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Fiat 500e vs. Smart EQ fortwo: Zwei aufgeweckte Stromer im Mini-Format

Minis passen mit ihren rund 3,50 Metern perfekt in unsere prall gefüllten Ballungsräume. Als kongenialer Partner steht ihnen heute der batterieelektrische Antrieb zur Seite. Dass er lokal emissionsfrei arbeitet, trägt in der Stadt mehrfach Früchte. So viel zur Theorie. In der Praxis sind die kleinen BEVs rar Zwei rühmliche Ausnahmen heißen Fiat 500e und Smart EQ fortwo. In unserem Test treten die zwei gegeneinander an.

Inhalt


  1. Stärken und Schwächen im Schnellcheck
  2. Technische Daten
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Fazit

SmartXFiat

Smart EQ fortwo (l.), Fiat 500e | © Bilder: Smart, Fiat / Collage: MeinAuto.de

Der Fiat 500e & Smart EQ fortwo im Schnellcheck


Fiat 500e

Stärken:

  1. Attraktiveres Design
  2. Geräumiger mit 4 Sitzplätzen
  3. Bessere Serienausstattung
  4. Mehr Leistung & Reichweite
  5. Höhere Ladeleistung

Schwächen:

  1. Hoher Einstiegspreis
  2. Materialqualität im Innenraum
  3. Ab Werk nur Halogenscheinwerfer

Smart EQ fortwo

Stärken:

  1. Noch kleiner und wendiger
  2. Mehr Stauraum
  3. Beträchtlich preiswerter

Schwächen:

  1. Schwache Bremsen
  2. Schwaches Ladegerät ab Werk
  3. Kein Gleichstromladen
  4. Geringere Reichweite

smart EQ forfour

© Smart

Smart EQ fortwo: ultra-kompaktes BEV mit unruhigem Geradeauslauf

“Alter vor Schönheit”, sagt der Fiat 500e zum Smart EQ fortwo. Der nimmt das Angebot trotz des ironischen Untertons dankend an. Mit dem Alter kommt die Gelassenheit – und mehr Gelassenheit schadet dem Smart keinesfalls. 1998 ist er als exakt 2,5 Meter langes City-Coupé gestartet; 2004 taufte man ihn in Smart fortwo um. Der große Vorteil des winzigen Ur-Smarts war: Er konnte in fast allen regulären Parklücken quer parken. Mit den Jahren ist der City-Flitzer der Mercedes-Tochter gewachsen. Die 2014 eingeführte dritte Baureihe ist 2,70 Meter lang: sowohl als Cabriolet wie als Coupé.

Mit der Länge wuchs auch der Radstand: von einst 1,81 auf die heutigen 1,87 Meter. Dieser Zuwachs hat seine Vorteile: Mit dem längeren Achsabstand läuft der fortwo z.B. nicht mehr ganz so nervös geradeaus. Trotzdem. Jeder kräftige Windstoß und jede Spurrille hat das Potential, den Smart EQ fortwo von seiner Bahn abzubringen. Es ist kein Zufall, das Smart ab Werk einen Seitenwind-Assistent installiert. Auf eine richtig stabile Straßenlage hofft man im Smart-Coupé dennoch vergeblich. Das liegt auch an der Servolenkung, die gerade in der Mittellage kaum definiert ist.

© Fiat

Fiat 500e: größere Laufruhe & mehr Komfort trotz recht steifer Dämpfer

Das quirlige Naturell des Smart EQ fortwo hat jedoch auch sein Gutes. Nach dem Motto, in der Kürze liegt die Würze, rangiert das Coupé wie ein Park-Profi; und biegt um enge Ecken wie ein Weltmeister. Kann ihm der Fiat 500e folgen? Immerhin soll das Handling, so heißt es, eine der Stärken des Turiner Herzensbrechers sein. Im Test zeigt sich, das ist mehr als ein Gerücht. Ob gerade aus, abrupt von links nach rechts oder schnell durch die Kurve: der Fiat 500e beherrscht alle Grundübungen. Mit der direkten Lenkung halten wir den Kleinen an der kurzen Leine – ausgenommen beim Geradeausfahren.

