▶ Innenraum & Ausstattung
Kompakte Abmessungen & praktische Maße beim 1,33 Meter breiten und 2,26 Meter langen Laderaum
Ein weiteres Beispiel für die praktische Veranlagung des PV5 Cargo ist der modulare Aufbau des Stoßfängers und der Heckverkleidung. Im hektischen Zusteller-Alltag ist ein Parkschaden schnell passiert. Da ist es auch finanziell von Vorteil, wenn sich die einzelnen Verkleidungsteile unabhängig voneinander schnell austauschen lassen. Möglichst schnell sollte bei einem Kastenwagen außerdem das Be- und Entladen vonstatten gehen.
Die Grundlage dafür legen große Öffnung und praktische Abmessungen des Laderaums. Der PV5 Cargo ist insgesamt 4,70 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,92 Meter hoch. Für den Laderaum bleibt davon eine Länge von 2,26 Metern übrig. An seiner breitesten Stelle misst er 1,57 Meter, an seiner schmalsten – zwischen den Radkästen – 1,33 Meter. Anders gesagt. Eine Euro-Palette hat im PV5 Cargo auch quer problemlos Platz.
Glänzt mit 42 Zentimeter niedriger Ladekante, 4,4 m³ Ladevolumen und 0,8 Tonnen Zuladung
Beim Einladen über die Heck-Öffnung empfiehlt es sich aber, die Palette längs zu nehmen. So kommt man in den Genuss der außergewöhnlich niedrigen Ladekante. Sie liegt nur 42 Zentimeter über dem Boden; bei der Konkurrenz sind es im Mittel ca. 10 bis 15 Zentimeter mehr – z.B. beim VW Caddy Cargo. Ermöglicht wird dieser angenehme Zugang durch eine zusätzliche Aussparung; sie ist allerdings nur 92 Zentimeter breit. Apropos breit. Wie breit sind die seitlichen Schiebetüren?
78 Zentimeter, also knapp zu schmal für eine Euro-Palette. Aber das ist bei den Mitwerbern ebenso. Die Ladekante liegt beim Kia PV5 Cargo auch hier nur gut 40 Zentimeter über dem Boden. Auf der Fahrerseite profitiert man davon aber erst, wenn man den Aufpreis für die zweite Schiebetür in Kauf nimmt. Das Laderaumvolumen von 4,42 m³ liefert Kia bei allen Ausstattungen aus. Die erlaubte Zuladung hängt von der Größe der Antriebsbatterie ab. Für den 52-kWh-Akku gibt Kia maximal 790 Kilo frei; für die größere Batterie 690.
Fleisch bekommen diese nackten Zahlen indes erst, wenn wir sie jenen der Konkurrenz gegenüberstellen. Der VW ID.Buzz Cargo ist praktisch gleichlang wie der Kia; Laden kann er 3,6 m³ und rund 736 Kilo. Der VW T7 e-Kastenwagen ist über einen Viertelmeter länger; er darf 1 Tonne und 5,2 m³ Ladegut zuladen – und beim 5 Meter langen Fiat e-Scudo 5,3 m³ und 0,9 Tonnen.
Schon in der Serienausstattung mit Online-Navi, Klimaautomatik und Digitalinstrument ausgestattet
Der PV5 Cargo bewegt sich mit seinen Transport-Eigenschaften – trotz seiner kompakten Abmessungen – also in bester Gesellschaft. Aber auf welchem Niveau richtet Kia die Fahrerkabine ein? Auf einem so hohen, dass die meisten Mitbewerber verdutzt. Die Basisausstattung ʺEssential" verwöhnt uns während der Arbeit mit einer Klimaautomatik. Das Ein- und Aussteigen sowie Starten vereinfacht das ″Smart-Key″-System – und das Navigieren das hauseigene Kartennavigationssystem.
Über die ″Kia Connect″-Dienste bleibt es stets am laufenden, bspw. was den Verkehr oder die Parkplatzsituation betrifft. Zum Bedienen nutzen wir den 13 Zoll großen, leicht erreichbaren Touchscreen. Nur der Wunsch nach physischen Tasten und Reglern bleibt im PV5 Cargo weitgehend unerfüllt – abgesehen vom Multi-Funktionslenkrad. Hinter ihm platziert Kia das 7 Zoll kleine, aber dennoch übersichtliche Digitalinstrument.
Soll der Komfort und die Konnektivität noch höher ansetzen, sind die ʺPlus" und die ″Elite″-Ausstattung die richtige Adresse. Erstere ergänzt eine induktive Smartphone-Ablage sowie eine Lenkrad- und Sitzheizung. Letztere erhöht vor allem die Sicherheit; im Innenraum kommen davon die Bilder der Rundumsicht-Kamera an.