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Toyota Urban Cruiser (neues Modell)


























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Toyota Urban Cruiser (neues Modell) Angebote
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Unser Angebot für den Toyota Urban Cruiser (neues Modell) Neuwagen
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Toyota Urban Cruiser im Test
Wohin geht die Reise des elektrischen Kompakt-SUV?
Richtig ins Cruisen kommt man in der Stadt selten. Toyota hat den Urban Cruiser dennoch darauf ausgelegt, diese seltenen Gelegenheiten zu nutzen. Für seinen elektrischen Antrieb ist das ʺStop-and-Go" des Stadtverkehrs ein Heimspiel. Doch wie passt das Kompakt-SUV ins Stadtbild, was kann es außerhalb des Ballungsraums; und wie schlägt es sich gegen Kia EV3 & Co? Im Test heben wir den Urban Cruiser auf die Fragebühne.
CarCoach-Schnellcheck
Toyota Urban Cruiser
Stärken:
- selbst mit elektrischem 4WD effizient
- unerwartet geräumig & variabel
- großer, praktischer Kofferraum
- Navi & Klimaautomatik Serie
- gute Abstimmung & Sicherheit
Schwächen:
- zu wenig DC-Ladeleistung
- schwergängige Lenkung
"Der Toyota Urban Cruiser beeindruckt mich im Test in vielerlei Hinsicht."
▶ Karosserie & Design
Mit Hammer, Sichel und Trapez zum optisch schrägen Steilheck
2026 startet der Toyota Urban Cruiser frisch durch. Die erste Auflage feierte 2009, als rund 4 Meter langes SUV, Premiere. Hierzulande fand das Modell kaum Anklang; 2014 ist es bei uns aus dem Toyota-Sortiment verschwunden. Der neue Urban Cruiser hingegen ist gekommen, um zu bleiben – so jedenfalls deuten wir das Design des nunmehr 4,28 Meter langen, vollelektrischen Kompakt-SUVs.
Mit dem Suzuki e Vitara hat der Toyota einen technisch identischen Flankenschutz an seiner Seite. Der Suzuki tritt raubeiniger und robuster auf – der Urban Cruiser pflegt hingegen einen eleganteren, moderneren Stil. Besonders deutlich wird dieser Unterschied vorne. Toyota spendiert dem Urban Cruiser den ″Hammerhead″-Look. Er platziert die schmalen Voll-LED-Scheinwerfer direkt unter der Krümmung der Motorhaube.
Außen fassen U-förmige Zierleisten die Scheinwerfer ein – zwischen ihnen liegt eine getönte Zierblende, hinter der sich die zentralen Sensoren verbergen. Die Lichtleitern der LED-Tagfahrlichter scheinen auf den beiden Bi-LED-Scheinwerfern zu tanzen. Als Unterbau dieser Lichtfestspiele dient ein hoher, in Wagenfarbe lackierter Stoßfänger: mit feinen Lüftungsschlitzen an den Flanken; und einem schwarzen, trapezförmigen Abschluss nach unten.
In der Seitenansicht lässt der Urban Cruiser mit seinen kräftig ausgestellten, beplankten Radhäusern die Muskeln spielen. Im Bereich der C-Säulen, rund um die Schultern, wechselt der Design-Charakter. Die Fensterlinie steigt dezent an und leitet das, optisch als Schrägheck erscheinende, Steilheck ein. Hinten betont das markante, leicht auskragende Querelement der Rückleuchten die Breite des SUVs; der mächtige Diffusor untermauert das.
▶ Innenraum & Ausstattung
Längs verschiebbare Rückbank mit erfreulich großem Bewegungsspielraum
Die tatsächliche Breite des Toyota der Urban Cruiser sind wir bis dato schuldig geblieben. Ohne Spiegel beträgt sie 1,80 Meter; hoch baut der Toyota 1,64 Meter. Überraschend groß fällt mit 270 Zentimetern der Radstand aus. Der Kia EV3, der Opel Frontera Electric und der Hyundai Kona Elektro sind einige Zentimeter länger als der Urban Cruiser – ihre Radstände hingegen sind einige Zentimeter kürzer. Schafft Toyota für die Insassen so größere Bewegungsfreiräume?
