Kia Sportage IV im Test (2018): das klassische Familien-SUV kommt in Schwung

Kia mischt mit dem Sportage seit Anfang der 1990er in der Kompakt-SUV-Klasse mit. Vom heutigen Chef im Ring, dem VW Tiguan, fehlte damals noch jede Spur. Die unmittelbaren Gegner des Koreaners waren und sind jedoch (noch) andere. Zu ihnen zählen Mitstreiter aus dem Fernen Osten wie der Nissan Qashqai oder der nächste Anverwandte, der Hyundai Tucson; und Modelle wie der Renault Kadjar. Mit welchen Mitteln sich die 2016 eingeführte vierte Sportage-Generation gegen sie durchsetzen will? Ein Testbericht:

Generation 4 – das Aussehen passt endlich zum Namen

kia-sportage-2018-ausen-vorneSeit seinem Debüt trägt der Kia Sportage einen der vitalsten Namen im Metier – einer der vor Umtriebigkeit und Tatendrang strotzt. Allein die Form wollte bislang nicht dazu passen. Diese Unstimmigkeit haben die Koreaner dem kompakten Crossover in der vierten Reihe ausgetrieben. Zum einen wurde der neue Sportage um einige Zentimeter gestreckt. Mit einer Länge von 4,48 und einem Radstand von 2,67 Metern hat er jetzt die Maße des Tiguan II. Zum anderen hat man dem SUV Kontur verliehen: vorne bspw. durch einen ebenso eleganten wie feingliedrigen Kühlergrill und schnittige Scheinwerfer; seitlich mit Hilfe prägnanter Lichtkanten. Den schwungvollsten Eindruck hinterlässt der Kia in der „GT Line“, in der an den Flanken zusätzliche Zierleisten und an der Front vierfach LED-Nebelscheinwerfer ungewohnte Akzente setzen. Aus dem fernöstlichen Billigheimer ist eine Marke mit Stil geworden – das Aussehen des neuen Kia lässt daran keinen Zweifel.

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kia-sportage-2018-innen-cockpitInnen spüren wir diesen Anspruch ebenso umgehend. Die verbauten Materialien sehen hochwertig aus und greifen sich auch so an; die Spaltmaße sitzen. Die Formensprache des Interieur ist ruhiger und getragener als die des Exterieurs. Das hat eine beruhigende Wirkung. Bestärkt wird diese nerven-schonende Ausstrahlung durch die übersichtliche, unmittelbar eingängige Bedienung. In den höheren Ausstattungen fehlt es dem Sportage auch nicht an Noblesse. Leder-Applikationen und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik tauchen in der „Spirit“-Linie erstmals auf. Beheizbare Sitze – vorne wie hinten – und ein Navi mit 7-Zoll-Touchscreen, Infotainment sowie vollwertiger Smartphone-Integration gehören in der dritten von sechs Linien zur Werksausstattung. Im Basismodell „Attract“ verbaut Kia ein CD-Radio sowie ein Leder-Lenkrad und einen ebenso veredelten Schaltknauf.

Kia Sportage: viel Platz & Stauraum

kia-sportage-2018-innen-sitzeEin großzügig bemessenes Platzangebot sorgt im neuen Sportage dafür, dass diese technischen Feinheiten ungestört genutzt werden können. Bevor man in den Genuss der Bewegungsfreiheit kommt, muss beim Einsteigen vorne ein vergleichsweise hoher Schweller; und hinten ein ungewohnt massiver Radkasten überwunden werden. Diese Einstiegsmühen werden aber belohnt: Mit angenehm gepolsterten Sitzen, in denen es sich – vorne wie hinten – selbst mit weit über 1,80 Meter Körpergröße gemütlich reisen lässt. Die Variabilität des gebotenen Freiraums ist mit asymmetrisch umklappbaren und in der Neigung verstellbaren Rücksitzlehen durchschnittlich. Für die Rundumsicht gilt nämliches. Und wie schlägt sich der Kofferraum des Sportage? Sportlich. Mit 503 bis 1.492 Litern mischt er in der Standard-Konfiguration an der Klassenspitze mit; im Vollausbau mangelt es etwas an Volumen. Klar wird das durch den Blick zur Konkurrenz: Der Tiguan II fasst 615 bis 1.655 Liter, der Qashqai 430 bis 1.585 und der Ford Kuga 456 bis 1.653 Liter. Die Stärke des Sportage-Heckabteils liegt allerdings in seiner Zugänglichkeit.

kia-sportage-2018-innen-kofferraumZu verdanken ist sie a) der breiten Öffnung und b) dem ausgeklügelten Zugangssystem. Die elektrische, sensorgesteuerte Heckklappe verlangt beim berührungslosen Öffnen keine Hampelmann-Einlagen – es genügt, ein paar Sekunden in der unmittelbaren Nähe der Heckklappe stehen zu bleiben. Die schlechte Nachricht: Das System ist nur in der „Platinum“-Topausstattung Serie; und als Zusatzpaket nicht für alle Antriebe erhältlich. Erfreulich ist dagegen, dass das Umlegen der Rücksitzlehnen keine Stufe im Ladeboden hinter-; und ein variabler Ladeboden die innere Ladekante verschwinden lässt. Die äußere Ladekante ist mit einer Höhe von 73 Zentimetern indes in einer sportlich ambitionierten Höhe angesiedelt. Schweres Gepäck muss mit Schwung eingeladen werden.