Rund um die 12-Uhr-Stellung arbeitet die Lenkung des Fiat ähnlich schwammig wie die des Smart – ein kleiner Makel. Beim Fahrwerk ist eine gewisse Nachgiebigkeit indes kein Nachteil; leider findet sich von ihr in beiden Kleinstwagen kaum eine Spur. Die Fahrwerksabstimmung des Fiat 500e, der 2020 auf den Markt kam, ist auf der strafferen Seite der Skala – für uns einen Tick zu straff. Im Vergleich mit dem fortwo fühlt sich der 500e jedoch wie ein geschmeidiges Polsterkissen an. Im Smart spürt man jeden Pflasterstein, nahezu jedes Steinchen Streusplitt.

Fiat 500e

© Fiat

500e leiser und hochwertiger – Smart ~7.000 € günstiger

Im Smart EQ fortwo ist die Umgebung aber nicht nur zu spüren, sondern auch gut zu hören. Für ein Elektroauto rauscht und surrt es im Coupé gehörig. Am häufigsten ist das Abrollen der Reifen laut zu hören. Der Fahrtwind dominiert erst nahe der Höchstgeschwindigkeit; unter Volllast macht sich aber selbst der E-Motor akustisch bemerkbar. All diese Geräusche dringen auch ins Innere des Fiat 500e: aber hörbar gedämpfter. Anders gesagt: Im elektrischen Cinquecento ist es deutlich ruhiger. Klimatisch sind die Unterschiede geringer. Beide Minis regeln die Temperatur ab Werk automatisch, der Smart jedoch nur mit einer Ein-Zonen-Regelung.

Optisch und qualitativ überzeugt uns das Interieur des Fiat mehr. Bei der Materialqualität sparen aber sowohl die Turiner wie die Stuttgarter. Das ist bei Kleinstwagen zwar zu erwarten: allerdings eher bei solchen, die um oder weniger als 10.000 Euro kosten. Zu dieser Kategorie gehört die zwei beileibe nicht. Smart verrechnet für den fortwo mindestens 21.940, Fiat für den 500e zumindest 29.390 Euro. Für dieses Geld bekam bzw. bekommt man aktuell auch einen VW Golf. Der Umweltbonus drückt den Preis der kleinen BEVs bis Ende 2022 jedoch jeweils um rund 9.000 Euro.

smart EQ forfour

© Smart

E-Cinquecento: vier Sitze, mehr Platz – aber weniger Stauraum

An der erheblichen Preisdifferenz zwischen dem Smart und dem Fiat ändert das nichts. Ist sie gerechtfertigt? oder anders gefragt: Bietet der 500e so viel mehr? In jedem Fall offeriert der elektrische Cinquecento vorne mehr Platz; und im Fond zwei weitere, allerdings recht beengte Sitzgelegenheiten. Der Smart EQ fortwo ist, was sein Name verspricht: ein Auto für zwei. Die Reduktion der Sitzgelegenheiten führt dazu, dass der kleinere Smart aber einen größeren Standardkofferraum besitzt: mit 260 statt 180 Liter wie der 500e. Packen wir den fortwo bis zum Dach voll, werden es 350; der 500e fasst bei umgelegten Fondsitzlehnen 550 Liter.

Die Plätze sind gefüllt, die Reise kann beginnen. Den Smart EQ fortwo bewegt eine 82 PS und 160 Nm starke Synchronmaschine, die im Heck verbaut ist. Von 0 auf 100 km/h geht*s in 11,6 Sekunden, abgeregelt wird bei 130 km/h. Mit Energie versorgt wir der E-Motor von einem 17,6 kWh großen Akku in der Bodenplatte. Die Energie geht laut WLTP-Norm nach 133 Kilometern zur Neige. Danach muss geladen werden. Ab Werk lädt der fortwo mit 4,6 kW, für 990 Euro Aufpreis mit maximal 22 kW.

smart EQ forfour

© Smart

Smart fehlt es an Reichweite, Ladegeschwindigkeit & Bremskraft

Der Fiat 500e stellt fürs Antreiben zwei Optionen zur Wahl. einen 95 PS und 160 Nm starken Elektromotor, der auf einen rund 23-kWh-Akku zugreift; oder einen E-Motor mit 118 PS und 220 Nm. Er holt sich die Energie aus einer 43-kWh-Batterie. Mit dem schwächeren Antrieb beschleunigt das Turiner BEV in 9,5 Sekunden von 0 auf 100; und maximal auf 135 km/h. Mit dem stärkeren schafft er es in 9 Sekunden; Höchst-Tempo sind 150 km/h. Die Reichweite beträgt laut WLTP-Norm 190 bzw. 321 Kilometer.

