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BMW X2 Plug-in-Hybrid im Test: Wie macht sich das SUV-Sportcoupé als PHEV?

X2 xDrive 25e. Hinter diesem technischen Kürzel verbirgt sich der nagelneue Plug-in-Hybrid des kleinsten BMW SUV-Coupés, des X2. Der war, nach dem X6 und X2, der dritte im Bunde der coupéartigen Sports Activity Vehicle. Unter den X-Modellen ist er der vierte, der einen Steckdosen-Hybrid offeriert. Mit welchen Tugenden er sich in diese Reihen einfügt? Die Antwort gibt unser Testbericht.

Inhalte des Testberichts zum BMW X2 Plug-in-Hybrid:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

X2: Plug-in-Hybrid als dynamisch-effizientes Alleinstellungsmerkmal

Mit seinem Plug-in-Hybrid ist der BMW X2 innerhalb der BMW-Familie kein Exot, kein Außenseiter. Unter den kompakten SUVs mit Sport-Coupé-Charakter kann er als PHEV, als plug-in hybrid electric vehicle, allerdings als Einhorn betrachtet werden. Das kommt bei der Zahl der kompakten SUV-Coupés, die mittlerweile die Runde machen, überraschend. Aber: Selbst die Premium-Rivalen, der Mercedes CLA und der Audi Q3 Sportback, sind des Stromerns dieser Art und Weise derzeit nicht mächtig. Der Opel Grandland X Plug-in-Hybrid beherrscht die Kunstform der Doppelmotorisierung; allein er geht nicht als Coupé durch. Der X2 xDrive 25e kann beides und tritt entsprechend selbstbewusst auf. Das Selbstbewusstsein dürfte sich auch an einer weiteren Tatsache nähren: BMW hat das X2 PHEV auserkoren,  zwei Neuheiten vorzustellen: Einerseits feiert mit ihm die 4. Generation der “eDrive”-Effizienz-Technologie ihr Debüt; parallel mit dem kleinen Bruder X1 – andererseits läutet er das erste Mini-Facelift ein. Das gibt sich insbesondere an einer modifizierten Front und an der todschicken Lackfarbe “Pyhtonicblau metallic” zu erkennen.

Die Nase des neuen X2 haben die Münchner dabei ein wenig gestrafft. Auffälliger aber ist die zweite große Änderung, der Wegfall der alleinstehenden Nebelscheinwerfer. An ihre Stelle tritt im gelifteten Kompakt-SAV das neue Schlechtwetterlicht. Es ist in die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer integriert und im Kern das Abbiegelicht, das sich je nach Licht und Wetter zuschaltet: um die Bereiche seitlich der Fahrbahn besser auszuleuchten. Unsere alten Augen vermögen indessen keine Verbesserung zu den bisherigen Nebelscheinwerfern zu erkennen – aber auch keine Verschlechterung. Die zweite Premiere, die der vierten “eDrive”-Generation, interessiert uns aber ohnehin mehr; und sie gibt sich hoffentlich deutlicher zu erkennen. Um das herauszufinden, müssen wir den Plug-in-Hybrid auf die Probe stellen, den xDrive 25e mit seiner Systemleistung von 220 PS und 385 Nm (Kraftstoffverbrauch kombiniert Benzin/Strom: 1,9/13,7 Liter/kWh auf 100 km, 43 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B).

BMW_X2_Plug-in-Hybrid_außen

BMW PHE-SAV mit ausgezeichneten Fahrleistungen & guter Reichweite

Zwei Schlüsselkomponenten des xDrive 25e entstammen der besagten 4. “eDrive”-Reihe: Namentlich die 95 PS und 165 Nm starke Synchronmaschine, die der Hinterachse über ein einstufiges Getriebe Beine macht; und die 10 kWh große Hochvoltbatterie, welche die entweder extern zugeführte oder vom E-Motor rekuperierte Energie zwischenspeichert. Das dritte Element des Hybrid-Antriebs ist ein 1,5 Liter große Dreizylinder-Turbobenziner, der sich mit 125 PS und 220 Nm an der Antriebsarbeit beteiligt. Der Verbrenner sitzt auf der Vorderachse, mit der er über einen 6-Stufen-Wandlerautomaten verbunden ist. Der lässt sich von uns per “Steptronic” auch manuell zum Gangwechseln animieren. Das elektrifizierte xDrive Allradsystem – es ergibt sich von selbst aus dem Verbrenner vorne und dem E-Motor hinten – findet die beste Traktion hingegen automatisch: und das auf beeindruckende Art und Weise. Die Reaktionszeiten, die Anpassungsfähigkeit und die Dynamik des Systems sind eine helle Freude – die 0-100-Sprintzeit von 6,8 Sekunden spiegelt sie mehr schlecht als recht wieder: wie üblich, wenn E-Motoren mit ihrem unmittelbar zupackenden Drehmoment beteiligt sind.

