▶ Innenraum & Ausstattung
Mit kurzem Radstand sowohl als geräumiger & vielseitiger 5- wie 7-Sitzer
Es existiert noch eine weitere Gemeinsamkeit. Sowohl der Ford Tourneo Connect wie der VW Caddy werden in einer Langversion mit gestrecktem Radstand gebaut. Bei Ford läuft sie unter dem Namen “Grand Tourneo Connect”; er verdient eine eigene Testfahrt. Wir touren im Tourneo Connect Plug-in-Hybrid durch Stadt und Land. Bei ihm hat man die Wahl zwischen einer 5- und 7-sitzigen Variante. Die Wahl wirkt sich auf das verfügbare Stauraumvolumen aus, zumindest bei ringsum aufgestellten Sitzen und Lehnen.
Der 7-Sitzer verstaut in dem Fall 248 Liter, der 5-Sitzer 1.213. Wer für die Sitze keine Verwendung hat, kann sie bei Bedarf umklappen, aufwickeln – oder komplett ausbauen. Das Aus- und Einbauen ist beinahe ein Kinderspiel; die Sitze wiegen wenig. Das Aufwickeln der Sitze – sie werden dabei im Ganzen nach vorne aufgestellt – geht ebenfalls einfach von der Hand.
Enorm viel variabler Stauraum
Allerdings müssen die aufgewickelten Sitze eigens gesichert werden: und das schränkt die Nutzung des gewonnenen Stauraums ein. Bei einem Gesamtvolumen von 2.556 Litern dürfte das den Haltern nur ein Schulterzucken kosten. Weshalb, zeigt der Blick ins Heck der Konkurrenz. Der Renault Kangoo packt 611 bis 2.311 Liter ein; der Opel Combo Electric 597 bis 2.126 – der Ford ist gemeinsam mit dem Caddy also das Stauraum-Maß der Dinge.
Mit der Erwähnung der 57 Zentimeter niedrigen Ladekante klappen wir das Gepäck-Kapitel zu – und steigen in die Kabine ein. Das gelingt beim Tourneo Connect ohne Schwierigkeiten. Die Schweller liegen niedrig und sind nicht allzu breit, die Sitzposition ist mit rund 55 Zentimeter angenehm hoch. Im Fond erleichtern die zwei serienmäßigen Schiebetüren das Einsteigen. Ihre unzulängliche Arretierung kostet uns allerdings einige Nerven.
Und der Zustieg in die dritte Reihe? Er ist kein Kinderspiel, bedarf aber auch keines Husarenstücks. Deutlich herausfordernder gestaltet sich die Bedienung. Der Grund: Ford übernimmt das Cockpit des Tourneo Connect nahezu eins-zu-eins vom Caddy. Das Nahezu macht aber einen Unterschied. Ein Beispiel ist die optionale Sitzheizung. Sie können wir im Ford einfacher aktivieren als im VW.
Navi und Klimaautomatik Serie & etwas einfach zu bedienen als der VW Caddy
Die Schalterleiste unter den Lüftungsausströmern erleichtert die Bedienung zusätzlich; sie ist ebenfalls ein Spezifikum des Fords. Dasselbe können wir über das serienmäßige Navigationssystem sagen. Die Variante von Ford startet schneller und ist ohne Ruckler zu bedienen: über einen 10 Zoll großen, integrierten Touchscreen. Gleichermaßen ab Werk verbaut sind: das 10-Zoll-Digitalinstrument sowie das “FordPass”-Modem. Die Serienausstattung trägt wie bei Ford wie üblich die Bezeichnung “Trend”.
Sie umfasst neben den genannten Extras: eine manuelle Klimaanlage, einen 4-fach einstellbaren Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze; sowie im PHEV einen faltbaren Beifahrersitze. Die 2-Zonen-Klimaautomatik versieht auch im Plug-in-Hybrid erst in der nächsthöheren Ausstattung “Titanium” ihren Dienst. Dafür sind im PHEV das Leder-Lenkrad und der Power-Startknopf Serie. Die sorgfältige Verarbeitung und Einrichtung ist allen “Tourneo Connect”-Varianten gemeinsam.