▶ Innenraum & Ausstattung
Ein Mittelklasse-Kombi mit einem Platzangebot a la Oberklasse
Im bZ4X Touring sollte diese Länge ebenfalls für mehr Ruhe und Gelassenheit sorgen: es dürfte genug Platz für alle da sein. Bereits das SUV präsentiert sich im Fond, trotz des schrägen Hecks, erstaunlich geräumig; erst mit 1,90 Metern stoßen die Kpfe an der Decke an. Beim ″Touring″ haben die Köpfe bei dieser Größe noch viel Luft nach oben.
Die Füße und Beine können sich im Kombi sogar strecken und recken wie in einer Oberklasse-Limousine. Der 2,85 Meter lange Radstand und der vollelektrische Antriebsstrang entfalten ihre volle Wirkung. Außerdem bleibt noch genug Platz übrig, um im Kofferraum positiv zu wirken. Das SUV offeriert nominell ein Standard-Volumen von 452 Litern – wobei der Kofferraum real größer und praktischer ausfällt.
Als praktischer SUV-Zwilling mit mehr Stauraum als die Konkurrenz
Im bZ4X Touring ist er sowohl nominell wie real um etwa eine Drittel größer als im SUV. Das Standardvolumen beträgt 669 Liter. Wie viel Stauraum das ist, fördert die Gegenüberstellung ans Tageslicht. Der ca. 10 Zentimeter längere VW ID.7 Tourer verstaut 605 Liter; die um rund 20 Zentimeter kürzeren Opel Astra Sports Tourer Electric und Peugeot e-308 SW 516 bzw. 548. Die restlichen Ladequalitäten übernimmt Toyotas E-Kombi vom E-SUV.
Dazu zählen die angenehm niedrige Ladekante und der innen unmittelbar anschließende Ladeboden. Auch das Umlegen der Rücksitzlehnen hinterlässt im Kofferraum kaum Unebenheiten; und somit eine plane Ladefläche für sperriges Ladegut. Die zweiteilige Lehne verbaut Toyota ab Werk, sprich in der ″Teamplayer″-Ausstattung. Zur Perfektion fehlt im Grunde nur eine dreiteilige Variante; und eine umklappbare Beifahrersitzlehne.
Vorzüglich ausgestattet, einfach zu bedienen – aber ohne Handschuhfach und mit Potential bei der Materialqualität
Vom Beifahrer- wechseln wir direkt hinüber in den Fahrersitz. Wie hat Toyota den Sitzkomfort des bZ4X, wie das Cockpit ausgestaltet? Das Armaturenbrett ist bewusst schlicht gehalten – und profitiert von dem, was man beim bZ4X gelernt hat. Die Qualität der Materialien war für ein Mittelklassemodell zu minderwertig. Die Modellpflege hat die Wertigkeit sicht- und fühlbar erhöht. Der ″Touring″ profitiert ohne Umschweife von dieser Aufwertung: wir sehen aber noch Spielraum für eine weitere Qualitätssteigerung.
In puncto Übersichtlichkeit und Ausstattung liegt der bZ4X Touring hingegen schon jetzt auf einem erhabenen Niveau. Toyota spendiert ihm serienmäßig die neueste Generation des ″ Smart Connect Plus″-Navigationssystems. Sein Aushängeschild ist der 14 Zoll große, frei stehende Touchscreen. Er gefällt im Test mit einer brillanten Darstellung, einer ebenso zielsicheren wie flexiblen EV-Routenplanung – und mit seinen flachen Menüs.
Zur Regelung der 2-Zonen-Klimaautomatik verbaut Toyota am unteren Bildschirmrand zwei Drehregler; auch die Lautstärke können wir haptisch drehregeln. In der Mittelkonsole darunter laden wir zwei Smartphones serienmäßig kabellos. Im rund 20 Liter großen Staufach dahinter verschwindet der halbe Alltagskram. Die andere Hälfte liegt leider offen herum, weil Toyota auf ein Handschuhfach verzichtet.