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Nissan X-Trail (Test 2022): In 4. Generation auf dem Weg zurück nach oben?

Der Juke ist das verspielte Crossover des Hauses, der Qashqai das ausgewogene und der Ariya der urban-moderne. Der neue, vierte X-Trail übernimmt wieder den hemdsärmeligen Part: als Familien-SUV, das fürs Abenteuer wie fürs Alltägliche gewappnet sein soll. Überzeugen will die jüngste Generation mit einem robusten Design, einem flexiblen Platzangebot für max. 7 Personen – und viel neuer Technik. Ob’s stimmt? Unser Testbericht zeigt’s.

Inhalt


  1. Stärken und Schwächen im Schnellcheck
  2. Technische Daten
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Fazit

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© Nissan

Der Nissan X-Trail im Schnellcheck


Stärken

  1. Kraftvoll kantiges Design
  2. Günstiger Mildhybrid-Basisbenziner
  3. Vollhybrid auch mit Allradantrieb
  4. Effizienz des “e-Power”-Benziners
  5. Fahrdynamik des Vollhybrids
  6. Fahrdynamik des Vollhybrids
  7. Klug digitalisiert und vernetzt

Schwächen

  1. Großer, variabler Innenraum
  2. Verbrauch & CO2-Ausstoß des 1.5 VC-T e-Power

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© Nissan

Nissan X-Trail IV zeigt wieder Kante

Die Verkaufsstatistiken des Nissan X-Trail sind, so scheint es, ein rhythmisches Auf und Ab. Den Gipfel erklomm das Mittelklasse-SUV 2003 und 2004: mit jeweils rund 12.000 verkauften Modellen. Danach kam der Absturz: 2010 wurden kaum 1.000 X-Trail-Exemplare zugelassen. Bis zur Modellpflege der 3. Baureihe 2017 stieg die Beliebtheit des Mittelklasse-SUVs erneut stark an. 2021 scheint der X-Tail mit rund 1.500 Neuzulassung indes wieder eine Talsohle erreicht zu haben. Geht es jetzt wieder bergauf oder stagniert das Familien-SUV, das 2001 den Pathfinder abgelöst hat?

Die Antwort gibt die neue, vierte Generation des Nissan X-Trail. Beim Design hält Nissan an der bisherigen Ausrichtung fest. Sie zieht die gute alte Kante der nahezu allgegenwärtigen Rundung vor; ebenso das klassische Steil- dem Schrägheck. Das Erscheinungsbild des neuen Nissan-Familien-SUVs ist dementsprechend robust und kraftvoll; unterstrichen wird das durch die massiven Radkästen, die gekonnt auf die Offroad-Qualitäten anspielen. Aber. Für Auflockerung ist ebenfalls gesorgt: mit dem luftigen gestalteten Dach-Design und den ungewöhnlich geformten A- und C-Säulen.

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© Nissan

Neue Antriebspalette: mit Mild- und Vollhybrid, aber ohne Dieselmotoren

Vorne dominieren das Bild: die zweigeteilten Scheinwerfer, die ausgeklügelten “Air-Curtains” – und der typisch tiefe “V-Motion”-Kühlergrill. Die letzten beiden Elemente leiten eine gezielte Lenkung der Luftströmung ein, die die Aerodynamik signifikant verbessert – bei einer Höhe von 1,72 Metern eine lohnenswerte Investition. Doch sind die Motoren in der Lage, daraus Kapital zu schlagen? Falls nicht, an der mangelnden Kühlung liegt es nicht. Der Kühlergrill kann die Luftzufuhr aktiv steuern. Zugute kommt das einem komplett neu aufgestellten Motorensortiment.

Die Vierzylinder- löst ein Dreizylinder-Turbobenziner ab, die Vierzylinder-Diesel ein nagelneuer, ungewöhnlicher Hybrid-Motor. Wir starten als erstes den Basismotor, den 163 PS und 300 Nm starken 1.5 VC-T Mild-Hybrid – ein Dreizylinder-Turbobenziner mit einem 5 PS starken Starter-Generator (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 7,6 Liter auf 100 km, 172 g/km CO2 und Effizienzklasse k.A.). Der Generator ist allerdings nur an ein 12-Volt-System angeschlossen. Die Fahrleistungen sind mit 9,6 Sekunden für den 0-100-Sprint und 200 km/h Spitze passabel – der Verbrauch ist real mit knapp 8 Litern aber hoch.