Fahrwerk verbessert – den Motoren fehlt weiter die Effizienz

kia-sportage-2018-innen-sitze-rueckbankSchwung ist ein gutes Stichwort, um in den letzten Testabschnitt einzubiegen. In dem sehen wir uns an, wie es um die Fahreigenschaften des Sportage bestellt ist.

  • Ins Fahren bringt ihn entweder einer von zwei Benzinern; oder einer von drei Dieselmotoren.
  • Des Weiteren stehen zwei Antriebsarten – Front- sowie Allradantrieb (2WD bzw. 4WD)
  • und drei Getriebe zur Wahl: das Standard-Sechsganggetriebe sowie eine 6-Stufen Wandler- respektive eine 7-Gang-Doppelkupplungs-Automatik (DCT 7).

kia-sportage-2018-ausen-seiteDie Kür der Ausstattungslinie beschränkt die angeführte Auswahl. In der Basisausstattung „Attract“ bietet Kia ausschließlich den direkt eingespritzten Benziner 1.6 GDI 2WD mit 132 PS, 161 Nm und manuellem 6-Gang-Getriebe an (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,7 Liter auf 100 km, 156 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Die einzige Wahlmöglichkeit für den ruhigen, aber nicht übertrieben umtriebigen Ottomotor ist das Start-Stopp-System ISG, das die Verbrauchswerte deutlich verbessert (6,3 Liter, 147 g CO2). Spürbar sportlicher geht der zweite Benziner, der per Turbo aufgeladene Vierzylinder 1.6 T-GDI mit seinen 177 PS und 265 Nm zu Werke (Kraftstoffverbrauch kombiniert 2WD/4WD: 7,3/7,6 Liter auf 100 km, 169/177 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Er beschleunigt den 1,5-Tonner in weniger als 10 Sekunden von 0 auf 100, und in der Spitze auf über 200 km/h – wahlweise auch mit Hilfe des eleganten 7-Stufen-DSG (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,6 Liter auf 100 km, 175 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D).

kia-sportage-2018-ausen-hintenDas große Manko der beiden Benziner: Der Verbrauch ist vorgestrig hoch – einen modernen Ottopartikelfilter vermissen wir gleichfalls. Die Dieselmotoren schlagen sich in dieser Hinsicht besser, brillieren können sie jedoch ebenso wenig: weder der Basisdiesel 1.7 CRDi 2WD mit 115 PS und 280 Nm (Kraftstoffverbrauch kombiniert 6-Gang/7-Stufen-DSG: 4,7/4,9 Liter auf 100 km, 124/129 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A); noch die zwei Leistungsstufen des 2.0 CRDi mit 136 oder 185 PS (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,9/6,3 Liter auf 100 km, 132/166 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A/C). Bei den Motoren hat Kia folglich weiter Arbeit vor sich – beim Fahrwerk sind die Verbesserungen indessen spürbar. Die Lenkung des Sportage arbeitet direkter, die Dämpfer und Federn feiner; nur das Sportfahrwerk der GT Line ist für ein Familien-SUV weiter zu hart abgestimmt. Bei den Bremsen ist diese Rigorosität hingegen erwünscht. Denn so bremsen sie den Crossover aus Tempo 100 nun in 36 statt 40 Metern ein. Überzeugen kann der Sportage auch mit seiner Sicherheitsausstattung – allerdings erst in den höheren Linien. In der „Spirit“-Ausstattung sind bspw. ab Werk verbaut: eine Bergabfahr- sowie Berganfahrhilfe, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Begrenzer, eine Rückfahrkamera, LED-Tagfahrlichter; außerdem ein Spurhalteassistent mit Lenkeingriff und eine Verkehrszeichenerkennung, die Geschwindigkeitsbegrenzungen beachtet. Sportler wissen es: Grenzen können gut tun.

Technische Daten des KIA Sportage:
PS-Anzahl: min. 115 PS max. 185 PS
kW-Anzahl: min. 85 kW max. 136 kW
Antriebsart: Frontantrieb oder 4×4-Allradantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 4,6 l/100km max 7,6 l/100km
CO2-Emission: min. 119 g/km max. 177 g/km
Effizienzklasse: min. A max. D
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 19.990 Euro
Stand der Daten: 23.04.2018

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum KIA Sportage Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Der Kia Sportage zeigt sich in der vierten Generation weiter verbessert. Das Design ist erstmals so, wie es sein soll, nämlich sportlich. Das Platzangebot wurde erweitert, die Ausstattung quali- und quantitativ verbessert; ebenso das Fahrwerk. Die Motoren sollten allerdings dringend sparsamer werden. Bei MeinAuto.de kostet der vierte Sportage-Spross ab 15.132 Euro, 27,8% bzw. gut 5.500 Euro weniger als im Autohaus um die Ecke.

     
4 von 5 Punkten

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