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Der VW Golf 8 TGI 2021 im Test: Ist der Erdgasmotor noch eine Konkurrenz für die Hybriden?

Nach dem Start des Golf 8 Ende 2019 war es zuletzt ruhig geworden um den Volkswagen Nr.1. Sein batterieelektrisches Gegenstück, der ID.3, stahl ihm jüngst die Show. Fürs Modelljahr 2021 hat VW aber wieder viel Neues im Programm: u.a. frische Antriebe. Neben dem GTI, GTD und GTE ist ein neuer Erdgasmotor darunter. Was er kann, erfahren wir im Test mit dem Golf 8 TGI.

Inhalte des Testberichts zum VW Golf 8 TGI :

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Golf 8 TGI: 1,5 Vierzylinder-Turbo dreht im Miller-Zyklus auf

Der Erdgas- ist mit dem Autogasmotor zurzeit der alternative Antrieb, der am wenigsten Aufmerksamkeit genießt. Beim flüssigen Autogas (LPG) ist diese Vernachlässigung nachvollziehbar – beim komprimierten Erdgas (CNG) weniger. Weshalb, darauf kommen wir noch zu sprechen. An dieser Stelle konstatieren wir: es ist so wie es ist. Doch wie ist es eigentlich, sprich wie sieht das aktuelle Angebot an CNG-Modellen aus? Angeboten werden Erdgasantriebe vom FCA- und vom VW-Konzern: konkret von Fiat und von Audi, Seat, Skoda und VW selbst. Nachdem die Turiner ihre Erdgasmotoren derzeit exklusiv der Nutzfahrzeugflotte vorbehalten (der Panda und 500L Erdgas sind zurzeit nicht lieferbar), fährt der Golf 8 TGI allein gegen die konzerninterne Konkurrenz: den A3 Sportback 30 g-tron, den Seat Leon 1.5 TGI und den Skoda Octavia g-tec. Alle vier nutzen, wenig verwunderlich, den gleichen Motor. Im Golf heißt der 1,5 Liter große, 130 PS und 200 Nm starke Vierzylinder-Turbomotor 1.5 TGI (Kraftstoffverbrauch Erdgas NEFZ/WLTP: 3,6/4,3 kg auf 100 km, 98/117 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+).

Der 1.5 TGI ist kein nagelneues Triebwerk. Im Kern steckt der gleiche Motor wie in der letzten Ausbaustufe des Golfs 7 TGI. Die technische Basis stellt weiterhin der Vierzylinder-Benziner aus der jüngsten Ottomotoren-Baureihe Evo EA211. Er nutzt zahlreiche Spritspar-Technologien aus der Trickkiste der Dieselmotoren; außerdem schaltet er bei geringer Last zwei Zylinder ab. Der TGI-Motor verzichtet auf den Abschalt-Kniff, er nutzt aber einige andere Effizienz-Technologien. So baut er mit dem Miller-Kreisprozess ein Brennverfahren, bei dem die Einlassventile noch während des Ansaugtaktes schließen. Das verringert den Verdichtungsdruck und die Füllung in den Zylindern: das führt in letzter Konsequenz zu einem besseren Wirkungsgrad. Einfacher gesagt: Der TGI holt so mehr Energie aus dem eingespritzten Gas. Verstärkt wird dieser Vorzug von einem Abgasturbolader, der wie der in einem Selbstzünder auf eine variable Turbinengeometrie setzt. Sie erhöht den Ladedruck und beatmet die Zylinder besser.

