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Fiat 500L (2021) im Test: ein kleine, aber feine Auffrischung für den großen Minivan

Der “große Cinquecento”, der Fiat 500L, flaniert seit fast einem Jahrzehnt durch die Stadt und übers Land. Mit einer Länge von 4,28 Metern ist der Minivan zwei Köpfe größer als der Fiat 500 – und entsprechend geräumiger. Nach einer Modellpflege im Jahr 2017 haben die Turiner ihren kleinen Van 2021 weiter verfeinert. Wie – und wie er damit gegen Kia e-Soul & Co abschneidet, erfahren Sie in unserem Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum Fiat 500L:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

© Fiat

Fiat 500L – 2021 entweder cross oder sportlich

In der Welt der Minivans ist es einsam geworden. Im Debütjahr des Fiat 500L, 2012, traten die kleinen Praktiker in Scharen auf: mit selbstbewusster Brust. Heute sind nahezu alle Kumpels von einst ausgestiegen oder in Rente: der Ford B-Max ebenso wie der Skoda Roomster; der Citroen C3 Picasso gleich wie der Hyundai ix20 oder der Opel Meriva. Die Mercedes A-Klasse hat sich zur Steilheck-Limousine weiter entwickelt. Für den Fiat 500L bleiben damit kaum Spielkameraden übrig. In der eigenen Kragenweite gehören zu ihnen allein der 4,22 Meter lange Kia e-Soul; und der 4,26 Meter lange Mini Clubman; letzterer wird aber selten als klassischer Van gezählt. Aus dem Segment der klassischen Minivans sind noch der 4,04 Meter lang Honda Jazz und der 4,05 Meter lange Nissan Note zu nennen; der ist mittlerweile aber auch eher ein Kombi. Kurzum: Dem Fiat 500L fehlt es an Konkurrenzdruck. Das mag mitverantwortlich dafür sein, dass beim größten Modell der 500er-Familie über die Jahre wenig verändert wurde. Der Beliebtheit hat das bis dato keineswegs geschadet. Kein Wunder: Der 500L sieht nach wie vor gut aus und weiß mit inneren, konkret praktischen Qualitäten zu überzeugen. Im Modelljahr 2021 gesellen sich einige Neuerungen hinzu: namentlich frische Lackfarben, eine andere Ausstattungsstruktur, ein überarbeiteter Innenraum – und modifizierte Antriebe.

Erhöhte Lenkunterstützung und verringerter Kraftaufwand

Bei den Ausmaßen des Fiat 500L – und damit auch bei jenen des Innenraums – bleibt 2021 alles beim Alten. Mit einer Länge von 4,28 und einem Radstand von 2,61 Metern hat der kleine Turiner bereits ein Rad im Kompaktsegment. Das hat seine Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist der mit 11,1 Metern relativ weite Wendekreis. Die “Dualdrive”-Servolenkung erleichtert mir ihrer City-Funktion – sie erhöht die Lenkunterstützung und verringert den Kraftaufwand – aber das Rangieren. Die Rundumsicht ist leider ebenfalls nicht die beste. Die A-Säulen sind zwar geteilt, die massivere stört den Blick beim Abbiegen dennoch. Das hinteren Nahfeld ist ohne Hilfsmittel überhaupt nicht einsehbar. Dieses Manko kaschiert die optionale Rückfahrkamera, die aus der ersten Null des “500L”-Schriftzugs am Heck lugt. Anders als die “Dualdrive”-Servo kostet die Kamera mit den dynamischen Führungslinien aber 300 Euro extra – zumindest im Basismodell “Cross”. Wer diesen Aufpreis nicht investieren will, kann sich auf die hinteren Parksensoren verlassen.

© Fiat

Großzügiger Innen- und Stauraum mit überarbeiteter Einrichtung

Serie ist und bleibt im 500L freilich das exzellente Platzangebot. Selbst Fahrer oder Passagiere, deren Körpergröße an die zwei Meter reicht, finden sowohl vorne wie hinten ausreichend Platz. Dank der erhöhten Sitzposition fällt auch das Ein- und Aussteigen leicht. Einziger Makel: die fehlende Zwischen-Rasterung der Türaufhalter. Wer auf einer abfallenden Fläche parkt, muss die Türen ganz öffnen, damit sie von selbst offen bleiben. Die Variabilität und Flexibilität des Innen- und Kofferraums lässt hingegen kaum zu wünschen übrig. Ab Werk klappen die Rücksitzbank asymmetrisch um und können in Längsrichtung verschoben werden. Das Standardkofferraum-Volumen verändert sich so – je nach Stellung der Rücksitze – zwischen 412 und 455 Liter. Damit steckt der Fiat 500L die Konkurrenz locker weg: der Kia e-Soul verstaut im Heck 315 Liter, der Mini Clubman 360. Wer die Rücksitzlehnen umklappt, kann den Stauraum auf maximal 1.480 Liter erweitern. An diesem Richtwert scheitert sogar der neue Fabia Combi von Skoda (530 und 1.395 Liter). Mit dem Sitze-Paket kann die Flexibilität des Minivans zusätzlich verbessert werden: für 700 bzw. 550 Euro in der Topausstattung “Sport”. Die Rücksitze erhalten eine Wickelfunktion, die Vordersitze eine elektrisch verstellbare Lordosenstütze.