Die intelligente Antriebssteuerung des X2 xDrive 25e regelt auch das Zusammenspiel des Benziners und des E-Motors automatisch: unter Zuhilfenahme der Navidaten (“Auto eDrive“). Die “eDrive”-Taste erlaubt es uns aber auch, selbst einen der drei Betriebsmodi auszuwählen. Im “MAX eDrive”-Modus wird der X2 zum Elektroauto, das bis zu 135 km/h schnell wird.  Im “Save Battery”-Modus wird eifrig rekuperiert und Energie gespart. Anders ausgedrückt: Die Synchronmaschine muss im X2 PHEV doppelt schuften: als klassischer Motor und als Generator, der Bremsenergie zurückgewinnt. Außerdem hat er auch bei der hybridspezifischen Start-Stopp-Funktion seinen Spulen im Spiel. Die Energie für seine mannigfaltigen Tätigkeiten bezieht er aus dem neuen, besonders energiedichten Lithium-Ionen-Akku. Er speichert brutto 10 und netto 8,8 kWh: laut Norm genug für 57 Kilometer reines Stromer-Vergnügen. Im Test knacken wir den 50er nur ausnahmsweise; in der Regel bleiben wir knapp drunter. Dieser E-Radius genügt jedoch, um viele Fahrten rein elektrisch zu absolvieren. Wenn sich der X2 Plug-in-Hybrid jetzt noch schnell laden lässt, könnten man nahezu die gesamte Zeit ungestört, leise und sauber stromern.BMW_X2_Plug-in-Hybrid_laden

X2 PHEV: mittelmäßige Ladezeiten & lukrative Förderungen

Aber lässt sich der X2 eDrive 25e schnell laden? An der gewöhnlichen Haushaltssteckdose dauert es 5 Stunden, an der “BMW i”-Wallbox mit 3,7 kW knapp mehr als 3 – wirklich schnell ist das nicht. Dennoch gibt es für das X2- PHEV weiterhin keine Schnellladeoption. Schade. Da nützt es wenig, dass dank der “BMW Charging”-Karte weltweit rund 320.000 öffentliche Ladesäulen greifbar werden – von den “Ionity”-Schnellladesäulen kann man mit dem X2-Plug-in-Hybrid leider nicht profitieren. Dafür aber kommt der Kunde in den Genuss des – aufgrund der Corona-Krise – weiter aufgestockten Umweltbonus. Für PHEVs mit einem Listenpreis von mehr als 40.000 Euro, zu dieser Kategorie gehört der X2, winkt eine Kaufprämie von 5.625 Euro; knapp 2.000 Euro mehr als bisher. Auf Dienstwagenfahrer wartet zumal eine halbierte Bemessungsgrundlage bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils. Kurzum: Wer den X2 mit einem  Benziner oder Diesel fahren will, der dem xDrive 25e in Bezug auf die Leistung ansatzweise nahe kommt: der muss ein paar Tausender mehr auf den Tisch blättern.

Der einzige echte Nachteil, der durch die Wahl des X2 Plug-in-Hybrid entsteht, steckt im Heck: das Kofferraumvolumen sinkt von 470 bis 1.355 auf 410 bis 1.290 Liter. Der Unterschied beziffert sich zwar nur auf einen großen Reisekoffer; doch der Stauraum ist im SUV-Coupé nicht allzu üppig bemessen. Das gebotene Volumen lässt sich aufgrund der wenigen Ecken und Kanten gut nutzen: wenn es das Gepäckstück einmal über die fast 80 Zentimeter hohe Ladekante geschafft hat. Ein weiterer kleiner Makel. Die Rücksitzlehnen können wir nicht vom Heck aus umklappen – das Platzangebot auf der Fondbank selbst ist außerdem nicht das reichste: ab 1,80 Meter Körpergröße wird es eng für Beine und Köpfe. Recht knapp bemessen präsentiert sich im xDrive 25e zu guter Letzt auch der Federungskomfort. Aus aerodynamischen Gründen legt BMW ihn um zehn Millimeter tiefer als die herkömmlichen Modelle. Beim Abrollen eilt dem Plug-in-Hybrid mit seinen serienmäßigen 17-Zöllern aber das Zusatzgewicht der Batterie zu Hilfe.

 

Technische Daten des BMW X2 Plug-in-Hybrid

PS-Anzahl: min. 220 PS max. 220 PS
kW-Anzahl: min. 162 kW max. 162 kW
Antriebsart: 4×4-Antrieb
Getriebeart: Automatik mit manuellem Modus
Kraftstoffart: Elektro
Verbrauch (kombiniert) keine Angaben
CO2-Emission: min. 43 g/km max. 43 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. +
Abgasnorm: Euro 6 D
Listenpreis: ab 40.148 Euro
Stand der Daten: 03.08.2020

Konkurrenzmodelle

Ein SUV vom Schnitt des X2 ist in unserem Autohaus online nicht alleine. Unter unseren günstigen Neuwagen finden Sie zahlreiche andere SUV-Coupés: u.a. den  Mercedes GLA ab 32.286 Euro und 16%, den Audi Q3 Sportback ab 30.830 Euro und 17%; oder den Jaguar E-Pace ab 32.384 Euro und 24% Neuwagen Rabatt. Auch bei der Finanzierung haben Sie mehrere Optionen, etwa unser Autoleasing ab 0€ und 0,9% effektiver Verzinsung.

Fazit zum BMW X2 Plug-in-Hybrid Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Mit dem X2 Plug-in-Hybrid verstärkt BMW den Tugendkatalog seines kompakten SAV-Coupés – kein anderer Hersteller hat diese Kombination im Angebot. Gerade jetzt, wo die Fördersituation so günstig und der Preis so konkurrenzfähig sind, punktet der X2 xDrive 25e mit: Dynamik, Effizienz und dem Komfortvorteil, nahezu alle Alltagsstrecken rein elektrisch absolvieren zu können. Einziges Extra auf unserer Wunschliste: ein schnellerer Ladeanschluss. Bei MeinAuto.de kostet das Coupé-SUV als PHEV ab 40.148 Euro, sprich knapp 7.100 Euro respektive 16% unter dem Listenpreis.

5 von 5 Punkten

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