Erdgasmotor: durchzugsstark und dank dreier Tanks ausdauernder

Jeder Besitzer eines Kachelofens weiß: Kommt Luft dazu, facht das das Feuer an. Der Wirkungsgrad steigt und auch der Antritt des Golf 8 TGI soll mehr Feuer haben. Aber stimmt das auch? Dass der 1.5 TGI um einiges eifriger antritt als der Mitte 2018 abgelöste 1.4 TGI, ist unbestreitbar. Ob es an der Turbinengeometrie, dem Brennverfahren oder schlicht an der Leistungssteigerung von 20 PS liegt: das vermögen wir nicht zu sagen. Letztlich ist das aber auch egal. Der Golf 8 beschleunigt mit dem 1.5 TGI kräftig, exakt in 9,6 Sekunden von 0 auf 100; und maximal auf 211 km/h. Den Modellen mit vergleichbar starken Benzin- und Dieselmotoren steht er mit diesen Werten in nichts nach: lediglich den Golf Plug-in-Hybrid mit seinem 1.4 e-Hybrid muss er ziehen lassen; der hat aber auch über 200 PS. Zurück zum CNG-Antrieb des Golf 8. Er teilt sich mit seinem direkten Vorgänger auch die Versorgungsinfrastruktur: d.h. die Zahl und die Größe der Gastanks. VW verbaut seit 2019 drei statt zwei Erdgastanks, was das Fassungsvermögen von ca. 15 auf 17,3 Kilo erhöht. Mit dem gesteigerten Volumen wuchs auch die Reichweite: von ca. 350 auf rund 400 Kilometer in der aktuellen Ausführung.

Der Benzintank ist im Golf 8 TGI erneut nur noch als Reservetank mit 9 Litern ausgeführt: eine konsequente Entscheidung. Denn nur wenn der 1.5 TGI mit Erdgas läuft, läuft er sparsamer, sauberer und günstiger als die anderen Antriebe. Doch stimmt diese Aussage überhaupt? Schauen wir zuerst auf den schnöden Mammon. Mit einem Preis von knapp 31.000 Euro ist der Golf 8 TGI preislich im Bereich der zwei neuen Mild-Hybrid-Motoren angesiedelt; genauer gesagt kostet er rund 1.000 Euro mehr als der 1.5 eTSI. Der Preis des Plug-in-Hybrid 1.4 e-Hybrid liegt nominell zwar 9.000 Euro höher; davon fallen knapp 1.500 Euro auf die bessere Ausstattung. Der TGI wird exklusiv in der “Life“-Ausstattung angeboten, der e-Hybrid ausschließlich als “Style“-Modell. Den ungleich größeren Preisabschlag aber bringt der Umweltbonus von 6.750 Euro. Damit kostet der Golf Plug-in-Hybrid rund 1.000 Euro mehr als der TGI. Das Erdgasmodell sitzt zwischen den Stühlen – aber es fällt nicht durch. Dem Mild-hybriden Antriebe ist er aus unserer Sicht klar überlegen.

Golf 8 TGI: günstiger, sparsamer & sauberer als der Rest?

Die Reichweite und der Stauraum sind zwar geringer; der Golf 8 TGI verliert aufgrund der Gastanks rund 100 Liter an Kofferraumvolumen (291 statt 380 Liter). Bei den Autokosten ist er aber rund 20 Euro pro Monat günstiger als der 1.5 eTSI. Inklusive Wertverlust – jeweils rund 350 Euro – fallen pro Monat Kosten von ungefähr 590 bzw. 610 Euro an. Der Zweiliter-Diesel mit 150 PS schneidet finanziell schlechter ab; er kostet im Monat rund 60 Euro mehr: weil Erdgas schlicht günstiger ist (Diesel ca. 1,3, Benzin 1,4 und CNG ca. 1,1 €/Liter). Hinzu kommt: Der Erdgas-Motor treibt den Golf sauberer und klimafreundlicher an. Der CO2-Ausstoß ist um ca. 20 bis 25% geringer; die Stickoxid- und Feinstaubemissionen um über 80 bzw. 90%. Freilich enthält natürliches Erdgas, das zu über 80% aus Methan besteht, ein schädliches, hoch potentes Klima Gas – und es ist eine endliche Ressource. Doch es gibt klimafreundliche und regenerative Alternativen: e-Gas, erzeugt aus dem Stromüberschuss der Windkraft- und PV-Stromproduktion (Power-to-Gas); und Bio-Methan aus der Vergärung von biologischen Abfällen, Gülle und organischen Rohstoffen. In Deutschland beträgt der Bio-Methan-Anteil mittlerweile 20% – an zahlreichen der rund 850 CNG-Zapfsäulen gibt es sogar reines Bio-Methan.