Einige nennenswerte Details in der der Serienausstattung

Für die Rückbank gibt es zumal eine dritte Kopfstütze sowie eine Mittelarmlehne – der Kofferraum erhält einen dreifach verstellbaren Ladeboden. Die letzten drei Extras sind beim neuen Topmodell Fiat 500L Sport bereits ab Werk installiert. Weitere nennenswerte Details einer Serienausstattung sind: die schicken mattschwarzen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, die elektrisch einklappenden Außenspiegel in Wagenfarbe; sowie die getönten Fensterscheiben im Fond. Innen hübschen den “Sport”-Minivan zumal spezielle Stoffbezüge für die Sitze und eigene Armaturenbrett-Einlagen auf; zudem ein Alu-Schaltknauf. Fix installiert wird von Fiat außerdem das “Uconnect”-Navigationssystem mit 7-Zoll-Touchscreen, Digitalradio und vollwertiger Smartphone-Integration; beim Basismodell “Cross” lässt Fiat beim Infotainment das Navi weg. Zur Bedienung kann im 500L Cross aber bereits auf die Soft-Touch-Flächen des Multifunktions-Lenkrads zurückgegriffen werden. Mit ihnen und dem Touchscreen ist die Bedienung des 500L nun keine elende Frickelei mehr: zweifellos ein großer Fortschritt im Vergleich mit den ersten Jahren. Aber lässt sich ein solcher auch bei den Motoren feststellen?

© Fiat

Fiat 500L 2021: Benziner bleibt trotz Modifikation ein Schluckspecht

Zumindest gab und gibt es im Motorensortiment regelmäßige Veränderungen. Ein Beispiel ist der 120-PS-Diesel, der Ende 2020 aus dem Sortiment verschwunden ist – ein Schicksal, das die Turbobenziner und der Erdgasmotor bereits 2018 ereilt hat. Der Grund, einst wie heute: eine neue Abgasnorm. Die strengeren Abgasregeln der “Euro 6d”-Norm haben auch zur jüngsten Überarbeitung der verbliebenen zwei Verbrennungsmotoren geführt. Im Kern ist der Vierzylinder-Benziner 1.4 16V aber der gleiche Motor wie vor einem Jahr; auch die Leistung ist mit 95 PS und 127 Nm so wie damals (Kraftstoffverbrauch kombiniert NEFZ/WLTP: 6,5/7,9 Liter auf 100 km, 149/180 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse keine Angaben). Dennoch tritt der 1,4-Liter-Saugers etwas flotter an. Von 0 auf 100 km/h benötigt er jetzt ca. 13,5 Sekunden; ein halbe Sekunde weniger als der Vorgänger-Motor. Größer ist der Unterschied bei der Höchstgeschwindigkeit: sie sinkt von 176 auf 162 km/h, um den Abgasausstoß im Realbetrieb zu senken. Der Rückgang der Höchstgeschwindigkeit lässt sich locker verkraften. Jenseits der 130 km/h geht es im 500L wie eh und je: a) zäh und b) recht laut voran.

Abzulesen sind die Verbesserungen des 500L-Benziners außerdem an den Norm-Messwerten. Der Normverbrauch sinkt mit 6,6 Litern um über einen halben Liter; der CO2-Ausstoß um 15 auf 149 g/km. Die Werte zeigen aber: berühmt ist die Effizienz nach wie vor nicht – insbesondere nicht, wenn wir den realen Verbrauch heranziehen. Im Test genehmigt sich der Vierzylinder-Sauger stolze acht bis neun Liter, d.h.: zu viel. Wer weniger verbrauchen will, kann aber auf den ebenfalls überarbeiteten 1,3 Liter großen Vierzylinder-Common-Rail-Diesel mit 95 PS und 200 Nm bauen (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 5,2 Liter auf 100 km, 137 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse k.A). Er fährt sich sparsamer, aufgrund des automatisierten “Dualogic”-Getriebe aber kaum vitaler. Die Stoppuhr ist ebenfalls dieser Meinung. Der 0-100 Sprint dauert 14,7 Sekunden, also rund eine Sekunde länger als beim Sauger. Dem Vorgänger-Diesel knöpft der neue aber fast eine Sekunde ab. Die finanzielle Einstiegshürde bleibt leider hoch: knapp 3.000 Euro höher als beim Benziner. Wer aber mehr als 15.000 Kilometer im Jahr fährt, kommt mit dem Selbstzünder letztlich aber auf ähnliche Autokosten. Ob der 500L wie der klassische 500 bald als nagelneuer Stromer herumtollen wird, ist so zu hoffen – aber noch offen. Wer ab 2030 Teil der reinen E-Flotte sein wird, hat Fiat noch nicht verraten.

Technische Daten des Fiat 500L

PS-Anzahl: min. 95 PS max. 95 PS
kW-Anzahl: min. 70 kW max. 70 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Automatik mit manuellem Modus oder Manuell
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 5,2 l/100km max. 6,5 l/100km
CO2-Emission: min. 137 g/km max. 149 g/km
Effizienzklasse: min. B max. D
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 19.090 Euro
Stand der Daten: 18.10.2021

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Fiat 500L Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Fiat 500L bekommt 2021 zwar keine neuen Spießgesellen: dafür aber modifizierte Motoren, einen aufgefrischten Innenraum und eine neue Topausstattung. Der Benziner bleibt aber ineffizient und der Diesel recht teuer. Praktisch und geräumig ist der Minivan auch anno 2021 – den Assistenzausstattung hätte eine Auffrischung jedoch gut getan. Bei MeinAuto.de ist Fiat’s aufgefrischter Minivan in Kürze wieder bestellbar – dann wie gewohnt mit besonders hohen Neuwagen Rabatten.

4 von 5 Punkten

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