▶ Innenraum & Ausstattung
Reichliche Bewegungsspielraum vorne, Fond auch gefühlt deutlich enger
Als größte Art der Katzenfamilie, neben dem Tiger, kann sich der Peugeot e-208 auch bei der Vergabe des Platzangebots keine Blöße geben. Löwen lieben die Weite der Savanne. Diese Weiten kann der kleine Peugeot innen nicht nachbilden. Vorne gehört er dennoch zu den geräumigsten Vertretern seiner Gattung. Auf den Vordersitzen ist genug Platz für Fahrer und Beifahrer, die gut 1,90 Meter groß sind.
Auf der Rückbank sind die Spielräume merklich knapper bemessen. Für die Füße und Beine wird es ab einer Größe von 1,75 Metern ungemütlich; die Köpfe haben dann aber noch einiges an Luft. Trotzdem will im Fond kein luftiges Gefühl aufkommen. Der knappe Schnitt der Karosserie und die hohe Schulterlinie engen den Freiraum gefühlt ein.
Klimaautomatik und beheizbare Vordersitze sind Serie – Navi-System erst ab der ʺAllure"-Linie
Etwas Abhilfe gegen die gefühlte Enge schafft das Panorama-Glasdach; angeboten wird es gegen Aufpreis allerdings lediglich in der Topausstattung “GT”. Generell ist der e-208 jedoch bereits in der Basisausstattung “Style” gut mit Extras bestückt. Die Vordersitze verfügen über eine dreistufige Sitzheizung, die Klimaanlage über eine automatische Temperaturregelung und einen Aktivkohle- sowie Pollenfilter. Was der “Style”-Linie überraschenderweise fehlt, ist ein digitales Kombiinstrument.
Bei einem BEV sind die zusätzlichen Informationen, die ein Digitalinstrument liefern kann, aber von besonderem Interesse. Eindrücklich demonstriert dies das im Testwagen installierte 10-Zoll-Digitalinstrument: mit seinen zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten. Geliefert wird es mit der “Allure”-Ausstattung. Auf diesem Niveau spendiert Peugeot dem e-208 auch ein echtes Infotainmentsystem. Das im Basismodell hat zwar einen 10-Zoll-Touchscreen und eine kabellose Smartphone-Spiegelung; funktional gleicht es sonst eher einem Radio.
Bedienung wartet teils mit kleinen Umwegen auf – der Kofferraum mit viel Volumen & einer hohen inneren Ladekante
Auch fürs Infotainment gilt allerdings: Ein Navi mit Cloud-Anbindung gehört in einem Elektroauto wie dem Peugeot e-208 im Grunde zur Grundausstattung. Ohne es ist die Routen- und Ladestopp-Planung mühsam. Das Navi “i-Connect Advanced”-System kostet beim e-208 selbst in der “Allure”-Linie extra. Angesichts des Preises empfinden wir das als Mangel; beim um einiges günstigeren Schwestermodell Corsa Electric ist es geradeso verzeihlich.
Dass es auch anders geht, zeigt Hyundai mit dem Inster. Er kostet gut einen Zehner weniger als der e-208 – trotzdem ist bei ihm das Navi Serie. Hyundais System ist zumal einfacher zu bedienen. Die unter dem zentralen Lüftungsdüsen angeordnete Kippschalter-Reihe ist in der Bedienung weniger intuitiv als es zunächst erscheint. Die Struktur der Menüs ist zudem recht unübersichtlich. Sichtlich besser bestellt ist es um die Qualität der Materialien und er Verarbeitung.
Und wie sieht es mit Stauraum aus? Gut, aber nicht überragend. Der e-208 verstaut im Kofferraum 309 bis 1.118 Liter; der 208 nimm 352 bis 1.163 Liter mit. Der Hyundai Inster bringt hinten bis zu 351 Liter unter, der Renault R5 326 bis 1.106. Was uns beim Einschlichten und Auspacken im Peugeot stört, ist die innere Ladekante. Sie ist beinahe 20 Zentimeter tief.