Meine Meinung zu diesem Modell:
Der kontrastreiche Lokalwechsel von den Pyrenäen auf die elektrisierende Großstadtbühne, er gelingt dem Cupra Tavascan gut, aber nicht perfekt.
Nahe an der Perfektion ist für mich das Design des Exterieurs und des Innenraums. Nicht zum ersten Mal bedient sich Cupra erfolgreich einer eigenen Herangehensweise: sie ist ein Teil des Erfolges. Das, abgesehen von der Kopffreiheit im Fond, großzügige Platzangebot und die durchdachte, liebevoll gestaltete Ausstattung sind ein weiterer Puzzle-Stein.
Beim Fahrwerk des Tavascan habe ich außerdem stets das Gefühl: hier waren Motorsport-Profis am Werk. Bei den Antrieben profitieren die Spanier vom MEB-Baukasten und von VWs Erfahrung; die E-Antriebe sind zuletzt deutlich sparsamer geworden – dementsprechend wächst die Reichweite.
Der MEB-Baukasten schränkt Cupra aber auch ein: vor allem bei der Leistung. Andere VW-Töchter setzen für ihre Performance-Modelle deshalb auf Alternativen.
Die Performance-Lücke zur Spitze und die mittelprächtige Ladeleistung sind die zwei wesentlichen Schwächen. Dass der Tavascan in China gebaut wird, hat seine Vor- und Nachteile – ebenso wie der hohe Preis.