Das Nachladen geht im Fiat 500e ebenfalls flotter. Wechselstrom lädt er mit bis zu 11, Gleichstrom mit max. 50 bzw. 85 kW. Das heißt, dass die größeren Akkus des Cinquecento schneller geladen sind als der kleinere des Smart fortwo: im Idealfall in einer halben Stunde. Beim Smart dauert es mindestens 60 Minuten. Kurzum: Der 500e bietet, beim Beschleunigen wie beim Laden, deutlich mehr Leistung; ausdauernder ist er ebenso. Der Fiat fährt mit seinen drei Fahrmodi außerdem variantenreicher elektrisch – und er verzögert ungleich stärker.

Fiat 500e

© Fiat

Fiat 500e: teurer, aber besser ausgestattet

Steigen wir im Smart EQ fortwo bei Tempo 100 voll auf die Bremse, dauert es 39 Meter bis wir stehen. Der 500e steht bei einer Vollbremsung fünf Meter eher – und er beherrscht das One-Pedal-Driving. D.h. die Rekuperation ist stark genug, dass sie den Mini zum Stehen bringt. Ob der Fiat 500e damit seinen erheblichen Mehrpreis gerechtfertigt hat? Noch hat er sein Pulver jedenfalls nicht verschossen – denn das Basismodell “RED” ist auch besser ausgestattet als der Smart in seiner Standard-Konfiguration.

Fiat rollt den 500e RED u.a. mit einem vierfach verstellbaren Fahrersitz samt Memory-Funktion, einer digitalen 7-Zoll-Instrumentenanzeige; sowie einem 10-Zoll-Navigationssystem mit Smartphone-Integration und Online-Services zu den Kunden. Im Smart braucht es fürs Infotainment eine der Ausstattungen “passion”, “puls” und “prime” – und zusätzlich das “premium”-Paket. Zusammen kosten sie mindestens 3.500 Euro extra. Bei den Assistenten hat der Fiat – serienmäßig wie optional – ebenfalls mehr drauf. Dass bei beiden Kleinstwagen ab Werk nur Halogenscheinwerfer verbaut sind, kann man dem reinen E-Stadtauto verzeihen.

Technische Daten


Fiat 500e Smart EQ fortwo coupé
PS-Anzahl: 95 PS bis 118 PS 82 PS
kW-Anzahl: 70 kW bis 87 kW 60 kW
Antriebsart: Frontantrieb Heckantrieb
Getriebeart: Automatik Automatik mi
Kraftstoffart: Elektrisch Elektrisch
Verbrauch Elektrisch: 13,0-14,9 kWh/100 km 17,4 kWh/100 km
CO₂-Emission 0 g/km 0 g/km
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette) Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 30.990 Euro ab 21.940 Euro
Stand der Daten: 10.08.2022

Konkurrenzmodelle


In unserem Onlineshop sind die zwei E-Flitzer nicht allein. Unter unseren günstigen Neuwagen findest Du noch andere Minis: bspw. den Peugeot e208 ab 30.521 Euro und 16%, den Honda e ab 30.667 Euro und 1%; oder den Renault Twingo E-Tech ab 23.150 Euro und 20% Neuwagen Rabatt. Bei der Finanzierung hast Du eine ebenso attraktive Auswahl wie unser E-Autoleasing ab 1,9% zeigt.

Unser Fazit


MeinAuto.de-Redakteur: Norbert Auer | 10.08.2022
Am Beginn lässt der Fiat 500e dem Smart EQ fortwo Coupé charmant den Vortritt. Danach setzt er aber sofort zum Überholen an und fährt auf und davon. Der 500e stromert schneller, dynamischer und hält länger durch: mit dem kleinen und erst recht mit dem großen Akku. Beim Laden hängt er den Smart ebenfalls klar ab. Geräumiger und hochwertiger ausgestattet ist der Turiner ebenso.
Der Smart EQ fortwo ist aber das noch agilere und preiswertere Stadtauto. Mehr Stauraum hat das Coupé außerdem – elektrisch und elektronisch merkt man aber, dass es schon knapp zehn Jahre auf dem Markt ist.



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