Meine Meinung zu diesem Modell:
Zu sagen, der Porsche Cayenne hätte Pfeffer, wäre abgegriffen und billig – außerdem wäre es untertrieben. Der Cayenne ist und war immer ein Sportwagen, der sich in die Karosserie eines SUVs verirrt hat.
Wenn man sich verirrt, kommt es vor, dass man sich auch verliert. Der Porsche Cayenne scheint sich in der aktuellen Form aber wieder gefunden zu haben. Der Fokus kehrt zurück auf dem Fahrersitz und auf das Fahrerlebnis. Der Innenraum und der gesamte Anzeigenverbund sowie die Bedienung sind auf den Piloten ausgerichtet. Er ist dadurch weniger abgelenkt – keine schlechte Idee bei einem SUV, dessen schwächster Verbrenner 353 PS leistet.
Der V6 und der V8-Biturbo haben weiter an Leistung gewonnen – beim Verbrauch scheint Porsche den Sparknopf aber verloren zu haben. Mit 12, 13 Litern sollte man mindestens rechnen: ob’s nur an der mäßigen Aerodynamik liegt? Für mich ist das jedenfalls zu viel.
Zum Glück gibt es mittlerweile auch diverse Plug-in-Hybrid-Antriebe: mit bis zu 739 PS. Um die herausragende Verarbeitungsqualität, das wunderbare Adaptiv-Fahrwerk und die scharfen Bremsen auskosten zu können, reichen aber die 353 PS des V6. Und sei’s drum, unverschämt teuer ist der Cayenne mit einem Verbrauch von 5 wie 25 Litern.