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Mazda 6e


























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Mazda 6e im Test
Ist die elektrisierend elegante Schrägheck-Limousine auch effizient?
Innovative Antriebe sind ein Markenzeichen Mazdas. Nur bei den elektrischen Strängen ist dem Autobauer aus Fuchū bisher wenig eingefallen. Die vierte Generation der Mittelklasse-Limousine Mazda6 soll die Kehrtwende bringen. Der Mazda6e will mit seiner “elektrisierenden Eleganz” den Hyundai Ioniq 6 und Kollegen in den Schatten stellen. Wir stellen im Test Mazdas elektrische Schrägheck-Limousine ins Rampenlicht.
CarCoach-Schnellcheck
Mazda6e
Stärken:
- formidable elektrische Fahrleistung
- viel Sicherheit & Komfort
- prächtige Ausstattung
- erfreulich praktisch und geräumig
- formvollendetes Design
Schwächen:
- schwache Ladeleistung EV6 Long Range
- keine herausragende Effizienz
- Bedienung teils umständlich
"Komfortabel, stilvoll und souverän – so fährt sich der Mazda6e."
▶ Karosserie & Design
Kraftvolle Front, geschmeidiges Heck – formvollendete Eleganz
Bei den Verbrennern steht die technische Innovationskraft Mazdas außer Frage. Zuletzt hat sie der Hersteller mit seinem Diesel-Ottomotoren “Skyactiv X” bewiesen. Der Mazda6e soll zeigen, dass man in Fuchū auch elektrische Energie gekonnt in Bewegung umsetzen kann. Beim ersten Rendevouz mit dem batterieelektrischen Mittelklasse-Modell sticht uns aber eine andere Tatsache ins Auge: Dass Mazdas Designer erneut ihr Auge für Stil und Handwerkskunst beweisen.
Die 4,92 Meter lange, 1,89 Meter breite und 1,49 Meter hohe Schrägheck-Limousine namens Mazda6e strahlt rundum Eleganz und Klasse aus. Die Silhouette ist betont schlank gehalten, die Dachlinie der Form eines Coupes nachempfunden. Hinten mündet sie in ein hohes, geschmeidiges Heck – mit einem elektrisch ausfahrbaren Spoiler und einer praktischen Heckklappe.
Vorne setzt der Mazda6e verstärkt auf scharfe Kanten und ausdrucksstarke Formen – ein gelungener Kontrast zum schwungvoll geformten Heck. In Szene gesetzt wird die Frontpartie vom dynamisch beleuchteten “Signature-Wing”. Das Leuchtband umspielt den unteren Rand des Kühlergrills; und geht außen elegant in außergewöhnlich schmale LED-Scheinwerfer über.
▶ Innenraum & Ausstattung
Große Türen, tiefe Sitzposition und charmant viel Platz im Fond
Die Türgriffe integriert Mazda beim 6e auf ähnlich elegante Weise in die Karosserie. Sie verschwinden bündig im Blech, wenn sie nicht gebraucht werden. Zum Einsteigen benötigen wir sie; dazu fahren sie aus. Mazdas elektrische Mittelklasse-Limousine offeriert uns vier zuvorkommend große Türen. Trotzdem ist das Einsteigen kein Spaziergang. Die Sitzflächen liegen um einiges tiefer als in einem SUV. Aber: Die tiefe Sitzposition ist ein Wesensmerkmal eines viertürigen Coupes.
Ein weiteres Kennzeichen eines Gran Turismo ist üblicherweise ein eingeschränktes Platzangebot: im Fond und im Kofferraum. Der Mazda6e vermeidet diese Einschränkungen. Mit einer Größe von knapp 1,90 Metern können wir uns auf den Rücksitzen jedenfalls nicht über zu wenig Kopffreiheit beschweren. Mitverantwortlich dafür ist das riesige Panorama-Glasdach; es hellt den Innenraum auch optisch auf.
Heckklappe eröffnet die praktischen Vorzüge eines 5-Türers
Im Heck erweist sich die praktische Heckklappe als Vorzug; mit ihr avanciert der Mazda6e zum Fünftürer. Mit dieser wertvollen Eigenheit können auch der BMW i4 und der A6 Sportback e-tron aufwarten. Der Mercedes CLA EQ und der Hyundai Ioniq 6 setzen hingegen auf den klassischen Deckel – mit einer dementsprechend kleinen Öffnung. Das Stauraumvolumen des Mazda liegt mit 466 Litern im Bereich der Mitbewerber.
Der BMW i4 verstaut 470, der A6 Sportback e-tron 502 Liter. Wie der Mazda6e kann er unter der Motorhaube außerdem mit einem Frunk dienen; beim Audi fasst er 27, beim Mazda 72 Liter. Diese Qualitäten bringt der ʺ6e" ab Werk, d.h. in der “Takumi”-Ausstattung, mit. Sie beinhaltet außerdem: das bereits erwähnte, getönte und gut isolierte Glasdach; sowie sehr bequeme Sitze.
Der Fahrersitz ist 10-fach, der Beifahrersitz 4-fach elektrisch verstellbar. Beide sind beheizbar, klimatisiert und mit feinem Kunstleder bezogen bzw. Ziernähten veredelt. Diese Kombi finden wir auch auf der Mittelkonsole, im Armaturenbrett und in den Türverkleidungen. Kurzum: Bereits die Serien-Einrichtung beeindruckt mit ihrer Material- wie Verarbeitungsqualität. In der “Takumi Plus”-Ausstattung legt der Mazda in beiden Bereichen weiter zu.
