▶ Innenraum & Ausstattung
Spärliche Serienausstattung, großzügiges Platzangebot und Kofferraumvolumen
Kaum überzeugen kann die Basisausstattung “Reference” auch mit ihren restlichen Ausstattungsdetails. Ihr einziger Trumpf ist der kleine Preis. Bezahlt werden muss er z.B. mit der gänzlichen Abwesenheit einer Klimaanlage. Ab dem zweiten Ausstattungsniveau “Style” erhält der Seat Ibiza zumindest eine manuelle Klimaanlage; und er wird merklich komfortabler sowie praktischer. Außerdem lässt er sich mit einzelnen Paketen aufwerten.
Weitere Fixbestandteile der “Style”-Linie sind: ein Leder- Multifunktionslenkrad und eine Rücksitzbank mit einer zweigeteilten Lehne. Beide Teile lassen sich separat umklappen. Das Kofferraumvolumen wächst so Schritt für Schritt: von 355 auf 1.165 Liter. Damit zählt der Seat zu den Besten der Klasse. Geschlagen geben muss er sich dem Skoda Fabia, der 380 bis 1.190 Liter verstaut; und knapp dem Renault Clio mit 391 bis 1.069 Litern.
Ab der “Style”-Ausstattung geht es bergauf
Den Opel Corsa und den VW Polo hat der Ibiza diesbezüglich im Griff; sie bieten ein Stauraumvolumen von 309 bis 1.081 Litern. Seat hat bei der Platzvergabe jedoch nicht auf die Insassen vergessen. Der Fahrer und Beifahrer können beinahe zwei Meter groß sein: uns sie haben es im spanischen Kleinwagen dennoch recht bequem. Auf den beiden äußeren Rücksitzen kommen die Beine ab einer Größe von knapp 1,85 Metern in Bedrängnis.
Mit dieser Großzügigkeit braucht sich der Ibiza keineswegs verstecken. An Variabilität mangelt es ihm zwar – aber das ist bei kleinen Schrägheck-Limousinen Usus. Dass im Kleinwagensegment in den unteren Ausstattungen nur multimediale Schonkost gereicht wird, kennt man ebenfalls. In der “Style”-Linie helfen Options-Pakete, diese Not pragmatisch zu linder.
Optionales Infotainment- und Navi-System übersichtlich und einfach zu bedienen
Zwei Beispiele sind das “Infotain”- und das das “Comfort”-Paket. Jenes kümmert sich vorrangig um die Steigerung des Komforts: mit einer Klimaautomatik, einem variablen Ladeboden und einem autonomistisch abblendenden Innenspiel. Das “Infotain”-Paket ersetzt das “Media”-Audiosystem und seinen 8-Zoll-Touchscreen – durch ein Navigationssystem mit einem 9,2 Zoll großem Touchscreen. Hinzu kommen noch eine induktives Ladefach und die “Full Link”-Smartphone-Integration.
Kabellos funktioniert die Spiegelung allerdings nur mit IPhones. Das ist ein Makel, der sich selbst mit dem teureren Navi samt Sprachsteuerung nicht tilgen lässt. Die Bedienung seines Minis und seiner Systeme hat Seat gut gelöst, besser als die Mutter VW. Unterhalb des zentralen Luftausströmer positionieren die Spanier ein eigenständiges Klima-Bedienelement. Nur einen Drehregler, um die Lautstärker ändern und durch die Menüs scrollen zu können fehlt. Das serienmäßige 8-Zoll-Digitalinstrument ist für den Kleinen große genug – das optionale 10-Zoll Volldigitalinstrument freilich ist um einiges übersichtlicher.