Seat Ibiza Cupra Test (2016): Der Kleinwagen mit dem Übermotor

Cupra, kurz für Cup Racing, das ist das Signum, mit dem Seat seit Mitte der 1990er Jahre die knackig-sportlichen Varianten seiner Serienmodelle ausweist. Der erste Seat, dem diese Auszeichnung zu Teil wurde, war 1996 der kleine Ibiza. 20 Jahre danach haben die Spanier diesen neu aufgelegt. Basis ist wie beim Vorgänger der 4. Jahrgang – der aufgefrischte Seat Ibiza Cupra verbirgt aber so manche Überraschung unter der Haube. Welche, lesen Sie in unserem Test.

Cup Racing jetzt mit 1,8 Litern und 192 PS

Seat Ibiza Cupra 2016 außen statisch  vorneWie kann ein Cupra-Modell seine Fahrer am besten überraschen und am meisten entzücken? Natürlich mit einem gelungenen Motorenupdate. Das weiß auch Seat und deshalb haben sich die Spanier mächtig ins Zeug gelegt, um dem Cupra spürbar mehr Pferde zu spendieren. Auf der Suche nach mehr Leistung hat man sich dabei in den heiligen Audi-Antriebshallen in Ingolstadt umgesehen. Gefunden hat Seat dort den 1.8 TSI, einen Vierzylinder, der auf 1.798 cm³ Hubraum zurückgreifen kann. Das ist immerhin fast ein halber Maßkrug mehr als der alte Antrieb, der 1.4 TSI: da sollte doch das ein oder andere Pferdchen mehr herauslocken lassen. Und in der Tat: Seat hat 12 zusätzliche PS, konkret 192 statt 180, gefunden.

Mehr PS, aber auch mehr Drehmoment

Seat Ibiza Cupra 2016 technik motorEinen erheblich größeren Leistungssprung berichten die Spanier aber vom Drehmoment. Das beträgt jetzt maximal 320 Nm, also stolze 70 mehr als beim Vorgängermotor. Dieser Zuwachs ist aber nicht allein dem höheren Hubraum zu verdanken, sondern auch dem Verzicht auf das Automatikgetriebe. Der fette Leistungskuchen wird im neuen Ibiza Cupra nämlich per Hand über das knackige Sechsgang-Getriebe portioniert. Die Handschaltung hat drei Vorteile: Sie kostet weniger, sie spart Gewicht – und sie drosselt das Spitzendrehmoment nicht. Was das bringt, zeigt bspw. der Blick auf den Polo GTI. Denn VW bietet für den mit demselben Motor ausgestatteten Kleinwagen auch ein DSG an. Und in der Konfiguration wirft der 1.8 TSI nur 250 Nm auf die Kurbel.

Manuelles Getriebe macht den Cupra spritziger

Seat Ibiza Cupra 2016 schaltknüppel cockpit

Im Ibiza Cupra kommen wir hingegen in den Genuss des vollen Drehmoments – und zwar zwischen 1.450 und 4.200 Touren. Der breite Drehmomentgipfel und die verschiedenen Fahrmodi schaffen dabei ungeahnte Freiheiten: bei der Wahl der Gänge, der Fahrweise und der Klanggestaltung. So kann man mit dem Ibiza Cupra bei 80 km/h z.B. ohne Probleme im sechsten Gang überholen. Man kann dank einer Höchstgeschwindigkeit von 235 Stundenkilometern auf der Autobahn lockern einen A6 mit Basismotor abhängen; oder ein 420i 4er Coupé beim Spurt von 0 auf 100 in 6,7 Sekunden ausbeschleunigen, wenn man im Sportmodus die Direkt- und Saugrohreinspritzung zusammen ein tiefes Brummen erzeugen lässt.

