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Opel Movano-e Cargo (Test 2022): Ist das die neue E-Kastenwagen-Referenz?

Beim Facelift des Movano B 2019 blieb Opel seinem langjährigen Partner Renault treu: obwohl man seit 2017 zum Peugeot-Citroen-Konzern gehörte. Nach der Fusion des PSA-Trios mit Fiat-Chrysler war die Zeit für ein neues, großes LCV aber gekommen – der Movano C war geboren. Er stellt seine Waren wie gewohnt mit Dieselkraft, als Movano-e jedoch erstmals auch rein elektrisch zu.

Inhalt


  1. Stärken und Schwächen im Schnellcheck
  2. Technische Daten
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Fazit

Opel Movano C

© Opel

Der Opel Movano-e Cargo im Schnellcheck


Stärken

  1. Besonders Variantenreich (5 Karosserieformen, zwei Akkugrößen)
  2. Für eine LCV sehr gute Reichweite (247 km)
  3. Laderaum bis zu 17 m³
  4. Hohe Nutzlast (max. 1,2 Tonnen)
  5. Gut vernetzt
  6. Viele Assistenzsysteme

Schwächen

  1. Extrem viel teurer als die Dieselmodelle

Opel Movano C

© Opel

Neue Partner, neue Technik, neue Möglichkeiten

Mit der Neuauflage 2021 hat der Opel Movano die Familie gewechselt. Die neuen Geschwister sind der Peugeot Boxer, der Citroen Jumper und der Fiat Ducato. Die alten hießen Renault Master und Nissan NV400, der seit 2021 auf den Titel Interstar hört. Von den großen LCVs fehlen in dieser Liste drei: der VW Crafter, der Mercedes-Benz Sprinter – und der Ford Transit. Dem Movano Kastenwagen indes fehlte es bis dato an wenig. Doch die Zeiten und Anforderungen ändern sich. Immer gefragter bei den Kleintransportern sind lokal emissionsfreie Antriebe: eine der Domänen der elektrischen Antriebe.

Mit dem Wechsel der Partner hat der Opel Movano C auch das technische Grundgerüst getauscht. Die Technik des Peugeot Boxer und Citroen Jumper erlaubt es Opel, den Movano Kastenwagen erstmals batterieelektrisch anzutreiben. Wobei. Auch das einstige Schwestermodell, der Renault Master, stellt als Master Z.E. rein elektrisch zu. Der Vergleich aber offenbart: Opel hat es mit den neuen Partnern gut getroffen. Der neue Movano-e Kastenwagen bietet zwei E-Antriebe, Renault hingegen nur einen. Auch der VW e-Crafter kann lediglich mit einer E-Antriebsvariante aufwarten.

Opel Movano C

© Opel

122-PS-E-Motor – zwei unterschiedliche große Akkus

Beide Antriebsvarianten des Opel Movano-e Cargo vertrauen auf den gleichen Motor: eine 122 PS und 260 Nm starke Synchronmaschine. Sie arbeitet entweder mit einer 37-kWh-Batterie oder einem 70-kWh-Akku zusammen (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 31,2-38,4 Liter auf 100 km und 0 g/km CO2, Energieeffizienzklasse A+++). Bei der Leistung stellt Opel, anders als die meisten Hersteller, die 30-Minuten-Dauerleistung in die Auslage. Kurzfristig gibt die E-Maschine eine Spitzenleistung von 136 PS respektive 100 kW frei. Der E-Motor ist längst ein guter alter Bekannter – eine Entwicklung des Regensburger Unternehmens Vitesco Technologies.

Diese E-Maschine bringt nicht nur in den Peugeot Boxer und Citroen Jumper Leben, sondern auch in viele E-Autos, etwa den Peugeot e-208. In den E-Transportern spannt sie der Stellantis-Konzern allerdings mit anderen Batterien zusammen. Sie werden wiederum nur in bestimmten Konfigurationen verbaut: konkret in zwei der fünf Movano-e-Varianten. Die Batterie mit 37 kWh behält Opel den Varianten L1H1 und L1H2 vor: d.h. dem 4,96 Meter langen und 2,25 Meter hohen bzw. dem 5,41 Meter langen und 2,52 Meter hohen Movano-e.

Opel Movano C

© Opel

Kleiner Akku reicht für 116 Kilometer, 11,5 m³ und 1,1 Tonnen Nutzlast

Der Opel Movano-e Cargo L1H1 und L2H2 deuten auch gleich an, welches Leistungsvermögen im batterieelektrischen Kastenwagen steckt. Der erste verstaut im Kasten maximal 8, der zweite 11,5 m³ – die höchstmögliche Nutzlast gibt Opel mit 1.090 respektive 1.040 Kilo an. Die zwei kleinen Varianten besitzen außerdem alle praktischen Qualitäten, die den Movano auszeichnen: nicht zuletzt einen breiten, langen und einfach zugänglichen Laderaum. Die Ladekante liegt – je nach Zuladung – auf knapp 54 bis 61 Zentimetern, der Laderaum ist selbst zwischen den Radkästen 1,42 Meter breit.

Breit und hoch sind auch die Türen: die Schiebetüren zum Beispiel 1,08 (L1) bzw. 1,25 Meter (L2); die Hecktüren 1,56. Kurzum: Der Movano-e Cargo kann in diesen zwei Fassungen viel und schwer laden – doch wie weit kommt er mit dieser Ladung? Den Vergleichswert liefert die WLTP-Norm. Sie beziffert die Reichweite mit 116 Kilometern, spätestens dann muss der Movano-e eine Ladesäule ansteuern. Zum Vergleich: Das ist ein Kilometer mehr als ein e-Crafter. Im Test zeigt sich, dass im alltäglichen Einsatz 90 bis 100 Kilometer realistischer sind; bei kühlen Temperaturen können es auch deutlich weniger werden.

