▶ Innenraum & Ausstattung
Langer Radstand als Garant für reichlich Beinfreiheit im Fond
Schlank und elegant sieht schön aus, fürs Platzangebote verheißt es aber selten etwas Gutes. Der Peugeot e-408 ist allerdings auch kein klassisches Familienauto. Wenn im Fond jemand mitfährt, dann sind es meist kleine Kinder; oder ein Erwachsener. Genug Platz bietet die Crossover-Limousine im Fond allerdings auch für zwei Erwachsen – sofern sie nicht größer als 1,85 Meter sind.
Größeren Fondpassagiere stoßen mit ihren Köpfen am Dachhimmel an. Die Beinfreiheit stößt deutlich später an ihre Grenzen. Sie erfüllt Mittelklasse-Ansprüche. Ein Hauptgrund ist der 2,79 Meter lange Radstand; er hat ebenfalls Mittelklasse-Maß. Vorne genügt das Platzangebot dem Anspruch ein Mittelklasse-Modells locker. Die einzige Einschränkung ist die voluminöse Mittelkonsole. Sie engt den Freiraum gefühlt etwas ein, hat dafür aber ihre praktischen Vorzüge.
Kofferraum kleiner als beim Benziner, dennoch großzügig und praktisch
Sie, die praktischen Vorzüge, offenbart zu unserer Überraschung auch der Kofferraum des Peugeot e-408. Als schnittige Crossover-Limousine ist er dafür alles anderes als prädestiniert. Peugeot gelingt es aber, trotz des coupehaften Designs einen 471 bis 1.545 Liter großen Stauraum zu schaffen. Dass er beim konventionellen 408 mit 536 bis 1.611 Litern noch größer ist, seit nur angemerkt. Groß genug ist für uns auch der Kofferraum des e-408.
Das zeigt der Prüfblick in die Kofferräume der Konkurrenten. Der Stauraum des Polestar 2 quillt bei 405 bis 1.095 Litern über; der des deutlich längeren Citroen C5 X mit Vollhybrid-Antrieb bei 485 bis 1.580 Litern. Der Hyundai Ioniq 6 transportiert 401 Liter. Kurzum: Der Peugeot e-408 schlägt sich praktisch beachtlich. Das liegt auch an der großen, praktischen Heckklappe und an der mit 70 Zentimetern vergleichsweise niedrigen Ladekante.
Ausstattung, Vernetzung und Digitalisierung mit einem Wort: vorbildhaft
Nach getaner Verladearbeit sehen wir uns nach einer entspannenden Pause. Den perfekten Platz dafür finden wir im ergonomischen Fahrer-Komfortsitz. Im Testwagen ist er verbaut, weil dieser mit dem “Winterpaket” aufgewertet wurde – eine lohnende Investition. Bequem und beim E-Modell beheizbar sind die Sitze jedoch bereits in der Basisausstattung “Allure”. Die Lenkradheizung fürs Multifunktions-Volant sind ebenfalls Serie.
Die Tastend es Lenkrads sind ein Bestandteil des schlüssigen und übersichtlichen Bedienkonzepts. Bedient wird ab Werk das “Peugeot i-Connect Advanced”-Navigationssystem von “TomTom”. Der ins Armaturenbrett integrierte Touchscreen ist ebenso 10 Zoll groß und wie das Digitalinstrument. Die Smartphones werden kabellos gespiegelt, Updates “over-the-air” eingespielt. Auf die Bedienung des e-408 haben wir uns im Test im Nu eingespielt.
Das liegt auch daran, dass Peugeot noch eine Leiste mit gewöhnliche Schnellwahltasten und einen Drehregler vorsieht. Die digitale Bedienleiste mit den berührungsempfindlichen, frei programmierbaren “i-Toggles” ist eine nützliche Ergänzung. Extra kostet lediglich eine induktive Ladestation. Die 2-Zonen-Klimaautomatik verbaut Peugeot ab Werk – ebenso wie jede Menge Hartplastik. Vielleicht klassifiziert Peugeot den e-408 deshalb C-Segment-Modell.