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X-Tail mit neuem “e-Power”-Vollhybrid optional erneut mit 4WD

Knapp 1,5 bzw. 1,0 Liter weniger verbraucht der Nissan X-Trail mit dem 1.5 VC-T e-Power Hybridmotor: je nachdem ob er die Front oder alle vier Räder antreibt (Kraftstoffverbrauch kombiniert WLTP: 6,2 Liter auf 100 km, 131 g/km CO2 und Effizienzklasse k.A.). Die Antriebsart verändert auch die Leistung des Systems, jedoch nur minimal. Mit Frontantrieb leistet der “e-Power”-Hybrid 204 PS und 330 Nm, als 1.5 VC-T e-Power e-4orce bringt er 214 PS und 330 Nm auf vier Räder.

Die Besonderheit beider “e-Power”-Vollhybridmaschinen ist jedoch dieselbe: fürs Antreiben ist/sind allein der bzw. die zwei Elektromotoren zuständig. Der Benziner hat die Aufgabe, die E-Maschine(n) mit Energie zu versorgen: direkt oder indirekt über den Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 2,1 kWh. Im neuen Qashqai durften wir den ungewöhnlichen “e-Power”-Hybrid bereits testen. Überzeugt haben uns damals vor allem die Fahrleistungen und die Fahrdynamik – der Vollhybrid fährt sich wie ein echter Stromer.

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Vollhybrid: Fahrdynamik eines E-Autos – Verbrauch eines Benziners

Auch den Nissan X-Trail bringt der 1.5 VC-T e-Power lebhaft in Schwung. Der 204 PS starke Elektromotor an der Front erledigt den Antritt von 0 auf 100 km/h in 8 Sekunden. Beim 1.5 VC-T e-Power e-4orce packt an der Hinterachse zusätzlich eine 136 PS starke E-Maschine an. Der Standardsprint ist nach 7 Sekunden vorbei – die Höchstgeschwindigkeit steigt um 10 auf 180km/h. So weit, so überzeugend. Weniger überzeugt hat uns beim Qashqai die Idee, den Strom direkt vor Ort mit Benzin zu erzeugen.

Mittlerweile ist Nissan aber mit neuen Daten herausgerückt – und sie führen dazu, dass wir unsere Einschätzung zumindest teilweise revidieren. Der 1.477 und 1.497 cm³ große Dreizylinder – der Hubraum verändert sich mit der variablen Verdichtung – ist noch effizienter, als vermutet. Wir hatten ihm einen, bereits sehr guten, thermischen Wirkungsgrad von 40% zugetraut. Der kleine Turbomotor schafft allerdings bereits 43%. Mit weiteren Verbesserungen will Nissan bald 50% erreichen. Zum Vergleich: Unsere Kohlekraftwerke arbeiten mit einem Wirkungsgrad von rund 40 bzw. knapp 44% (Braun- bzw. Steinkohle).

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Vollhybrid mit mäßiger CO2-Bilanz – aber ohne nennenswerte Stauraum-Einbußen

Dennoch bleiben wir dabei. Wirklich zukunftsweisend ist die Idee, den Strom fossil im Auto zu erzeugen. nicht. Das unterstreicht der Verbrauch respektive CO2-Ausstoß des 1.5 VC-T e-Power Hybridmotors. Im Schnitt verbrennen wir mit dem Nissan X-Trail Vollhybrid knapp 7 Liter Benzin – ein moderner Plug-in-Hybrid kommt mit 2 bis 3 Litern und 10 bis 15 kWh Strom aus. Von der Quelle bis zum Rad ergibt das einen CO2-Ausstoß von etwa 100 bis 150 Gramm pro Kilometer; die WTW-Emissionen des “e-Power”-Hybrids bewegen sich eher im Bereich von 200 Gramm.