© Opel

Großer Akku: 5.000 Euro teurer, dafür ca. 130 km mehr Reichweite

Der große Vorteil des Opel Movano-e aber ist: Er hat bei Bedarf eine deutlich größere Batterie auf Lager, den 70-kWh-Akku. Mit ihm sollte der große Kasten rein rechnerisch doppelt so weit stromern können – und er kann. Die Norm attestiert ihm eine Reichweite von 200 bis 247 Kilometer; gut 20 bis 30 Kilometer darf man im Alltag im Durchschnitt abziehen. Der größere Akku hat naturgemäß seinen Preis: exakt 5.000 Euro netto. Für den Aufpreis erhält der Kunden jedoch nicht nur mehr Reichweite, sondern auch mehr Movano-e. Die große Batterie installiert Opel ausschließlich in den Varianten L3H2, L4H2 und L4H3.

Mit ihnen wächst sich der Kastenwagen auf eine Gesamtlänge von 6,0 bis 6,36 Meter aus; und eine Höhe von 2,52 bis 2,76 Meter. Mit der Größe steigt logischerweise auch das Laderaumvolumen: auf 13, 15 oder sogar 17 m³. Zum Vergleich: der VW Crafter lädt maximal 11m³. Einen Nachteil hat die größere und schwerere Batterie indes auch: Sie verringert die erlaubte Nutzlast – auf 710 bzw. 665 Kilo. Das zulässige Maximalgewicht ist bei allen ʺMovano-e”-Versionen auf 3,5 Tonnen begrenzt.

Opel Movano C

© Opel

Auch beim Laden der Konkurrenz voraus?

Obwohl der Opel Movano-e bis zu 17 m³ laden kann, ist er dank seines praktischen Naturells im Nu geladen. Voll gepackt machen wir uns auf den Weg. Der Elektro-Motor hat mit der Last zwar seine Mühe: aber gerade beim Anfahren hält er mit den 120 bis 165 PS starken Dieselmotoren locker mit. Auf gerader Strecke geht dem Movano-e bei 100 km/h endgültig die Puste aus; Opel regelt ihn bei dieser Geschwindigkeit ab. Der Vorwärtsdrang lässt aber schon ab 70, 80 km/h merklich nach. Ein e-Crafter muss jedoch schon bei 90 km/h w.o. geben.

Der große Kastenwagen von VW hat gegen den von Opel auch beim Laden keine Chance: beim Nachladen des Stroms wohlgemerkt. Der e-Crafter lädt an einer Wechselstrom-Station    bestenfalls mit 7,2 kW; an einer Gleichstrom-Schnellladesäule mit maximal 40 kW bzw. in 45 Minuten. Der Movano-e zieht den Wechselstrom potentiell mit 11 kW durchs Kabel: je nach Akkugröße dauert das Nachladen 3 oder 9 Stunden. Beim DC-Laden drückt er mit 100 kW an. Hier sind die Akkus in weniger als einer Stunde wieder aufgeladen – schnell genug, um in einer kurzen Mittagspause im Notfall genug Energie für den Nachmittag zu tanken.

Opel Movano C

© Opel

Fast doppelt so teuer als das Modell mit Basisdiesel

Die elektrischen Besonderheiten des Movano-e wären damit besprochen. Im Vergleich mit den Diesel-Varianten sticht neben der geringeren Reichweite vor allem der höhere Preis ins Auge. Mit dem Basisdiesel ist der Movano brutto um rund 30.000 Euro günstiger: ein massiver Unterschied. Rein rechnerisch lässt sich dieser Unterschied auch mit den deutlich geringeren Betriebskosten nicht wieder ausgleichen. Ein lokal emissionsfreier Antrieb lässt sich andererseits nicht mit Geld aufwiegen.

Ein Teil des Preisunterschieds geht auch auf das Konto der besseren Ausstattung. Opel liefert den Movano-e nur in der Topausstattung ʺEdition” aus. Der Vorteil. Bereits ab Werk sind viele nützliche Extras installiert, zum Beispiel folgende Assistenzsysteme: eine automatisches Notbremssystem, ein Toter-Winkel-Warner und eine Spurhalte- sowie Bergabfahr-Assistent. Das serienmäßige Infotainment lässt sich für 500 Euro zum Navi veredeln. Für 150 Euro extra reicht Opel auch eine Klimaautomatik nach.

Technische Daten des Opel Movano-e Cargo


PS-Anzahl: 122 PS
kW-Anzahl: 90 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Elektro
Verbrauch Elektrisch: 36,2 kWh/100 km
CO₂-Emission 0 g/km
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 69.008 Euro
Stand der Daten: 06.07.2022

Konkurrenzmodelle


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Unser Fazit zum Opel Movano-e Cargo


MeinAuto.de-Redakteur: Norbert Auer | 06.07.2022
Als Movano-e Cargo präsentiert sich Opel’s größtes LCV als Kastenwagen erstmals als Stromer. Das Stromern beherrscht er auf Anhieb: die elektrische Leistung ist ausreichend, die Reichweite mit dem großen Akku im Spitzenfeld des Segments. Zu den weiteren Stärken zählt der Variantenreichtum, der große Laderaum, die hohe Nutzlast – und die umfangreiche Ausstattung. Die große Schwäche ist der Preis. Bei MeinAuto.de stellt der elektrische Movano ab 55.833 Euro zu – 5 % oder umgerechnet rund 2.700 Euro unter dem Listenpreis.

     
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