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Audi e-tron GT (Test 2022): Sieht so die Zukunft der viertürigen Coupes aus?

Audi sagt, so einen Audi gab es noch nie. Der e-tron GT ist etwas Besonderes: ein vollelektrischer Gran Turismo, ein 4,99 Meter langes, viertüriges Coupe mit Leistung und Luxus im Überfluss; mit einem Supersportler, dem Porsche Taycan, als engem Verwandten. Doch wie schnell, wie ausdauernd, wie teuer ist die große Fahrt? Die Antworten gibt uns das viertürige E-Coupe als Audi e-tron GT quattro mit 530 PS.

Inhalt

    1. Stärken und Schwächen im Schnellcheck
    2. Technische Daten
    3. Konkurrenzmodelle
    4. Fazit

© Audi

Der Audi e-tron GT quattro im Schnellcheck

Stärken

Schwächen

+ Laden: herausragende Ladeleistung und Ladezeiten dank 800-Volt-Technologie – Hoher Preis
+ Komfortables und zugleich höchst sportliches Fahrwerk – Mittelprächtige Reichweite
+ Anziehendes Design – Beengte Platzverhältnisse im Fond
+ Exzellente Fahrleistungen
+ Erstklassige Verarbeitung – auch mit nachhaltigen Materialien

Sündteures Luxus-Coupe mit eigener Fußgarage

Audi hat mit dem e-tron GT einiges vor. Das viertürige Coupe soll demonstrieren, “wie faszinierend die Elektromobilität wird”. Wir würden ergänzen: Es zeigt, wie faszinierend sie sein kann. Der Basispreis von 101.600 Euro garantiert: Für Jedermann und Jederfrau wird der Audi e-tron GT quattro eine unerschwingliche Faszination bleiben. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist das sicherlich ein Vorteil. Denn Audi’s neuer Gran Turismo ist purer Luxus – und Luxus ist per definitionem verschwenderisch. Verschwenderisch, das beschreibt das Coupe auch sehr treffend. Überbordend, extrovertiert ist bei ihm so gut wie alles, beginnend beim Design und den Abmessungen.

Der e-tron GT quattro ist 4,99 Meter lang, 1,96 Meter mit Spiegel und 2,16 Meter ohne breit. Die Achsen liegen 290 Zentimeter auseinander, die Bauhöhe misst lediglich 1,41 Meter. Die geringe Höhe überrascht, gerade bei einem E-Auto. Wo verbaut Audi die Batterie und wo setzen die Insassen ihre Füße ab? Die Füße parken in einem Bereich, den Audi als Fußgarage bezeichnet. Er entsteht durch eine Vertiefung in der Bodenplatte. Platz schafft Audi für diese Vertiefungen mit zwei Aussparungen im Batterie-Pack; das ist wie gewohnt in der Bodenplatte integriert.

© Audi

Wenig Platz im Fond – feinster Sportz-Sitzkomfort im Cockpit

Diesen Kniff nutzt auch Porsche bei seinem flachen E-Sportler Taycan. Vom Taycan übernimmt der e-tron GT außerdem den Großteil des Antriebsstrangs und der Batterieelektrik. Wir bleiben vorerst aber einmal sitzen und lassen den Antriebsstrang Antriebsstrang sein. Die Füße haben hinten in den beiden Garagen tatsächlich reichlich Bewegungsspielraum; er würde selbst für die langen Beine großgewachsener Modells reichen. Das sportlich geformte, tiefe Dach setzt hinten allerdings nach oben ein Limit. Für Köpfe wird’s ab einer Größe von 175 Zentimetern knapp.

