▶ Innenraum & Ausstattung
Das Fond ist optisch weniger einengend als im C-HR – und auch real spürbar geräumiger
Beim Design des C-HR+ ist es Toyota trefflich gelungen, sich an die Ästhetik des C-HR anzulehnen – und doch klar von ihr abzuheben. Im Innenraum hoffen wir auf ein ähnlich glückliches Händchen der Autobauer aus Toyota. Beim C-HR hatten wir im Test z.B. das Gefühl, hinten wie in einer engen Höhle zu sitzen. Das Gefühl ist im C-HR+ spürbar weniger beklemmend.
Die hohe Schulterlinie und die breiten C-Säulen lassen die Freiräume allerdings auch im elektrischen Crossover enger erscheinen als sie sind. Im C-HR+ sind sie real noch um einiges großzügiger als im C-HR. Die Beinfreiheit profitiert hinten vom über zehn Zentimeter längeren Radstand. Die Köpfe haben im elektrische Coupe-High-Rider ebenfalls mehr Spielraum – genug für knapp 1,90 Meter große Fahrgäste.
Auch beim Kofferraumvolumen und der Materialqualität ein Plus gegenüber dem C-HR
Größer als beim C-HR ist beim C-HR+ außerdem der Kofferraum: sofern wir bei ersterem das PHEV als Vergleichsmaßstab heranziehen. Der C-HR+ verstaut im Heck 416 Liter. Der C-HR nimmt als Plug-in-Hybrid 350 Liter mit; als HEV allerdings 447. Wie halten es die Herausforderer mit dem Stauraum? Der EX40 von Volvo stimmt mit Toyota überein; er offeriert 410 Liter. Mercedes stattet den EQA hingegen mit 340 Litern, also erheblich weniger Volumen.
Peugeot liegt mit seinem e-3008 und dessen 520 Litern auf der anderen Seite der Skala. Auf der Qualitätsskala will Toyota mit dem C-HR+ offenbar auch höher hinaus wie mit dem C-HR. Der Innenraum des elektrischen Modells wirkt hochwertiger und um einiges moderner eingerichtet. Die wesentlichen Elemente, vor allem die Anzeigen, sind zumal eine Nummer größer.
Basisausstattung: ein eigenwilliges Digitaldisplay, ein Klimaautomatik sowie ein Navi mit großem Touchscreen und einer einfachen Bedienung
Wie gelungen die Anzeigen positioniert sind ist eine andere Frage. Bei der Position des digitalen Kombiinstruments sind wir unschlüssig. Toyota hebt es im C-HR+ aus dem Armaturenbrett heraus und versetzt es nahe an die Windschutzscheibe. Einerseits sind die zentralen Infos damit direkt in unserem Blickfeld; andererseits wird durch diese Position das Blickfeld leicht eingeschränkt. Die bessere Lösung wäre sicherlich ein Head-up-Display.
Die Herauslösung des zentralen Touchscreens aus dem Armaturenbrett empfinden wir hingegen als gelungen. Das Display ist schlichtweg einfacher zu erreichen. Als Vorteil gegenüber dem C-HR erweist sich auch die größere Diagonale und die höhere Auflösung; die Diagonale misst satte 14 Zoll. Klug gelöst hat Toyota außerdem die Integration der Drehregler für die Lautstärke und Temperatur: im unteren Bereich des Touchscreens.
Als richtige Entscheidung erweist es sich im Test auch, dass Toyota in der Mittelkonsole serienmäßig zwei kabellose Ladeschalen installiert. Das beugt innerfamiliären Ladekonflikten vor. Die separat regulierbar Sitzheizung und die Klimaautomatik mit 2-Zonen-Regelung sind dem Haussegen ebenso ab Werk zuträglich. Und auch die serienmäßig kabellose Smartphone-Integration läuft ohne Konflikte. Mit dem optionalen Panorama-Glasdach lässt sich die Stimmung im C-HR+ weiter aufhellen.