▶ Innenraum & Ausstattung
Die Maße bleiben kompakt – das Platzangebot ist unverändert großzügig
Die formidablen Scheinwerfer verbaut Opel im ″gemopften″ Astra in der Topausstattung ″Ultimate″ ohne Aufpreis. In der mittleren Linie ″GS″ können sie über das ″Tech″-Paket zugebucht werden. Der Astra selbst hat bei der Modellpflege nicht zugelegt; zumindest nicht, was seine Maße betrifft. Er ist nach wie vor 4,37 Meter lang, ohne Spiegel 1,86 Meter breit; und 1,46 Meter hoch. Die Achsen bleiben weiterhin 268 Zentimeter auf Abstand.
Folgt daraus, dass auch das Platzangebot konstant geblieben ist? Ja. Die sportlich flache Bauweise – der VW Golf bspw. baut 3 Zentimeter höher – wirkt sich nicht negativ auf die Freiheit der Köpfe aus. Vorne kommen sie mit dem Dachhimmel erst in Kontakt, wenn man weit über 2 Meter groß ist. Hinten ist die Kopffreiheit knapper gestaltet; eingeschränkt ist sie ab einer Größe von um die 1,90 Meter.
Weiterhin mit mehr Stauraum als der Golf
Da diese Größenbeschränkung hinten auch für die Freiheit der Beine und Füße gilt, resümieren wir: Der Astra L offeriert für einen Kompakten mit kompakten Maßen großzügige Freiräume. Das zeigt sich auch daran, dass der VW Golf in dieser Beziehung etwas weniger zu bieten hat. Ist das beim Stauraumvolumen anders? Nein. Der Astra L kann 422 bis 1.339 Liter verstauen, der VW Golf 381 bis 1.237.
Praktisch ist der Kofferraum des Opel überdies; das allerdings nicht serienmäßig. Die 68 Zentimeter niedrige Ladekante ist klarerweise in allen Ausstattungen ein Fixpunkt. Den verstellbaren ″Flex Floor″-Ladeboden rücken die Rüsselsheimer beim 5-Türer aber erst ab der mittleren Ausstattung ″GS″ heraus; und hier muss extra bezahlt werden. Serie ist er nur im Topniveau ″Ultimate″ – im Kombi gehört er zur Basisausstattung ″Elegance″.
Der Vorteil des variablen Laderaumbodens? Er lässt innen die Ladekante verschwinden – ohne ihn bleibt eine Stufe von rund 12 Zentimetern. Eine andere kleine Stufe im Kofferraumboden lässt sich nicht verhindern. Sie entsteht, wenn wir die zweiteilige Rücksitzlehne umklappen.
Grafiken wurden modernisiert, die Menüs vereinfacht – und die Sitzergonomie hat sich ab Werk verbessert
Für den Komfort kann man im gelifteten Opel Astra hingegen einiges tun: seit der Modellpflege noch mehr als vorher. Neu ist, dass Opel die ergonomisch gestalteten ″Intelli″-Sitze bereits dem Basismodelle ″Elegance″ spendiert. Die Ergonomie, insbesondere den Langstreckenkomfort, verbessert eine Vertiefung in der Mitte der Sitzfläche. Sie entlastet vor allem das Steißbein. In der Basisversion können Fahrer und Beifahrer die Sitze 6-fach anpassen.
In den Ausstattungen ″GS″ und ″Ultimate″ sind die ″Intelli-Sitze″ noch ergonomischer und bequemer ausgeführt; in ersterer der Fahrer-, in letzterer auch der Beifahrersitz. Sowohl hier wie dort erhalten die Sitze das Gütesiegel der ″Aktion Gesunder Rücken e.V.″ Im Astra Ultimate baut Opel außerdem eine Sitzheizung ein; ferner ein vollwertiges Online-Navigationssystem und ein Fach zum kabellosen Laden. Der 10 Zoll große Touchscreen des Navis ist ebenso in allen Ausstattungen verbaut wie das 10-Zoll-Digitalinstrument. Beide bilden eine Einheit, die auf den Fahrer ausgerichtet ist.
Ab der ″GS″-Ausstattung ist das Ensemble verglast. Die Menüs und Oberflächen des Touchscreens sind seit der Modellpflege übersichtlicher und klarer gestaltet. Außerdem ziehen überarbeitete, moderner wirkende Visualisierungen ein; und auf Wunsch gibt es vollständig vegane Stoffe. Bei der haptischen Bedienung bleibt alles beim Alten. Opel setzt zumindest teilweise auf einfache Tasten und Drehregler – der Bedienung kommt das zugute. Ein Beispiel ist die Temperaturanpassung der serienmäßigen 1-Zonen-Klimatautomatik; die 2-Zonen-Regelung gibt es ab der ″GS″-Linie.