Damit betankt ist der Golf 8 TGI derzeit in der CO2-Gesamtbilanz auch jedem Elektroauto überlegen; außer das wird zu 100% mit regenerativ erzeugtem Strom betankt. Legen wir den aktuellen deutschen Strommix zugrunde, liegt der Erdgasmotor voran – auch und erst recht beim Vergleich mit dem Golf PHEV. Was die Autokosten betrifft, liefern sich die zwei Kopf-an-Kopf-Rennen; letztlich ist der TGI in dieser Disziplin gleichfalls überlegen: um rund 20 Euro pro Monat. Beim Stauraum haben sowohl der Erdgas- wie der Plug-in-Hybrid-Golf ihre Schwächen (291 zu 272 Liter); bei der Reichweite lässt der Golf e-Hybrid die CNG-Variante mit 800 Kilometern locker stehen. Der Steckdosenhybrid fährt sich dank 204 PS und elektrischem Zusatzboost auch um einiges dynamischer; obwohl er ca. 200 Kilo mehr wiegt. Für Anhänger-Fans interessant. Mit Plug-in-Hybrid zieht der Golf 8 bis zu 1,7, mit dem 1.5 TGI bis zu 1,4 Tonnen. Kurz und knapp zusammengefasst. Wie wir das Blatt auch drehen und wenden: Der Golf TGI steht zu Unrecht im Schatten der anderen alternativen Antriebe. Er kann alles, was sie auch können – aber meist besser, sprich sauberer und stets günstiger.

Technische Daten des VW Golf 8 TGI

PS-Anzahl: min. 130 PS max. 150 PS
kW-Anzahl: min. 96 kW max. 110 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Diesel oder Gas
Verbrauch (kombiniert, Diesel): min. 3,9 l/100km max 3,9 l/100km
Verbrauch (kombiniert, Gas): min. 4,1 kg/100km max 4,1 kg/100km
CO2-Emission: min. 95 g/km max. 102 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. B
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 31.735 Euro
Stand der Daten: 02.12.2020

Konkurrenzmodelle

Apropos günstig. Sie suchen unter den günstigen Neuwagen in unserem Autohaus nach Alternativen zum Golf TGI? Kein Problem, hier sind drei Modelle für Sie: der Skoda Octavia g-tec ab 24.497 Euro und 23% bzw. ab Monatsraten von 180 Euro, der Audi A3 g-tron ab 27.139 Euro und 16% bzw. ab 286 Euro im Monat ; und der Seat Leon Plug-in-Hybrid ab 30.452 Euro und 15% Neuwagen Rabatt. Mit einer Finanzierung wie unserem Autoleasing ab 0,49% und 0 Euro Anzahlung stutzen Sie die Einmal-Ausgabe auf Wunsch auch auf kleine monatliche Raten zusammen.

Fazit zum VW Golf 8 TGI Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der neue Golf 8 TGI nutzt den Motor des alten – doch das ist nur logisch und konsequent. Nach gut einem Jahr wäre es verschwenderisch, einen nagelneuen Sparmotor zu entwickeln. Der Erdgasantrieb hat das auch nicht nötig: dank ausgefeilter Technik ist er durchzugsstark, sparsam, sauber – und mit rund 400 Kilometern auch recht ausdauernd. Im Vergleich zum Golf 7 profitiert der neue von den zahlreichen Aufwertungen des Golf 8: insbesondere im Bereich der Konnektivität, der Digitalisierung und der Sicherheit. Bei MeinAuto.de gibt der TGI ab 26.451 Euro Gas – 18,1% bzw. über 5.700 Euro günstiger als gelistet.

5 von 5 Punkten

 

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