Die Rechnung geht zumindest in dieser Hinsicht nicht ganz auf. Mit dem Vollhybrid des neuen Nissan X-Trail aber ersparen wir uns das Nachladen – und Stauraum büßt er ebenso kaum ein. Mit dem Mildhybrid verstaut das Familien-SUV 485/585 bis 1.298/1.424 Liter – je nach Position der längs verschiebbaren Rücksitze. Mit dem “e-Power”-Antrieb sind des 485/575 bis 1.298/1.396. Beim 7-Sitzer – plus 800 Euro – verkleinert sich der Stauraum auf 177 Liter; dafür gibt es zwei zusätzliche Sitze für Kinder oder Erwachsene bis gut 1,60 Meter.

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© Nissan

X-Trail IV: komfortabler, schlau vernetzt, klug digitalisiert – aber deutlich teurer

Mit diesen Zahlen sind wir bei zwei der wichtigsten Stärken des neuen Nissan X-Trail angekommen: dem ebenso großzügigen wie flexiblen Platz- und Stauraumangebot. Geräumig war der Nissan aber auch bereits zuvor; in der vierten Generation fällt der Innenraum zudem deutlich hochwertiger aus. Das betrifft einerseits die Qualität der Verarbeitung und der Materialien: einschließlich zahlreicher praktischer Details wie etwa die weit öffnenden Fond-Türen Sie erleichtert bspw. das Hantieren mit Kindersitzen ungemein.

Andererseits hat Nissan den X-Trail digitalisiert und besser vernetzt: beides mit gutem Augenmaß. Die wichtigsten, am häufigsten genutzten Funktionen lassen sich weiter über Schalter zum Drehen oder Drücken bedienen; die gut funktionierende Sprachbedienung ist eine willkommene Alternative. Willkommen sind außerdem die direkter ansprechende Lenkung; sowie die feinfühligere Abstimmung – der neuen und die Mehrlenker-Hinterachse sei Dank. Der einzige Nachteil all dieser Verbesserungen: der höhere Preis. Den X-Trail III gab es zuletzt ab 29.135, der X-Trail IV startet ab 35.500 Euro.

Technische Daten des Nissan X-Trail


PS-Anzahl: min. 163 PS max. 213 PS
kW-Anzahl: min. 120 kW max. 157 kW
Antriebsart: Frontantrieb,4×4-Antrieb
Getriebeart: Manuell, Automatik mit manuellem Modus
Kraftstoffart: Benzin
VerbrauchBenzin: 6,2-7,6l/100 km
CO₂-Emission 141-172 g/km
Abgasnorm: Euro 6 D (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 35.500 Euro
Stand der Daten: 05.12.2022

Konkurrenzmodelle


Eine uneingeschränkte Auswahl und Neuwagen zum Bestpreis, das sind zwei der vielen Vorzüge in unserem Onlineshop. Wie positiv sich diese Vorteile auswirken, zeigen drei Beispiele: der VW Tiguan Allspace ab 33.478 Euro und 16 %, der Kia Sorento Hybrid ab 42.204 Euro und 20 %; oder der Skoda Kodiaq ab 31.568 Euro und 19 % Neuwagenrabatt. Mit einer Finanzierung werden aus dem Bestpreis kleinstmögliche Raten, mit Autoleasing ab einer effektiven Verzinsung von 1,9 %.

Unser Fazit zum Nissan X-Trail


MeinAuto.de-Redakteur: Norbert Auer | 05.12.2022
Zuletzt hat der Nissan X-Trail stark an Zuspruch eingebüßt. Mit der neuen, vierten Generation sollte er bald wieder alte Höhen erklimmen. Das Design bleibt markant, der Innenraum hat rundum an Qualität gewonnen: von den Materialien bis zur Ausstattung und Digitalisierung. Das Platz- und Stauraumangebot sind so vorzüglich wie bisher, der Fahrkomfort hat sich verbessert – das Antriebssortiment wurde komplett überarbeitet. Der Mildhybrid-Benziner ist günstig, der Vollhybrid ein interessantes, aber noch nicht vollends überzeugendes Experiment. Bei MeinAuto.de startet der neue X-Trail ab 29.605 Euro – 19 % bzw. umgerechnet über 6.700 Euro unter dem Listenpreis.

     
5 von 5 Punkten



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