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Nissan Interstar (Test 2022): Großes LCV für Zwischendurch oder den Vollzeit-Einsatz?

Bis Ende 2021 trugen Nissans kleine Nutzfahrzeuge nüchtern-nützliche Namen. Der NV-300 war in der “5-8 m³”-Klasse tätig, der NV-400 in der “8-10 m³”-Kategorie. Ein Neuankömmling, der City-Transporter Townstar, brachte dann frischen Wind ins Sortiment. Mit ihm kehrte Nissan zu den griffigeren Namen zurück. Aus dem NV-300 wurde der Primastar, aus dem NV-400 der Interstar. Wir haben den VW-Crafter-Gegner Nissan Interstar im Test.

Interstar Nissan

© Nissan

Inhalt


  1. Stärken und Schwächen im Schnellcheck
  2. Technische Daten
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Fazit

    Interstar Nissan

    © Nissan

    Der Nissan Interstar im Schnellcheck

    Stärken

    1. Außergewöhnlich variantenreich
    2. Diesel mit Front- und Heckantrieb
    3. Großes Ladevolumen von bis zu 17 m³
    4. Hohe Nutzlast (maximal 1,56 Tonnen)
    5. Vier Ausstattungslinien

    Schwächen

    1. Keine Elektro-Variante
    2. Wenige hochwertige Assistenzsysteme

    Interstar Nissan

    © Nissan

    Neuer alter Namen, neue alte Gegner

    Wie schon beim NV-300 alias Primastar ist auch die Bezeichnung für den größten Kleintransporter im Nissan-Sortiment nicht neu. Zwischen 2002 und 2010 stellte das große LCV der Marke bereits unter derselben Bezeichnung zu. Der Kooperationspartner bei der Entwicklung war dereinst ebenfalls derselbe wie heute: Renault, konkret dessen großer Kleintransporter Master. In seiner Zeit als NV-400 war der Nissan zumal lange baugleich mit dem Opel Movano. Der scherte 2021 jedoch aus der Dreisamkeit aus. Die jüngste Movano-Generation ist technisch wieder aufs engste mit dem Citroen Jumper, Peugeot Boxer und Fiat Ducato verknüpft.

    Dieses Trio zählt auch zu den stärksten Herausforderern des Nissan Interstar. Hinzu kommen noch der VW Crafter, der Mercedes-Benz Sprinter und der Ford Transit. Der engste Verbündetet bleibt der Renault Master III: denn technisch hat sich beim Interstar/NV-400 durch den Namenswechsel nichts verändert. Die Basis bleibt der Master III, der 2010 debütierte. Das klingt alt, aber der Master und seine Plattform erweisen sich wieder und wieder als höchst anpassungsfähig. So fährt Renault’s LCV auf Wunsch seit 2017 rein elektrisch: mittlerweile dank eines 52 kWh großen Akkus rund 240 Kilometer.

    Interstar Nissan

    © Nissan

    Nissan setzt weiter auf Dieselmotoren

    Nissan hatte den batterieelektrischen Antrieb des Master Z.E. bis dato noch nicht übernommen – und der Interstar bleibt dieser Linie vorerst treu. Das Feld der E-Transporter überlässt man dem Muttermodell; und den anderen Konkurrenten: vom Opel Movano-e bis zum e-Crafter. Nissan und der Interstar vertrauen stattdessen weiter ganz auf die Kraft des Dieselkraftstoffs. In Vortrieb umgewandelt wird er in einem Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,3 Litern Hubraum: in insgesamt acht Antriebsvarianten. Fünf Antriebe entfallen auf den Interstar Kastenwagen mit Frontantrieb.

    Bei den Ausführungen mit Fahrgestell sieht die Motorisierung etwas anders aus. Wir wollen uns aber auf den Kastenwagen konzentrieren. Den Interstar KaWa mit Frontantrieb motorisieren entweder: der dCi 110 mit 110 PS und 330 Nm, der dCi 135 mit 135 S und 360 Nm; sowie der dCi 150 mit 150 PS und 385 Nm respektive der dCi 180 mit 180 PS und 400 Nm (Kraftstoffverbrauch kombiniert: aktuell keine Werte verfügbar). Alle vier erfüllen die Schadstoffklasse Euro 6d, alle vier arbeiten ab Werk mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe zusammen – der dCi 180 als einziger auf Wunsch auch mit 6-Gang-Automatik.