Kleinwagen mit einer Übermotorisierung machen Spaß

Seat Ibiza Cupra 2016 außen dynamisch hintenDas sind einige sehr gute Gründe, die für die deftige Übermotorisierung eines Kleinwagens sprechen: Ein weiterer wäre: 182 PS auf 1.260 Kilo machen einfach Spaß, sehr viel Spaß. Das aber liegt nicht nur am Motor des Ibiza Cupra, auch das erheblich feiner abgestimmte Fahrwerk und die verbesserte Traktion haben daran ihren Anteil. Letztere ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass fast 62% des Gewichts auf den Vorderrädern liegen. Außerdem erhöht das elektronische Speerdifferential XDS den Grip und die Fahrstabilität. Es bremst das innere Vorderrad gezielt ab, wenn der Cupra Richtung Kurvenausgang zu schieben beginnt. Wie stark das Differential eingreift, lässt sich mit der Wahl der beiden Fahrmodi „Normal“ und „Sport“ bestimmen. Dabei verändert sich nicht nur die Kennung des XDS, sondern auch die des Motors, der elektromechanischen Servolenkung und der Federn und Dämpfer.

Ein Fahrwerk mit zwei Seiten

Seat Ibiza Cupra 2016 außen seite dynamischDank dieses „Drive-Select“-Systems ist der Ibiza Cupra nun viel alltagstauglicher geworden, gerade was den Federungskomfort betrifft. Im Normal-Modus bietet er ausreichend Komfort für die Fahrt über die holprigen Asphaltteppiche und Pflastersteine der Stadt. Im Sport-Modus ist die Abstimmung hingegen so steif, dass der Ibiza leichtfüßig die kurvenreichsten Pässe erklimmt. Dass dabei der Verbrauch in die Höhe schießt, ist unvermeidlich. Die 6,0 Liter (139 Gramm CO2/km) nach Norm und 8,2 Litern im Test sind letztlich aber das einzige, was sich fahrtechnisch gegen den Ibiza Cupra und seinen „Übermotor“ ins Treffen führen lassen.

Ibiza Cupra Cockpit: so lässt sich Fahrspaß genießen

Seat Ibiza Cupra 2016 innen cockpitAber auch in puncto Design und Innenraumgestaltung gibt der neue Ibiza Cupra wenig Grund zu klagen. Die Schaltzentrale haben die Spanier übersichtlicher und hochwertiger gestaltet, per „Full-Link“-Technolgie lässt sich der kleine Flitzer jetzt außerdem mit allen möglichen externen Geräte koppeln. Die Sportsitze sorgen bei hohen Kurvengeschwindigkeiten für den passenden Seitenhalt und offerieren auf längeren Ausfahrten genügend Komfort.

Seat Ibiza Cupra 2016 infotaiment mittelkonsoleBeim Stauraumvolumen war Seat mit 284 bis 930 Litern indes weniger spendabel; doch auch ein VW Polo GTI (204 bis 882 Liter) und ein Ford Fiesta (290 bis 974 Liter) zeigen sich diesbezüglich ähnlich geizig. Dafür haben die Spanier bei den Sicherheitsassistenten nicht gespart: Der Ibiza Cupra parkt dank Ultraschall sicher ein, warnt bei Müdigkeit frühzeigt – und bremst im Falle eines Unfalls von selbst.

Technische Daten des Modells:
PS-Anzahl: min. 192 PS max. 192 PS
kW-Anzahl: min. 141 kW max. 141 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell
Kraftstoffart: Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 6,2 l/100km max. 6,2 l/100km
CO2-Emission: min. 145 g/km max. 145 g/km
Effizienzklasse: min. D max. D
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 23.060 Euro
Link zum Konfigurator: http://www.meinauto.de/seat/neuwagen/547-ibiza/angebote/ibiza-cupra/konfigurator

Fazit zum kleinen spanischen Sportler

Seat Ibiza Cupra 2016 außen dynamisch vorneDer neue Seat Ibiza Cupra ist zwar ein Kind des Winters, aber wahrlich kein Kind von unterkühltem Temperament. Dafür sorgt vor allem das größere und stärkere Herz, der 1.8 TSI. Außerdem hat Seat auch das Fahrwerk und den Innenraum noch einmal verbessert. Bei MeinAuto.de kostet der Ibiza Cupra 17.484 Euro. Das Standardmodell des Seat Ibiza startet ab 10.133 Euro. (nau)

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