Für größere Passagiere ist der e-tron GT quattro also ein viertüriger Zweisitzer. Fahrer und Beinfahrer bietet der aber selbst mit gut 1,90 Metern luxuriöse Freiräume. Nur seitlich engt der wuchtige Mitteltunnel die Bewegungsfreiheit ein. Gleichzeitig fühlt man sich durch den Tunnel sportlich tief ins Cockpit eingebettet. Als Bett dienen zwei komfortable Sportsitz. Sie sind mit einer Mischung aus Kunst- und Perlnappa-Leder bezogen; und können elektrisch achtwegig eingestellt werden. Der Komfort und Seitenhalt schmeicheln uns; noch besser und vielfältiger einstellbar sind die “Sportsitze plus” und die “Sportsitze pro”.

© Audi

Innenraum: stets hochwertig, auf Wunsch auch nachhaltiger

Gemeinsam ist allen drei Sitzvarianten: sie vereinen Sportlichkeit und Komfort – zwei Haupt-Charakteristika des e-tron GT. Das dritte Leitthema ist laut Audi die Nachhaltigkeit. Auch sie wird bei den Sitzen teilweise umgesetzt: zum Beispiel bei den “plus”-Sitzen, für die ein lederfreies Design-Paket in Schwarz zur Wahl steht. Die Grundmaterialien fürs Kunstleder und die Mikrofasern werden u.a. aus wiederverwerteten PET-Flaschen gewonnen. Das Kunstleder veredelt auch die Instrumententafel, die Türverkleidungen, die Armauflagen, etc.; die Bodenteppiche werden optional aus recycelten Fischernetzen hergestellt. Die Verarbeitungsqualität ist – unabhängig vom Material – von höchster Güte.

Doch genug im Öko-Komplimente-Topf gefischt. Zurück zum Luxus, zurück zur Technik, zurück zur Sportlichkeit. Unter einem Gran Turismo versteht man einen Sportwagen mit einem gewissen Komfort, auch auf der Langstrecke. Passt der Audi e-tron GT in diesen Rahmen? Schon nach wenigen Metern steht eines fest: Die Sportlichkeit können wir ihm nicht absprechen. Der e-tron GT quattro wird von zwei permanenterregten Synchronmaschinen – einer an jeder Achse – angetrieben, die auf Dauer 140 kW, sprich 190 PS leisten (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 19,9-21,8 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Effizienzklasse A+++).

© Audi

Elektrische Allradantrieb kurzfristig mit 530 PS

Das ist selbstredend nur das Hintergrundrauschen, die “gran-turismische” Hintergrundstrahlung. Die elektrischen Antriebsstränge sind jederzeit zu einem (Ur)-Knall bereit. In den meisten Fahrmodi prescht der e-tron GT mit 476 PS und 630 Nm voran. Stellen wir das “Audi drive select”-Fahrdynamik-Programm auf “dynamic”, setzten die Antriebe für 2,5 Sekunden sogar 530 PS und 640 Nm frei. Sie jagen die 2.351 Kilo des Gran Turismo – das Leergewicht mit dem Norm-Fahrer und dem Norm-Reisegepäck – in 4,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100; lassen wir den “Boost” weg, dauert es vier Zehntelsekunden länger.

Dass der “GT” auch noch wesentlich schneller könnte, zeigt er als “RS” – aber das ist eine andere Geschichte. Bei 245 km/h setzt Audi dem Spaß im GT ein Ende. Wobei: Unterhaltsamer ist ohnehin das Überholen und Kurven fahren. In den Kurven trumpft der e-tron GT mit seiner breiten Spur – vorne 1,71, hinten 1,69 Meter -, seinem tiefen Schwerpunkt, seinem langen Radstand und der ultra-steifen Karosserie auf. Über das serienmäßige Fahrdynamik-System und die ebenfalls serienmäßigen Adaptiv-Dämpfer lässt sich die Gangart fast nach Belieben beeinflussen.