    Interstar Nissan

    © Nissan

    Unterschiedliche Leistungen mit Front- und Heckantrieb

    Für die Automatik stellt Nissan 950 Euro in Rechnung; außerdem ist sie einigen wenigen Varianten vorbehalten, etwa den Kastenwagen L2H2, L3H2 oder dem L3H3. Ihr größter Vorzug ist der höhere Schaltkomfort. Die Vorteile der manuellen 6-Gang-Box sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Die kleine Übersetzung in den unter Gängen erhöht die Zugkraft, die größere im sechsten Gang senkt die Geräusche in der Kabine. Dass der Schalthebel nicht auf dem Boden, sondern am Armaturenbrett installiert ist, schafft für die Füße mehr Platz.

    Zurück aber zu den Motoren. Nissan liefert seinen Interstar KaWa auf Wunsch auch mit Heckantrieb aus: mit Einfach- oder Zwillingsbereifung. Der Selbstzünder ist von der gleichen Bauart wie bei den Frontantriebsmodellen. Allerdings wird er mit anderen Leistungswerten angeboten: konkret als dCi 130 mit 130 PS und 330 Nm, als dCi 145 mit 145 PS und 360 Nm; sowie als dCi 165 mit 165 PS und 380 Nm (Kraftstoffverbrauch kombiniert: aktuell keine Werte verfügbar). Alle drei Diesel genügen der Euro Norm Vie für Nutzfahrzeuge mit Lkw-Zulassung ab 3,5 Tonnen.

    Interstar Nissan

    © Nissan

    Variantenreich, transportfreudig und zugkräftig

    Die hervorragende Stärke der Interstar-Modelle mit Heckantrieb ist: sie können eine höhere Last transportieren und sie gleichmäßiger bzw. sicherer verteilen; mit Zwillingsreifen ziehen sich zudem noch schwerere Anhänger (bis 3,5 Tonnen). Der Frontantrieb hat hingegen den Vorteil, dass das Gewicht des Interstar sinkt. Das senkt den Verbrauch; das niedrigere Chassis ermöglicht zumal größere Laderaumvolumina. Sie variieren beim Kastenwagen mit Frontantrieb zwischen 7,8 und 14,8 m³ – je nachdem, für welche Länge und Höhe man sich entscheidet.

    Die Wahlmöglichkeiten sind schier unendlich. Nissan liefert den Interstar in drei verschiedenen Längen zwischen 5,05 und 6,2 Metern aus; zudem mit drei Radständen zwischen 318 und 4,33 Zentimetern – sowie in drei Höhen zwischen 2,31 bis 2,75 Metern. Die Länge des Laderaums misst zwischen 2,58 und 3,73, die Höhe zwischen 1,70 und 2,14 Metern; zwischen den Radkästen sind 138 Zentimeter Platz. Das vergleichsweise geringe Leergewicht des Interstar mit Frontantrieb ermöglicht zumal eine Nutzlast von fast 1,6 Tonnen.

    Interstar Nissan

    © Nissan

    Nissan bietet den Interstar in vier Ausstattung an

    Wer insgesamt noch mehr Ladegut befördern will, der wird zum Nissan Interstar KaWa mit Heckantrieb greifen. Er ist mit einer Länge von 6,20 oder 6,85 Metern (L3 und L4) im Einsatz und verstaut bis zu 17 m³; die Nutzlast ist auf maximal 1,2 Tonnen limitiert. Der Interstar mit Frontantrieb lädt also höhere Lasten. Ein weiterer Pluspunkt ist die mit 56 Zentimetern spürbar niedrigere Ladekante; beim Heckantriebsmodell liegt sie auf 68 bis 70 Zentimeter. Er ist deshalb auch eher die erste Wahl für Spezialaufbauten. Und was sollte die erste Wahl bei der Ausstattung sein?

