazit
Der Jeep Compass Elektro hält, was sein Name verspricht – er weist den Weg in die elektrische Zukunft. Mit bis zu 500 Kilometern Reichweite, optionalem Allrad und moderner Technik nutzt er das Potenzial der neuen Stellantis-Plattform optimal aus. Innen überzeugt er mit viel Platz, durchdachter Digitalisierung und hohem Komfort. Der Preis ist selbstbewusst, aber angesichts der Ausstattung und Leistung gerechtfertigt.
Der Compass Elektro ist vor allem ideal für Familien und Pendler mit Platzbedarf.
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