In der Tat. Gerade hinten sind wir von den großzügigen Platzverhältnissen überrascht. Immerhin ist der Urban Cruiser nur so groß wie ein Golf. Dennoch sitzen wir auf der Rückbank auch mit einer Größe von 1,85 Metern ohne unerwünschten Fremdkontakt. Über unserem Kopf ist noch reichlich Luft. Wie viel Luft wir den Füßen und Beinen geben, entscheiden wir selbst: indem wir die zwei Teile der Rückbank nach Bedarf verschieben.
Der Kofferraum ist praktisch – das Cockpit übersichtlich
Der maximale Spielraum ist 14 Zentimeter: soweit lassen sich die Teile der Fondbank längs verschieben. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, die Neigung der Lehnen anzupassen – oder die drei Lehnenteile einzeln umzuklappen. Das Volumen des Kofferraums verändert sich allein durch das Verschieben von 306 auf gut 500 Liter. Was sagen die Rivalen dazu? Sie nicken anerkennend. Der Kia EV3 packt wie der Opel Frontera Electric 460 Liter ein, der Hyundai Kona 466 – und der nahezu 20 Zentimeter größere Skoda Elroq 470 Liter.
Kurz und knapp: Der Urban Cruiser bringt alle praktischen Qualifikationen mit, die bei einem kompakten Familien-SUV gefragt sind. Wie aber steht es im Toyota um den Komfort – wie um die Qualität und Quantität der Einrichtung bzw. Ausstattung? Die kurze Antwort lautet: sehr gut. Qualitativ findet Toyota einen guten Mittelweg zwischen pflegeleicht und hochwertig. Die großen Lüftungsauslässe mögen nicht jedermanns Geschmack treffen – uns gefällt ihr Geländewagen-Charme.
Klimaautomatik und Online-Navi gehören zur Serienausstattung – induktives Laden gibt es leider nur im Topmodell
Außerdem geben die Lüfter dem Armaturenbrett eine klare Struktur. Über der Mittelkonsole, zwischen den Ausströmern, platziert Toyota prominent den Schalter für die Warnblinkanlage. Darunter liegt eine kleine, aber feine Schnellwahl-Tastenleiste inklusive Drehregler. Auf der Mittelkonsole siedeln sich rund um den Fahrschalter weitere Tasten und große Becherhalter an. Das kabellose Ladefach fürs Smartphone wird leider nur in der Topausstattung ″Lounge″ verbaut.
Das ist bei der Ausstattung aber unser einziger echter Kritikpunkt. Toyota spendiert dem Basismodell ″Active″ ein Digitalinstrument, eine Klimaautomatik samt Wärmepumpe – und das für ein BEV essentielle Online-Navigationssystem; samt versiertem EV-Routenplaner. Der Touchscreen des Navis gehört mit 10,1 Zoll zwar nicht zu den größten. Die Bedienung ist trotzdem einfach und intuitiv. Lediglich die Abbiege-Hinweise des Systems sind nicht vollends up-to-date: sie hinken der Realität teils etwas hinterher.
▶ Motor & Antrieb
Vielseitig dank elektrischem Front- oder Allradantrieb & verschiedenen Batterie-Kapazitäten
Beim bZ4X hat sich gezeigt: Toyota ist mit seinen vollelektrischen Antrieben technisch nur teilweise spitze. Beim Urban Cruiser lässt Toyota die Schwächen des Mittelklasse-SUVs, mit einer Ausnahme, gar nicht aufkommen: bei keiner der drei Antriebsvarianten. Das heißt weder beim E-Antrieb mit 144 PS und dem 49-kWh-Akku – noch bei den Ausbaustufen mit der 61-kWh-Batterie und 174 bzw. 184 PS (Energieverbrauch (kombiniert) 14,9 bis 16,6 kWh/100 km, CO2-Emission (kombiniert) 0 g/km, CO2-Klasse A).
Beim Basisantrieb verbaut Toyota die 144 PS und 189 Nm starke Permanentmagnet-Synchronmaschine an der Vorderachse. Sie zieht den Urban Cruiser in 9,6 Sekunden auf 100 km/h – und in vollem Auslauf auf Tempo 150. Die stärkeren Antriebe behalten diese Maximalgeschwindigkeit bei; legen aber einen stärkeren Antritt hin. Mit dem 174 PS und 193 Nm starken Vorderradantrieb beschleunigt der Toyota in 8,7 Sekunden von 0 auf 100; mit dem 184 PS und 307 Nm starken elektrischen Allradantrieb in 7,4.