    Auch in dieser Beziehung geizt der Nissan Interstar nicht mit Möglichkeiten. Neben der Basis-Ausstattung ″Visia″ bieten sich noch die Linien ″Acenta″, ″N-Connecta″ und ″Tekna″ an. Der Interstar Visia ist pragmatisch eingerichtet: u.a. mit einem höhenverstellbaren Fahrersitz, einer Doppelbank auf der Beifahrerseite; elektrischen Fensterhebern und einem Bluetooth-Radio. Die Trennwagen zum Laderaum ist geschlossen und ohne Fenster, auch die 180° öffnenden Hecktüren sind wie die Schiebetür rechts verblecht. Dafür sind elektrische Fensterheber und ein Seitenwind-Assistent Serie.

    Topausstattung mit Klimaautomatik, Navi uns Sitzheizung

    Im Interstar Acenta verbaut Nissan bereits eine manuelle Klimaanlage, einen akustischen Einparkhelfer und einen Tempopiloten. Der Fahrersitz erhält eine Lendenwirbelstütze, die Doppelbank daneben kann auch als schwenkbare Arbeitsfläche genutzt werden. Der Interstar N-Connecta wird seinem Namen mit einem vernetzten 7-Zoll-Infotainmentsystem gerecht. Die Rückfahrkamera ist bei einem Kasten wie dem Interstar auch von großem Vorteil. Ob es in einem Kastenwagen eine Klimaautomatik braucht, ist eine andere Frage – der Konzentration des Fahrers schadet sie jedenfalls nicht.

    Neben der Klimaautomatik bietet die Topausstattung ″Tekna″ außerdem das ″Nissan Connect″-Navigationssystem mit Live-Verkehrsinfos. Der Spurhalte-Assistent und der Totwinkelwarner tragen zur Sicherheit bei; die Sitzheizung und die induktive Smartphone-Ladestation erhöhen den Komfort. Diese Extras erhöhen indessen auch den Preis. Als ″Tekna″-Modell kostet der Interstar rund 8.000 Euro mehr als in der Grundausstattung. So oder so zählt der Nissan Interstar aber zu den günstigsten und vielseitigsten Vertretern seines Standes.

    Technische Daten des Nissan Interstar


    PS-Anzahl: min. 110 PS max. 180 PS
    kW-Anzahl: min. 81 kW max. 132 kW
    Antriebsart: Heckantrieb, Frontantrieb
    Getriebeart: Manuell, Automatik mit manuellem Modus
    Kraftstoffart: Diesel
    Verbrauch Diesel: 8,4-14,0 l/100 km
    CO₂-Emission: 220-368 g/km
    Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
    Listenpreis: ab 37.247 Euro
    Stand der Daten: 20.06.2022

    Konkurrenzmodelle


    Vielseitige und günstige Nutzfahrzeuge wie der Nissan stehen unter den Neuwagen in unserem Onlineshop dicht gedrängt. Drei Beispiele: der VW Crafter KaWa ab 25.239 Euro und 32 %; der Citroen Jumper Kastenwagen ab 21.594 Euro und 31 %; oder der Opel Movano ab 22.188 Euro und 39 % Neuwagenrabatt (jeweils exkl. USt.). Bei der Finanzierung ist die Auswahl ebenso attraktiv, bspw. mit unserem Autoleasing ab 0,49 %.

    Unser Fazit zum Nissan Interstar


    MeinAuto.de-Redakteur: Norbert Auer | 29.04.2022
    Der Nissan Interstar ändert 2022 seinen Namen – seine Stärken bleiben unverändert erhalten. Der große Kleintransporter ist unglaublich vielseitig und variantenreich: sprich jederzeit für einen Vollzeiteinsatz bereit. Die Laderaumvolumina und Nutzlasten decken alle erdenklichen Einsatzgebiete ab, auch dank des optionalen Heckantriebs. Bei den Antrieben setzt Nissan weiter auf Dieselmotoren – das hält den Preis erfreulich klein. Bei MeinAuto.de packt der neue Interstar ab 19.833 Euro an (ohne USt.) – 39 % bzw. knapp 12.200 Euro unter dem Listenpreis.

         
    5 von 5 Punkten


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