Kia Optima Sportswagon 2019 im Test: Feinschliff mit Tiefenwirkung

Reinigen, Veredeln, Nachschärfen: mit diesen Worten umreißt Kia die jüngste Optima-Modellpflege. Spätestens seit dem Start der zweiten Generation gilt das Topmodell der Koreaner als Geheimtipp in der Passat-Klasse. Vergangenen Sommer hat sich Kia das Aushängeschild zur Brust genommen. Was die Überarbeitung bringt, beantwortet uns der Kombi, der Optima Sportswagon, im Test.

Inhalte des Testberichts zum Kia Optima Sportswagon:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

1.6 T-GDI Turbobenziner – der Schwungvolle

kia-optima-sportswagon-aussen-vorneOb gewerblich oder privat, Limousinen haben in der Mittelklasse Seltenheitswert: Kombis sind in der Überzahl. Neben den Modellen der inländischen Hersteller – vom Passat Variant bis zum Opel Insignia Sports Tourer – stehen die Kombis der Importeure immer höher im Kurs. Kia hat in den kleineren Klassen bewiesen, dass man die Gunst der Stunde zu nutzen weiß. Der Optima Sportswagon will indes noch nicht so recht in die Gänge kommen – ein Umstand, an dem die mittelmäßigen Motoren ihren gewichtigen Anteil hatten. Ihnen haben die Koreaner beim Lifting besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Frucht dieser Konzentration sind zwei Neuzugänge: brüderlich verteilt auf die Benziner- und die Dieselfraktion. Als ersten starten wir den neuen Ottomotor: den 1.6 T-GDI ISG, einen turbogeladenen Vierzylinder-Direkteinspritzer mit 180 PS und 265 Nm (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,5 Liter auf 100 km, 149 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Nach dem Drücken des Startknopfs – er ist im „GT Line“-Testwagen ab Werk installiert – hören wir zunächst nur ein samtenes Schnurren: ein gutes Zeichen. Aber wir wollen den Benzintiger in Bewegung erleben und müssen ihn aufwecken. Wir versuchen es mit sanften Tritten aufs Gaspedal, das im Optima Sportswagon in schickem Aluminium glänzt.

kia-optima-sportswagon-aussen-hintenDie Reaktion des Twin-Scroll-Turbos lässt nicht lange auf sich warten: zunächst akustisch und bald auch physisch. Dazu ist es nötig, den Schalthebel des neuen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes auf „D“ zu stellen. Nach einer kurzen Gedenksekunden, in der der Turbo Fahrt aufnimmt, geht es los. Ab 1.500 U/min packt bereits das volle Drehmoment zu; bis 4.500 Touren lässt es nicht mehr locker – das sorgt für anhaltenden Vortrieb. Nach knapp neun Sekunden fahren wir einen Hunderter; maximal werden es knapp 210 km/h. Für einen Mittelklassekombi mag das manchem zu wenig sein – uns hat der 1.6 T-GDI aber nie den Eindruck vermittelt, eine Klasse zu hoch eingestuft zu sein. Das dürfte zu einem guten Teil auch an der neuen Automatik liegen. Sie bietet mit der Fahrmoduswahl ein breites Spektrum fahrdynamischer Nuancen – vom Cruisen bis zum Flitzen. Seit diesem Jahr gibt es auch einen „Smart-Modus“, der je nach Fahrsituation selbst entscheidet, wie knackig der Benziner ansprechen darf.

Frischer Diesel für Nutzer mit hohen Effizienzansprüchen

kia-optima-sportswagon-innen-vorneKurzum: Der 1,6-Liter-Turbobenziner erweist sich, gegenüber dem bestehenden Ottomotoren-Angebot, als schwungvoller Fortschritt. Der Zweilitersauger 2.0 CVVL ist mit 163 PS und 196 Nm, die ab 4.800 Touren anliegen, weiter ein träger Zeitgenosse (Kraftstoffverbrauch 6-Gang-Schaltgetriebe/6-Stufen-Wandlerautomatik: 7,9/7,6 Liter auf 100 km, 181/174 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Der Zweiliter-Turbobenziner 2.0 T-GDI drückt mit 238 PS und 353 Nm zwar richtig an – blickt jedoch ungehörig tief in den Tank (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,2 Liter auf 100 km, 212 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse E). Dennoch genügen seit der Modellpflege alle drei Benziner der kommenden Abgasnorm (Euro 6d-temp). Die Turbomotoren sind zu diesem Zweck mit einem Ottopartikelfilter ausgestattet, der dem obligatorischen 3-Wege-Katalysator assistiert. Die Aufgabe des zweiten: Die Stickoxide, die Kohlenmonoxide und die Kohlenwasserstoffe aus den Abgasen zu entfernen; die Rolle des ersten: Die Menge der Feinstaubpartikel auf ein Maß zu reduzieren, dass der Euro-6c- respektive Euro 6d-temp-Norm entspricht.

