▶ Innenraum & Ausstattung
Zwei Längen mit 5,8 oder 9 m³ und maximal 1 Tonnen Nutzlast – sprich praktischer als der ID. Buzz Cargo & die meisten Herausforderer
Wer im Lastenheft die Funktionalität an erster Stelle stehen hat, ist beim VW T7 e-Transporter aber besser aufgehoben – zumindest in Bezug auf die Transport-Qualitäten. Der elektrische T7 ist mindestens 30 Zentimeter länger als der ID. Buzz Cargo. Dementsprechend kann er mehr Ladegut und Nutzlast transportieren. In der kurzen Ausführung, mit 310 Zentimetern Radstand, fasst der e-Transporter maximal 5,8 m³ Ladegut; in den Kasten des ID. Buzz passen 3,9 m³.
Mit dem 3,4 Meter langen Radstand nimmt der Laderaum des T7 e-Transporters Waren im Ausmaß von 9 m³ auf. Die Ladung muss aber leichter sein als im kurzen Kastenwagen: maximal gut 800 statt gut 1.000 Kilo. So oder so, der VW ist mit diesen Nutzlasten und Laderaumvolumina bestens aufgestellt. Der Opel Vivaro Electric Cargo – und die restlichen Stellantis-Derivate bis zum Peugeot e-Expert Kastenwagen – nehmen im Schnitt pro Fahrt etwas weniger Ladegut mit.
Ladefläche ist lang und breit – wahlweise mit L-Trennwand und Rückbank für die Crew
Doch auch bei den elektrischen Transportern gilt beim Transport: Viel ist gut, einfach ist besser. Wenn man beim Be- und Entladen viel Zeit verliert, bleiben große Nutzlasten nur graue Theorie. Der T7 e-Transporter von VW aber erweist sich im Test als Praktiker. Die Ladekante liegt praktisch tief; rund 50 Zentimeter über dem Boden. Tiefer liegt sie nur beim PV5 Cargo von Kia. Haben es die Waren über die Ladekante geschafft, wartet auf sie: ein gut 2,6 Meter langer, 1,26 Meter hoher – und selbst zwischen den Radkästen beinahe 1,4 Meter langer Laderaum.
Wer sich sagt, das ist für mein sperriges Ladegut zu kurz: der sattelt auf den e-Transporter mit langem Radstand um. Beim ihm misst der Laderaum längs 3,6 Meter. Auf dieser Länge finden 3 Euro-Paletten Platz; beim kurzen KaWa sind es 2 – denn in beiden Varianten können sie problemlos auch quer geparkt werden. Durch die serienmäßige Schiebetür auf der Beifahrerseite passt die Euro-Palette jedoch nur längs. Die Tür ist maximal 93 Zentimeter breit und 1,4 Meter hoch. Damit gehört sich dennoch zu den breiteren Exemplaren ihrer Zunft; das gleiche gilt für die optionale Tür auf der Fahrerseite.
Feine Sitze, einfache Bedienung und 1-Zonen-Klimaautoamtik sind Serie – Navi und induktives Laden kosten extra
Bleiben wir beim Fahrer. Er sitzt ab Werk ebenso wie der Beifahrer in einem 4-fach verstellbaren, ergonomisch geformten Sitz. Wer es mit seinem Fahrer besonders gut meint, lässt VW die optionalen ″ergoComfort″-Sitze verbauen. Sie tragen das Siegel der ″Aktion Gesunder Rücken e.V.″: zurecht wurden wir nach dem Test sagen. Wer den T7 e-Transporter gelegentlich mit einem kleinen Team nutzen will, kann zur Version mit ″L-Trennwand″ greifen.
Sie platziert hinter dem Fahrer eine Trennwand aus Metall; dahinter folgen 2 Einzelsitze. Vorne wie hinten ist der T7 e-Transporter für den Arbeitseinsatz getrimmt: mit robusten Materialien sowie diversen Ablagen bzw. Anschlüssen. Die digitale Anzeigen-Landschaft übernimmt VW von Ford. Das Digitalinstrument ist Serie; und bietet mit einer Diagonale von gut 12 Zoll und einer scharfen Darstellung der Inhalte einen guten Überblick. Seitlich direkt ans Digitalinstrument an schließt der 13 Zoll große Touchscreen des Infotainmentsystem.
Das Betriebssystem und die flache, eingängige Menüstruktur liefert ebenfalls Ford zu (ʺFord Sync4ʺ-System) – die Grafiken und Icons sind Marke VW. Dass das Navi extra bezahlt werden muss, ist bei VW und Ford gleich: bei einem elektrischen Transporter für uns eine Schwachstelle. Der Vorteil des e-Transporters: Das Online-Navi kann im Basismodell als einzelnes Extra günstiger ergänzt werden als im Ford; ebenso die praktische induktive Ladeschale.
Sie befindet sich in der offenen Mittelkonsole: unter den zentralen Ausströmern der serienmäßigen 1-Zonen-Klimaaautomatik; und der haptischen Bedienleiste mit Lautstärke-Drehregler sowie Kurzwahltasten. Kurzum: Bei der Bedienung lässt der e-Transporter unnötige Umwege weg.