Die Neuerungen beim Design hat Porsche im Vergleich mit der Aufstockung der Serienausstattung eher homöopathisch dosiert. Ein Beispiel: das dezent verbreiterte Heck. Das neue, dreidimensionale Band der Heckleuchten gibt sich ebenfalls nur sporadisch zu erkennen; das aber liegt in seine Natur. Und die frischen Farben? Die fallen nur jenen auf, die alle alten gekannt haben. Die Änderungen im Motorensortiment indessen, sie sind sofort zu erkennen. Die auffälligste ist, dass von den Dieselmotoren jede Spur fehlt. Gänzlich unerwartet kommt das nicht, nachdem Porsche die Produktion aller Selbstzünder im Februar 2018 eingestellt hatte. Damals hieß es noch „bis auf Weiteres“ – mittlerweile deutet alles darauf hin, dass es ein Ende ohne Wiederkehr war. Der Diesel wird in Zuffenhausen keine Rolle mehr spielen. Mittelfristig trifft dieses Schicksal leider auch die alternativen Antriebe des Macan, z.B. einen Plug-in-Hybrid-Antrieb á la Cayenne. Der Grund ist banal. Der Einbau der Verbrenner-Elektromotor-Einheit ist in der bestehenden Plattform technisch nicht umsetzbar.
So stand auf der Aufgaben-Liste der Motorenabteilung nur die Verbesserung der Benziner – bei der Qualität der Vorgänger kein leichtes Unterfangen. Am besten ist es da, klein anzufangen; und sich allmählich nach oben zu arbeiten. Die Ingenieure von Porsche hielten es so und nahmen sich als ersten den Vierzylinder-Benziner – schlicht Macan genannt – zur Brust (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,1 Liter auf 100 km, 185 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Um den zwei Liter großen Turbomotor mehr Effizienz beizubringen, wurden die vier Brennkammern überarbeitet; um ihn für die aktuelle und die nächste Abgasnorm (Euro 6c und Euro 6d-temp) fit zu bekommen, haben ihm die Motorenbauer einen Ottopartikelfilter spendiert. An der Leistung wurde nicht gedreht, es bleibt bei 245 PS und 370 Nm Spitzendrehmoment, die zwischen 1.600 und 4,500 Touren die Kurbel verdrehen. Mit diesem Schmalz beschleunigt der R4-Ottomotor die 1,8 Tonnen in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h; den Kampf gegen den Luftwiderstand und die große Stirnfläche – 0,35 bzw. 2,62 m² – verliert er bei 225 km/h. Für uns als SUV-Fahrer aus der Kategorie „Otto-Normalverbraucher“ fühlt sich der Macan mit diesem Motor höchst beeindruckend an.