Pure Dynamik trotz intensiver Effizienzbemühungen

Beim Beschleunigen, Überholen und in den Kurven bewähren sich der elektrische Allradantrieb und das 2-Gang-Getriebe an der Hinterachse. Wer will, kann sich für die Hinterachse noch eine Differenzialsperre, eine Allradlenkung und eine adaptive Dreikammer-Luftfederung an Bord holen. So lässt sich das letzte Quäntchen Fahrspaß aus dem Gran Turismo kitzeln. Ein ähnliches Ziel verfolgen die Effizienz-Technologien: Sie wollen ein Maximum aus den 83,7 kWh an Energie herausholen, die der 93-kWh-Akku real zur Verfügung stellen kann.

Im Einsatz sind diesbezüglich z.B. der prädikativer Effizienzassistent, der das Segeln und Rekuperieren weitsichtig steuert und koordiniert. Hinzu kommen ein ausgefeiltes Thermomanagement und eine aktive Aerodynamik. Die Maßnahmen zeigen ihre Wirkung, wie der Vergleich mit dem Taycan zeigt. Der 530 PS starke Taycan S verbraucht nominell 26 kWh, der Audi knapp 22. Real sind es beim e-tron GT quattro jedoch ebenfalls eher 26 kWh. Vom WLTP-Normverbrauch – maximal 488 km – bleiben im Test so nur zwischen 350 und 380 Kilometer übrig.

© Audi

Herausragende Ladeleistung – mittelmäßige Reichweite

Allerdings ist das Aufladen mit dem e-tron GT ein Genuss – und an einer kräftigen DC-Ladesäule eine Frage von Minuten. Wie der Taycan und der Hyundai Ioniq 5 bzw. der Kia EV6 setzt der Audi bei den elektrischen Antriebskomponenten auf eine Spannung von 800 statt 400 Volt. Das reduziert die Verluste und erhöht die Gleichstromladeleistung auf bis zu 270 kW; damit ist der Akku in 22 Minuten geladen (bis 80%). Das Wechselstromladen zu Hause geht nicht so schnell; derzeit mit maximal 11, bald auch mit 22 kW. Ein Anschluss auf der jeder Seite vereinfachen das heimische Ladehandling.

Ebenfalls noch vergleichsweise einfach gelingt die Bedienung des voll digitalisierten Cockpits – trotz eines enormen Funktionsumfangs. Dazu tragen nicht zuletzt die wenigen aber wichtigen konventionellen Tasten und Bedienwalzen auf der Mittelkonsole bei. Dass Audi bei seinem neuen Topmodell alles technisch aufwartet, was gut, möglich und teuer ist: das versteht sich von selbst. Dass vieles hier wie bei den Assistenten – trotz des Preises – extra bezahlt werden muss, ebenso. Dass der e-tron GT quattro kein großer Praktiker ist, kommt ebenfalls wenig überraschend. Im einem Gran Turismo reist man aber mit leichtem Gepäck, da reichen 405 Liter.

Technische Daten des Audi e-tron GT quattro

PS-Anzahl: 530 PS
kW-Anzahl: 390 kW
Antriebsart: 4×4-Antrieb
Getriebeart: Automatik
Kraftstoffart: Elektrisch
Stromverbrauch: 18,8 kWh/100 km
Effizienzklasse A+++
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 101.600 Euro
Stand der Daten: 19.04.2022

Konkurrenzmodelle

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Unser Fazit zum Audi e-tron GT quattro

MeinAuto.de-Redaktion |

Mit dem e-tron GT quattro stellt Audi seine Vision der elektrischen Zukunft, seine Vorstellung von einem modernen Gran Turismo vor. Wir sind von der Vision und Vorstellung begeistert. Das viertürige E-Coupe vereint die Ästhetik einer kunstvollen Statue mit der Dynamik eines Rennwagens. Der Antritt ist atemberaubend, ebenso das Handling und die Ladeleistung. Schwächen zeigt der e-tron GT bei der Reichweite und der Platzgestaltung. Der Preis raubt einem ebenso den Atem. Bei MeinAuto.de dreht der e-tron GT quattro ab 91.107 Euro auf – 11 % bzw. gut 11.300 Euro unter dem Listenpreis.

5 von 5 Punkte

 

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