▶ Innenraum & Ausstattung
Elektrischer Kastenwagen setzt auch bei den Karosserievarianten auf Effizienz
Bei der Auswahl der Karosserievarianten lautet die Devise beim Renault Master E-Tech ebenfalls ʺstreamlining". Von den insgesamt 20 Karosserievarianten wählt Renault zwei aus, die rein batterieelektrisch betrieben werden: die Versionen ʺL2H2" und ʺL3H2". Was unterscheidet die beiden? Der Radstand, die Länge – und damit naturgemäß das Volumen des Laderaums. Der Master E-Tech L2H2 ist, mit seinem Radstand von 3,59 Metern, 5,69 Meter lang.
Der Master L3H3 streckt sich dank seines 4,22 Meter langen Radstandes 6,32 Meter in die Länge. Breit sind beide Karosserievarianten 2,08 Meter, hoch 2,50; wie bereits erwähnt um einiges schmaler und niedriger als bisher. Das Format gleicht nunmehr jenem der Mitbewerber. Der Fiat Ducato und seine Geschwister – vom Citroen Jumper bis zum Toyota Proace Max – sind 5,41 bis 6,36 Meter lang.
Mit 11 oder 13 m³ Ladevolumen und 1,1 bzw. 1,6 Tonnen Nutzlast
Die Kapazität des Laderaums allerdings ist beim Renault Master E-Tech geringer als etwa beim Fiat E-Ducato. Der Renault verstaut hinten 10,8 oder 13 m³, der Fiat und seine Kollegen bis zu 17. Die Franzosen behalten aber einige Varianten im Köcher: das Laderaumpotential reicht beim Master bis 22 m³. Zum Vergleich: der VW e-Crafter packt 10,7 m³, der Mercedes e-Sprinter maximal 14 m³ weg.
Wie aber steht es um die Nutzbarkeit des Master-Laderaums? Sie ist bereits bei den aktuellen Spielarten vortrefflich – und besser als beim Vorgänger. Der Kasten ist 3,23 oder 3,63 Meter lang, 1,89 Meter hoch; und maximal 1,79 Meter breit. Selbst zwischen den Radkästen bleiben 1,38 Meter frei: mehr als genug für alle Euro-Paletten-Varianten. Auch die Türen sind größer und praktischer geworden.
Die seitliche Schiebetür ist 1,31 Meter breit und 1,75 hoch. Die Hecktür hat dieselbe Höhe und ist mindestens 1,52 Meter breit. Damit ist sie, trotz des schmaleren Hecks, breiter als bisher. Die erlaubte Nutzlast hängt davon ab, ob der Master E-Tech mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 oder 4,0 Tonnen geordert wird. Im jenem Fall darf Renaults elektrischer Kastenwagen maximal 1,1, in diesem 1,6 Tonnen transportieren.
Übersichtliches Cockpit und gut vernetztes Android-Infotainment als Teil der Serienausstattung
Der Master E-Tech kann aber nicht nur hinten, sondern auch in der Fahrerkabine einiges wegstecken. Im Handschuhfach, in der funktionalen Mittelkonsole oder in den beiden großen Staufächern auf dem Armaturenbrett: überall dort lassen sich die kleinen und großen Utensilien des Arbeitsalltags sicher verstauen. Das Stauvolumen summiert sich auf gut 130 Liter.
Renaults Transporter erweist sich innen überdies als ausgewiesener Ordnungshüter. Das Cockpit und die Armaturen des Master E-Tech stammen aus Renaults Pkws – das ist u.a. an der Materialqualität zu erkennen. Bei der Digitalisierung greift Renault gleichfalls auf die Pkw-Systeme zurück. Das Infotainmentsystem “OpenR Link” auf Basis des Android OS ist mit seinem 10-Zoll-Touchscreen Teil der Serienausstattung; es bindet Smartphones per Kabel oder kabellos ein.
Beim 4-Tonner ist auch die Instrumentenanzeigen serienmäßig digitalisiert. Immer mit an Bord ist zumal die einfache Bedienung. u.a. dank großer Drehregler. Schade finden wird nur, dass Renault die Navigations-Funktion erst gegen Aufpreis freischaltet. An Bord wären sie bei einem Android-System ja gewissermaßen natürlich. Der Aufpreis lohnt sich in jedem Fall; ebenso der für den Fahrersitz mit verstellbarer Armlehne und Lendenwirbelstütze.