▶ Innenraum & Ausstattung
Ob 5-, 6- oder 7-Sitzer: vorne und in Reihe zwei haben Köpfe, Beine und Füße viele Freiheiten
Die Grundform des Sorento Plug-in-Hybrid hat die Modellpflege hingegen unverändert überdauert. Das heißt zum einen. Kias Mittelklasse-SUV ist nach wie vor 4,82 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,70 Meter hoch. Damit ist er um einiges größer als bspw. ein VW Tayron, Skoda Kodiaq oder Mazda CX-60. Mit dem Mazda teilt er sich, zum anderen, eine Eigenheit seiner Form: die ungewöhnlich lange Motorhaube.
Auf das Platzangebot wirkt sich das zurückgesetzte Greenhouse in keinster Weise negativ aus – zumindest so lange die üblichen 5 Sitze verbaut werden. In dieser Konfiguration ist sowohl in den Vorder- wie auf den Rücksitzen genug Platz für knapp 2 Meter große Personen. Anders gestalten sich die Freiheiten auf den optionalen zwei Zusatzsitzen in der dritten Reihe.
Im Programm hat sie Kia in der ʺSpiritʺ- und ʺPlatinumʺ-Linie – den zwei höheren der drei Ausstattungen. Auf den einzeln umklappbaren Sitzen sitzt bequem, wer allerhöchstens 1,75 Meter groß ist. Für junge Teenager reicht der Platz in der Regel also. Ihnen ist auch der Zustieg zumutbar. Der ausgewachsene Tester hat, so heißt es, bei seinem Versuch keine gute Figur abgegeben.
Optional mit ʺCaptain Chairsʺ im Fond & ab Werk mit mehr Stauraum als die Konkurrenz
Von der dritten Sitz-Option des Sorento Plug-in-Hybrid können wir das Gegenteil behaupten. Sie tauscht die Rückbank gegen zwei ʺCaptain Chairsʺ ein. Somit entfällt der Mittelsitz; sodass dazwischen eine passable Lücke entsteht. Sie öffnet einen Durchgang, über den die dritte Reihe auch für Erwachsene würdevoll zu erreichen ist. Die zwei Komfortsitze davor verwöhnen die Gäste u.a. mit feinen Polstern und angenehmen Armlehnen.
Außerdem lassen sie sich verschieben und ohne Anstrengung umklappen. Der einzige Haken. Der luxuriöse 6-Sitzer ist der Topausstattung ʺPlatinumʺ vorbehalten – und kostet selbst hier extra. Im 5-Sitzer verbaut Kia die längs verschiebbare Rückbank hingegen ohne Aufpreis. Der riesige und praktische Kofferraum ist gleichfalls eine Werkszugabe. Der Sorento Plug-in-Hybrid nimmt als 5-Sitzer, je nach Position der Rückbank, 693 bis 898 Liter Ladegut mit. Klappen wir die zweiteilige Lehne komplett um, sind es 2.077 Liter.
Als 6- bzw. 7-Sitzer lässt der Kia 100 Liter weniger Gepäck verschwinden. Doch selbst damit gehört er im Segment zur Transporter-Extraklasse. Den Beweis liefert der Verweis auf die Volumina der Konkurrenz. Der VW Tayron eHybrid verstaut 705 bis 1.915, der Skoda Kodiaq iV 745 bis 1.945 – und der Mazda CX-60 recht bescheidene 570 bis 1.726 Liter. Ein Kreuz muss man als Packer bei all den genannten SUV tragen: die hohe Ladekante. Beim Sorento PHEV liegt sie fast 80 Zentimeter über dem Boden.
Basismodell mit Klimaautomatik samt Touch-Bedieneinheit, vernetztem Navi – aber ohne Digitalinstrument und Head-up-Display
Dafür belohnt der Sorento Plug-in-Hybrid-Fahrer und Beifahrer ab Werk, i.e. im ʺVisionʺ-Modell, mit: einer 2-Zonen-Klimaautomatik und einer Sitzheizung. Ab der ʺSpiritʺ-Linie sind die Vordersitze elektrisch einstellbar, die Sitzflächen mit Leder bezogen; im Fond ergänzt Kia hier zudem eine Heizung für die Außensitze. In der Topausstattung sind die Sitze vorne belüftet; und optional mit einer Massagefunktion ausgestattet.
Ab dem ʺSpiritʺ-Level blicken wir vom Fahrersitz auf ein gewölbtes Panoramadisplay. Der Touchscreen des serienmäßigen Navis ist bei der Modellpflege auf eine Größe von 12,3 Zoll gewachsen. Damit hat er jetzt dieselbe Größe wie das Digitalinstrument. Das 4-Zoll-Display, das Kia ab Werk verbaut, hat diese Bezeichnung nicht verdient. Dass es überhaupt verbaut wird, können wir nur so verstehen: Kia scheint zu wollen, dass das Basismodell gemieden wird.
Darauf, dass den Kunden die höheren Ausstattungen schmackhaft gemacht werden sollen, deutet auch das Head-up-Display hin. Es ist ebenfalls größer und übersichtlicher geworden; bleibt allerdings auf das ʺPlatinumʺ-Topniveau beschränkt. Bei der Bedienung lässt Kia im Sorento die Schranken weitgehend weg. Die ʺMulti-Modeʺ-Bedieneinheit – mit Touch-Tasten und Drehregler für Klimaautomatik und Infotainment – ist in puncto Ergonomie ein Gewinn; das gilt innen für die Modellpflege im Allgemeinen.