Mustergültig verarbeitetes und vorzüglich ausgestattetes Interieur – mit teils umständlicher Bedienung
Die zentralen Infotainment- wie Komfort-Extras sind beim Mazda6e wiederum serienmäßig verbaut. Die 2-Zonen-Klimaautomatik, das induktive Ladefach und die kabellose Smartphone-Integration fallen in dieser Klasse in die Pflicht – ebenso wie ein Digitalinstrument und ein Navigationssystem. Das Kombiinstrument ist gut 10 Zoll groß, gut ablesbar und übersichtlich gestaltet. Der Touchscreen des Navis misst 14,6 Zoll und ist angenehm positioniert.
Auch er präsentiert sich übersichtlich und liefert eine feine Rückmeldung. Dem minimalistischen Innenraum-Designansatz sind aber alle manuellen Schalter und Regler zum Opfer gefallen – leider. Einfache Aufgaben wie die Regelung der Temperatur oder Lautstärke fallen so schwerer als nötig. Das serienmäßig installierte Head-up-Display ist zweifelsohne ein ergonomischer Gewinn. Es glänzt mit einer virtuellen Größe von 50 Zoll und übersichtlichen AR-Einblendungen.
▶ Motor & Antrieb
Elektrische Fahrleistung passt zur erhabenen Erscheinung
Die Pflicht hat der Mazda6e im Test bravourös erfüllt – die Kür steht noch aus. Bei ihr liegt die Latte mittlerweile sehr hoch: auf einem Spannungsniveau von 800 statt 400 Volt. Auf diesem Niveau agieren u.a. die Antriebe des A6 Sportback e-tron, des CLA EQ und des Ioniq 6. Mazda belässt es beim “6e” wie BMW beim i4 bei 400 Volt. Der Bayer fährt damit gut – wie ergeht es dem Mazda? Leistungsmäßig mehr als passabel.
Im 6e EV leistet die Permanentmagnet-Synchronmaschine 258, im EV Long Range 245 PS: das Drehmoment kulminiert jeweils bei 320 Nm (Energieverbrauch (kombiniert) 16,5 bis 16,6 kWh/100 km, CO2-Emission (kombiniert) 0 g/km, CO2-Klasse A). Mit dieser Leistung bewegen sie den Mazda 6e in 7,6 bzw. 7,8 Sekunden von 0 auf 100; sowie höchstens auf 175 km/h. Die Konkurrenten haben es allesamt eiliger – für uns passt der geschmeidig nachdrückliche Antritt des 6e wunderbar zum Gesamtkonzept des Fahrzeugs.
▶ Komfort & Fahrgefühl
Geschmeidiger Komfort, gute Effizienz, mittelmäßige Reichweiten & ʺLong Range" mit zu schwachem Lader
Der Verbrauch des Mazda6e ist vergleichbar mit dem eines BMW i4 und Ioniq 6. Er liegt kaum höher und bleibt im Test selbst mit Ladeverlusten ohne Weiteres unter 20 kWh. Im Vergleich mit dem MX-30 bedeutet das eine erfreuliche, aber auch höchst notwendige Effizienzsteigerung. Dass es noch um einiges sparsamer geht, beweisen der A6 Sportback e-tron und vor allem der Mercedes CLA EQ. Er verbraucht ca. 4 kWh weniger.
Bei der Reichweite und erst recht beim Laden vergrößert sich der Abstand zu den Mitbewerbern leider. Zum einen verbaut Mazda kleinere Akkus. Der günstigere LFP-Akku des ʺEV" speichert 69 kWh, die ʺNCM"-Batterie des ʺEV Long Range" immerhin 80. Die WLTP attestiert ihnen 479 respektive 552 km Ausdauer. Der CLA EQ schafft mit seinem 85-kWh-Akku beinahe 800 Kilometer – und er lädt mit maximal 320 kW.
Beim Laden leistet sich Mazda mit dem 6e EV Long Rang einen unverständlichen Patzer. Der bessere und größere Akku kann nur mit 90 kW geladen werden – da schaffen die meisten Mini-SUVs mehr. Der ʺEV" lädt mit 165 kW in 24 Minuten, das passt. Der ʺEV Long Range" braucht doppelt so lange: das passt nicht. Die Abstimmung des Mazda6e ist hingegen wie das Design wieder aus einem Guss. Die elegante Limousine federt geschmeidig, und liegt dank ihres tiefen Schwerpunkts zugleich agil und stabil.
Das Sicherheits-Level des Mazda6e ist seinerseits so wie die restliche Ausstattung: bereits ab Werk exzellent. Die elektrisierende Stufenheck-Limousine ist serienmäßig gleich mit 9 Airbags ausgestattet; inklusive eines großen Centerairbags im Cockpit. Aktiv assistieren dem Fahrer u.a. ein Querverkehrswarner und ein Spurwechselassistent.
▶ Kosten
Preis als stichhaltige Trümpfe
Den Preis des Mazda6e richtet der Hersteller am Hyundai Ioniq 6 aus. Beide Modelle starten bei rund 45.000 Euro und liegen damit im oberen Mittelfeld der elektrischen Mittelklasse. Im Vergleich dazu kosten der BMW i4 und der Mercedes CLA EQ jeweils rund 10.000 Euro mehr – bieten zwar mehr Reichweite und Ladeleistung, können dem Mazda6e in puncto Komfort und Eleganz jedoch kaum das Wasser reichen.
Fazit
Elektrisierend elegant – der Mazda6e kombiniert Stil, Komfort und Dynamik mit viel Platz und hochwertiger Ausstattung. Bequeme Sitze und das fein abgestimmte Fahrwerk sorgen für entspanntes Fahren. Schwächen zeigt er bei der Ladeleistung und Reichweite, die im Vergleich zur Konkurrenz etwas geringer ausfallen.
Geeignet für alle, die eine stilvolle, komfortable Elektro-Limousine suchen und dafür etwas längere Ladezeiten in Kauf nehmen.
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