kia-optima-sportswagon-innen-hintenDie kommenden Normvorgaben erfüllt auch der zweite Neuling im Antriebssortiment: der 1.6 CRDi ISG, der mit seinen 136 PS und 320 Nm den 1.7 CRDi ersetzt (Kraftstoffverbrauch kombiniert manuell/DCT: 4,6/4,6 Liter auf 100 km, 121/122 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+). Mit dem frischen Benziner hat der Diesel nicht nur den Hubraum, sondern auch das Start-Stopp-System ISG; und das neue 7-Gang DSG (DCT) gemein. Die Automatik wird beim Diesel jedoch als Option angeboten; serienmäßig verteilt ein präzises 6-Gang-Schaltgetriebe die Kraft auf die Vorderäder. Von der gibt es genug, aber nicht überreichlich. Mit 11,2 Sekunden von 0 auf 100 und maximal rund 190 km/h ist der Optima Sportswagon mit dem neuen Common-Rail-Diesel messbar langsamer unterwegs als mit dem neuen Turbobenziner. Den Fokus hat Kia aber bewusst auf die Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit gelegt – dort hatte der Vorgänger seine Schwächen.

Modellpflege: dezente Design- & kräftige Ausstattungsänderungen

kia-optima-sportswagon-aussen-vorne2Das „EcoDynamics“-Start-Stopp-System soll helfen, den Verbrauch um mehr als 10% zu senken. Mit knapp 5,5 Litern im Testmittel ist der 1.6 CDRi zwar kein Supersparer – der Verbrauch geht für einen Mittelklasse-Kombi aber in Ordnung. Die neue Abgasreinigung darf getrost als ausgezeichnet bezeichnet werden. Die Kombination aus Stickoxid-Speicherkatalysator und einem SCR-Kat mit Harnstoffeinspritzung befreit die Abgasluft höchst sorgfältig von NOx-Partikeln: im Stadtverkehr ebenso wie auf der Autobahn. Sauberer ist der Optima-Kombi nur mit dem Plug-in-Hybrid-Antrieb 2.0 GDI Hybrid unterwegs. (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,6 Liter auf 100 km, 106 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B); der blieb beim Facelift als einziger Motor unberührt. Die Renovierung hat sich indessen anderer Bereiche angenommen. Die Form der Nebelscheinwerfer, des Stoßfängers und des Kühlergrills wurde dezent überarbeitet. In der von uns getesteten „GT-Line“ bekommt der Grill ein eigenes Design; 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und ein Doppel-Auspuff, der aus dem Heckdiffusor hervor lugt, sind weitere Kennzeichen. Der feudale Ausstattungsreichtum ist ein allgemeines Wesensmerkmal des Optima Sportswagen – eines, welches vom Facelift weiter bereichert wurde.

kia-optima-sportswagon-aussenBeim 2019er-Modell gehören neuerdings auch der Regensensor, der automatisch abblendende Innenspiegel, die Solarverglasung, zwei USB-Steckplätze im Fond; und die Zweizonen-Klimaautomatik zur Werksbestückung. Bei der „GT-Line“ können wir getrost von einer Vollausstattung sprechen. Hier dürfen wir es und in 8-fach verstellbaren Leder-Komfortsitzen gemütlich machen. In ihnen lässt sich die einfach zu bedienende Kia-Navi-Infotainment-Kombi und das Harman/Kardon Premium-Klangsystem gebührend genießen. Die Sicherheit haben serienmäßig eine Spurhalte-Assistent, eine Rückfahrkamera, ein intelligenter Parkassistent, die Verkehrszeichenerkennung – und neuerdings auch ein Müdigkeitswarner im elektronischen Auge. Optional können unter anderem der Spurwechselassistent und der Querverkehrswarner nachgerüstet werden. An der feinen Verarbeitung, dem reichen Platz- und Stauraumangebot sowie am hohen Federungskomfort hat Kia nichts verändert. Wenn der Optima Sportswagon noch sensibler auf schnelle Richtungsänderungen reagieren würde, käme er dem Optimum noch näher. Aber die nächste Generation soll ja auch noch etwas zu tun haben.

Technische Daten des Kia Optima Sportswagon

PS-Anzahl: min. 136 PS max. 238 PS
kW-Anzahl: min. 100 kW max. 175 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 4,5 l/100km max 9,2 l/100km
CO2-Emission: min. 119 g/km max. 212 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. E
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 26.490 Euro
Stand der Daten: 26.02.2019

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Kia Optima Sportswagon Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Kia hat sich bei der Modellpflege des Optima Sportswagon besonders um die Schwächen im Motorensortiment gekümmert. Mit dem neuen Turbobenziner und dem frischen, signifikant saubereren Common-Rail-Diesel waren diese Bemühungen von Erfolg gekrönt. Abgerundet wird der Feinschliff von dezenten Retuschen an der Optik und einer weiteren Aufstockung der opulenten Ausstattung. Auf MeinAuto.de legt der Kia-Kombi zu einer Rate ab 207 Euro bzw. ab 21.270 Euro los, 22,5% oder umgerechnet knapp 6.000 Euro unter der UVP.

     
4 von 5 Punkten



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