▶ Innenraum & Ausstattung
Stärkerer e-Hybrid ab Werk mit Sportsitzen und Alu-Einlagen – beide Varianten mit mehr Platz als der A4
Innen wird der A5 e-Hybrid mit 270 kW ebenfalls bevorzugt. Die vorderen Normalsitze werden durch enger anliegende Sportsitze mit Lederbezügen samt dekorativer S-Prägung ersetzt. Das Innenraumdekor prägen matte Aluminium-Einlagen. Das 3-Speichern-Sportlenkrad in Leder gehört beim stärkeren e-Hybrid gleichfalls zur Serienausstattung. Bei allen Varianten der A5 Limousine e-Hybrid Serie ist das vorzügliche Raumgefühl und großzügige Platzangebot.
Beides hat sich verglichen mit der A4 Limousine weiterentwickelt. Fürs Fond gilt nämliches. In der neuen Generation finden auf den äußeren Rücksitzen die Beine und Köpfe mehr Platz: bis zu einer Größe von gut 1,85 Metern. Doch wie das Leben so spielt. Die Großzügigkeit auf der einen Seite muss oft durch Einsparungen an anderer Stelle kompensiert werden. Audi hat den Kofferraum dazu auserkoren, Überschüssiges abzugeben.
Der Kofferraum schrumpft erheblich – aber weniger als beim Mercedes und BMW
Den Kofferraum der A5 Limousine e-Hybrid trifft diese Entscheidung besonders hart. Das herkömmlich angetriebene Modell verliert gegenüber den Vorgängern 15 bzw. 20 Liter Stauraum; insgesamt kommt es auf 445 bis 1.299 Liter. Beim “e-Hybrid” schrumpft das Volumen auf 331 bis 1.175 Liter zusammen. Ein gewisser Trost ist: Die C-Klasse Limousine trifft es mit 315 Litern noch härter, die 3er Limousine mit 375 Litern beinahe ebenso hart.
Recht klein ist der Kofferraum des Audi-PHEVs dennoch – dafür ist er aber ungewöhnlich praktisch. Die Ingolstädter spendieren der A5 Limousinen eine Heckklappe: anstatt des bei Limousinen üblichen Deckels. Die Klappe wertet die A5 Limousine e-Hybrid mit ihrer großen Öffnung praktisch auf; das kompensiert teils den kleinen Kofferraum.
Brillantes Panoramadisplay und Android-Betriebssystem überzeugen mit intuitivem Bedien-Konzept
Wir kehren in den Innenraum zurück. In dem, verspricht Audi, haben man die Produktsubstanz aufgewertet. Andeuten will man damit, dass die Serienausstattung umfangreicher geworden sein soll. Das können wir vor allem für den Plug-in-Hybrid bestätigen. Denn ihm wird die 1-Zonen- durch eine 3-Zonen-Klimaautomatik ersetzt – sie steht einem Mittelklasse-Modell deutlich besser zu Gesicht.
Die mit Abstand größte Aufwertung steuert aber das ʺAudi MMI Panoramadisplay" bei; u.a. mit dem verknüpften ʺMMI Navigation plus mit MMI touch". Diese umständlichen Bezeichnungen sind zum Glück kein Indiz für die Qualität der Bedienung. Das 12 Zoll große Digitalinstrument und der 14,5-Zoll-Touchscreen glänzen beide mit einer gestochen scharfen OLED-Anzeige. Der Startbildschirm ist zudem erfreulich übersichtlich gestaltet.
Bei der Software kehrt Audi der Mutter VW den Rücken und vertraut auf das System von ʺAndroid Automotive". Der Wechsel lohnt sich. Die Menüs sind flach und eingängig strukturiert, die Bedienung läuft so flüssig wie auf dem Smartphone. Einige ausgesuchte Schalter und Regler runden das Bedienkonzept gelungen ab. Der Funktionsumfang kann trotzdem überfordern, u.a. in der Bedieninsel der Fahrertür.