▶ Komfort & Fahrgefühl
Die Effizienz überzeugt, die Reichweite und die Abstimmung passen – die DC-Ladeleistung enttäuscht
Für den elektrischen Allradantrieb verbaut Toyota an der Hinterachse zusätzlich einen 65-PS-Motor. Mit ihm und seinem ″Trail″-Modus ist der Urban Cruiser auch fürs freie Gelände – oder miserable Straßenverhältnisse gewappnet. Allzu groß sollte die Runde im Gelände jedoch nicht ausfallen: denn Toyotas kompaktes BEV ist kein Ausdauersportler. Als Batterie kommt in allen drei Varianten die günstigere Lithium-Eisenphosphat-Spielart zum Einsatz.
Der kleinere Akku genügt für eine Normreichweite von 344 Kilometern; der größere für 426 bzw. mit Allradantrieb für 395 Kilometer. Damit hat der Urban Cruiser einen ähnlichen Aktionsradius wie der Opel Frontera Electric und der Hyundai Kona Elektro. Der Kia EV3 kommt um einiges weiter. An Effizienz mangelt es dem Toyota keineswegs. Mit 17 bis 18 kWh, Ladeverluste eingerechnet, liegt der Verbrauch auf Kia- bzw. Hyundai-Niveau; und deutlich unter dem des Opel.
Beim Nachladen erweist sich der Urban Cruiser aber leider als Schlafmütze. Als DC-Ladeleistung wartet Toyota mickrige 53 respektive 67 kW auf. Bis wir damit wieder ins Cruisen kommen, heißt es eine Dreiviertelstunde rasten – das ist mindestens eine Viertelstunde zu viel. Schade, den Cruisen kann der Urban Cruiser. Toyota stimmt das SUV ausgewogen komfortabel ab. Bei Bedarf lässt es sich auch sportlich bewegen. Leider spielt die Lenkung dabei nur bedingt mit; sie ist uns eindeutig zu schwergängig.
Bei der Sicherheit tut sich Toyota traditionell leicht, ein gutes Paket zu schnüren. Beim Urban Cruiser gelingt das erneut. Das serienmäßige ″Active Safety″-Paket umfasst u.a.: einen Toter-Winkel- bzw. Rückfahrassistenten; und einen adaptiven Tempomat samt Spurhalteassistenten. Optional erleichtert eine 360-Grad-Kamera mit Querverkehrswarner das Einparken. Serie sind ferner 7 Airbags, darunter ein großer Mittenairbag vorne.
▶ Kosten
Bewegt sich preislich sicher in der Mitte
Bei der Preisgestaltung positioniert sich der Toyota Urban Cruiser im Mittelfeld des wachsenden Elektro-SUV-Segments. Mit einem Einstiegspreis von etwas über 30.000 Euro liegt er zwar leicht über dem Niveau des Opel Frontera Electric, bleibt aber deutlich günstiger als Konkurrenten wie der Kia EV3 oder der Hyundai Kona Elektro. Damit versucht Toyota, eine Balance zwischen Ausstattung, Größe und Preis zu finden.
Fazit
Der Toyota Urban Cruiser wirkt im Test insgesamt stimmig, lässt aber noch etwas Unklarheit darüber erkennen, ob er eher ein City-Auto oder ein vollwertiger Allrounder sein soll. Für den reinen Stadteinsatz ist er eigentlich etwas zu teuer und die Schnellladeleistung mit maximal 67 kW sowie die eher begrenzte Langstreckentauglichkeit setzen ihm Grenzen. Gleichzeitig passt die Reichweite – je nach Batterie bis zu 426 km – gut zum City-Crossover-Charakter, und im Alltag überzeugt er mit effizientem Antrieb, soliden Fahrleistungen und überraschend viel Platz.
Zielgruppe sind vor allem urbane Stadtfahrer, die ein gut ausgestattetes, praktisches Elektro-SUV für Stadt und gelegentliche Ausflüge suchen, aber keine hohe Langstrecken- oder Ladeperformance erwarten.
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