▶ Innenraum & Ausstattung
Eine Konstante in unruhigen Zeiten: Maße, die Leiterrahmenkonstruktion und die Abmessungen der Ladeflächen bleiben im Wesentlich unverändert
An den Maßen des Hilux ändert weder der Generationswechsel noch der elektrische Antrieb grundlegendes. Der Hilux BEV ist 5,32 Meter lang, knapp 1,90 Meter breit und rund 1,8 Meter hoch. Die Achsen stehen wie beim Vorgänger 309 Zentimeter auseinander. Die Karosserie setzt Toyota wieder auf einen Leiterrahmen auf. Kurzum, man bleibt dem ″Body-on-Frame″-Konzept treu. Es hat sich als Garant der vorzüglichen Gelände-Fähigkeiten bewährt.
Außerdem kann Toyota die Traktionsbatterie sicher geschützt in der Rahmenstruktur unterbringen; wie in einem Kokon. Die Doppelkabine soll für den Fahrer und seine Fahrgäste eine ähnliche Funktion übernehmen. Für die Größe der Pritsche setzt die Kabine den Rahmen. Die Ladefläche ist gut 1,5 Meter lang und ebenso breit; zwischen den Radkästen sind über 1,2 Meter Luft – und die Wände ragen knapp einen halben Meter über die Ladefläche auf.
700 Kilo Zuladung, 1,6 Tonnen Anhängelast und immer mit Doppelkabine
Da die ″Single Cab″-Variante bei der neuen Hilux-Generation entfällt, fällt auch die Option auf eine über 2 Meter lange Ladefläche weg. Da diese Version selten geordert wurde, dürfte es für lange Pritschen aber wenig Bedarf geben. Der Vergleich mit der Konkurrenz ist dennoch interessant. Er zeigt. Die Ladeflächen des VW Amarok und Ford Ranger – beide sind technisch baugleich – fallen gut 10 Zentimeter länger aus.
Bei der erlaubten Nutzlast hat der Hilux BEV durch das Zusatzgewicht der Batterie – es sind rund 400 Kilo – ein natürliches Handicap; er darf maximal 715 Kilo zuladen. Mit dem Mild-Hybrid-Diesel transportiert der Hilux gleich wie der Amarok eine Tonne; der Ranger darf maximal 1,2 Tonnen tragen. Noch signifikanter wirkt das Handicap auf die erlaubte Anhängelast.
Beim Hilux BEV beschränkt sie Toyota auf 1,6 Tonnen: damit kann man aber durchaus arbeiten. Wer bis zu 3,5 Tonnen ziehen will oder muss, der muss auf den Diesel-Antrieb ausweichen. Beim Anhängen bemerken wir, dass der Hilux IV hinten eine zusätzliche Stufe erhalten hat. Sie hilft uns, auf die hohe Pritsche zu kommen. Den gleichen Vorzug haben die überarbeiteten seitlichen Trittstufen. Sie erleichtern uns das Entern der Doppelkabine.
Hinten Platz für zwei Erwachsene oder zwei Kindersitze – vorne ab Werk voll digitalisiert samt Navi und Klimaautomatik
In der Doppelkabine wartet der Hilux BEV hinten mit drei Sitzplätzen auf; für Erwachsene taugen die beiden äußeren. Sie bieten genügend Spielraum für Fahrgäste mit einer Größe von knapp 1,90 Metern; in den höheren Ausstattungen werden sie von einer Sitzheizung veredelt. Dank der integrierten Isofix-Halterungen können die Außensitze auch zur Montage von Kindersitzen verwendet werden. Anders gesagt, hinten ist der elektrische Hilux ein optional komfortabler Praktiker; die Materialqualität ist eher schlicht gehalten.
Die Fahrzeuggattung ″Nutzfahrzeug″ ist dem Hilux BEV auch vorne ins Fahrtenbuch geschrieben. Für uns ist das kein Nach-, sondern ein Vorteil. Der Hilux ist ein Arbeitsgerät, kein Luxus-Spa. Verglichen mit dem Hilux VIII haben die Materialien und die Verarbeitung dennoch einen unverkennbaren Qualitätssprung gemacht. Noch signifikanter fällt der Fortschritt bei der Digitalisierung und Konnektivität aus. Das Armaturenbrett gestaltet Toyota um einiges übersichtlich als beim Vorgänger; und versieht es mit zahlreichen haptischen Tasten.
Zwei dienen zur Regelung der Lautstärke; sie liegen gut erreichbar am unteren Rand des 12,3 Zoll großen, freistehenden Touchscreen. Er fungiert als Schaltzentrale des Navis. Der Klimaautomatik gönnt Toyota ein eigenes Bedienfeld: mit Kippschaltern und Knöpfen. Darunter liegt das Steuerrad zur Auswahl der Fahrmodi; und der Schalthebel zur Steuerung der Gelände-Antriebsoptionen. Das 12,3 Zoll große, digitale Instrument packt Toyota unter eine mächtige Hutze – so ist es noch besser abzulesen. Eine kabellose Ladeoption legen die Japaner auf Wunsch in die Ausstattung.