Citroën C3 Test (2015): Generation zwei geht in die Verlängerung

Eigentlich sollten wir jetzt ja im neuen, auf der Plattform des Peugeot 208 aufbauenden Citroën C3 sitzen. So war es vor rund zwei Jahren jedenfalls geplant. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Die Franzosen haben den Start der dritten Generation auf Ende 2016/Anfang 2017 verschoben – und wir testen den C3 II, der zuletzt im Frühjahr 2013 kräftig aufpoliert wurde.

Modellpflege: ein Lichtblick

Citroen C3 2015 außen dynamisch vorneBei der Modellpflege der zweiten C3-Generation hatte Citroën dabei zunächst einmal die tief hängenden Früchte im Visier. Das heißt: Die Autoschmiede aus Paris haben dafür gesorgt, dass die Überarbeitung dem Kunde gleich ins Auge sticht. Prädestiniert für diesen Zweck sind Frontpartie und Scheinwerfer – und genau da hat Citroen auch den Hobel angesetzt. Der vordere Stoßfänger besteht nun aus zwei Elementen, der darüber liegende Kühlergrill aus zwei Chromspangen, die von Scheinwerfer zu Scheinwerfer reichen; bisher prangte in der Mitte lediglich das verchromte Firmenemblem, die doppelte Winkelverzahnung. Ab der mittleren „Selection“-Ausstattung kommen noch die beiden LED-Tagfahrlichter hinzu, die unter den Frontscheinwerfern platziert sind. Hinten haben es die Franzosen bei einem neuen Heckleuchten-Design bewenden lassen. Insgesamt wirkt der C3 jetzt einen Hauch frischer, weltbewegend war die Schönheitskur aber nicht.

Innen: Ein Navi fürs Navi

Citroen C3 2015 innen cockpitAuch innen zeigt sich ein ähnliches Bild. Das Platzangebot ist vorne wie bisher großzügig; hinten herrscht weiter die übliche Kleinwagenbeklemmung. Die Verarbeitung wirkt jetzt eine Nuance sorgfältiger, die Bedienung bleibt jedoch so kompliziert wie eh und je. Das beginnt schon beim CD-Radio und gipfelt beim 590 Euro teuren Navigations-System. Um sich in dem zurechtzufinden, bräuchte es ein eigenes Navi – nur Menschen mit viel Sinn für Ironie werden das zu schätzen wissen.

Citroen C3 2015 innen cockpit windschutzscheibe

Die Zenith-Panoramascheibe, eine Windschutzscheibe, die bis über die Köpfe des Fahrers und Beifahrers reicht, erweist sich als netter Lichtblick (Serie in der Topausstattung „Exclusive“). Am anderen Ende offeriert der Kleinwagen einen mit 300 bis 1.000 Litern recht großen Kofferraum: ein VW Polo schafft z.B. nur 280 bis 952 Liter; die hohen Ladekanten stören den guten Eindruck aber.

Motoren: Turboaufladung bevorzugt

Citroen C3 2015 außen hinten statischIm Innenraum sind die Neuerungen also überschaubar, tiefgreifender fallen sie im Antriebsraum aus, wobei sich das Motorenangebot in der Zeit nach der Modellpflege stark gelichtet hat. So ist seit Ende 2014 nur noch ein Dieselmotor im Programm, der BlueHDi 100. Der Vierzylinder werkelt dank Turboaufladung und Common-Rail-Einspritzung mit 99 PS und maximal 254 Nm Drehmoment vor sich hin. Sanft knurrend zieht er den 1,3 Tonnen schweren C3 in 11,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und auf maximal 190 Stundenkilometer. Auch bei den Zwischensprints in den höheren Gängen fährt sich der kleine Citroën mit ihm recht lebendig, da das Spitzendrehmoment bereits ab 1.750 Nm zupackt. Die herausragende Tugend des Selbstzünders ist aber sein Umgang mit dem Kraftstoff und den Abgasen. Ein Rußpartikelfilter befreit letztere von den gefährlichen Rußteilchen, der vorgeschaltete SCR-Katalysator (mit AdBlue) von den Stickstoffpartikeln. Und der Verbrauch? Der soll mit den 16-Zoll-„Airflow“-Leichtmetallfelgen nach Norm lediglich 3 Liter (79 Gramm CO2) betragen; ohne die in der „Selection“-Ausstattungslinie serienmäßigen Räder steigt der NEFZ-Verbrauch auf 3,4 Liter (87 Gramm). Im Test kommen wir mit 4,5 bzw. 4,8 Litern aus – durchaus passabel, würden wir sagen.

Der neue Citroen C3 2013Die drei angebotenen Ottomotoren können mit diesen Verbrauchswerten natürlich nicht mithalten: sie sind dafür aber mindestens 1.350 Euro günstiger. Der teuerste und jüngste im Bunde ist der PureTech 110 mit Start-Stopp-System. Der Dreizylinder ist der einzige Benziner mit Turboaufladung – und auch der einzige Ottomotor, der dem C3 mit 110 PS und 205 Nm ein wenig Temperament einimpft. Seine Leistung setzt er in 10,4 Sekunden in ein Tempo von 100 und maximal in eine Geschwindigkeit von 190 km/h um. Damit ist er einen Hauch flotter unterwegs als der Diesel, er braucht allerdings rund einen Liter mehr: 4,2 Liter (100 Gramm) sind es nach Norm, 5,6 Liter im Test.

Technische Daten des Modells:
PS-Anzahl: min. 68 PS max. 110 PS
kW-Anzahl: min. 50 kW max. 81 kW
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebeart: ausschließlich Manuell
Kraftstoffart: Diesel, Benzin
Verbrauch (kombiniert): min. 3,4 l/100km max. 4,6 l/100km
CO2-Emission: min. 87 g/km max. 107 g/km
Effizienzklasse: min. A+ max. B
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: 15.380 Euro
Link zum Konfigurator: http://www.meinauto.de/citroen/neuwagen/751-c3/angebote/c3/konfigurator

Fahrverhalten: hoher Fahrkomfort, rigide Spaßbremse

Wer mit dem C3 bloß im zähen Fluss des Stadtverkehrs mitschwimmen will, der mag hingegen mit einem der beiden „PureTech“-Sauger – dem 999 cm³ großen PureTech 68 und dem 1.199 cm³ großen PureTech 82 – das Auslangen finden. Den beiden fehlt es im Drehzahlkeller zwar an Kraft, einmal in Schwung lassen sie den C3 aber gemütlich dahingleiten, mit bis zu 163 bzw. 174 km/h (176 km/h sind es mit der neuen, 900 Euro teuren 5-Gang-Tipronic ETG). In puncto Laufkultur und Verbrauch offenbaren die beiden Sauger aber Schwächen. Dass die 4,4 bzw. 4,5 Liter Normverbrauch im Alltag illusorisch sind, ist eine Binsenweisheit. Das Testmittel liegt mit fast 6,5 Litern aber unerwartet weit über dem Normwert. Ein weiterer Nachteil der Sauger: Bei ihnen baut Citroën hinten lediglich Trommelbremsen ein, was den Bremsweg deutlich verlängert.
Beim Topbenziner und beim Diesel sorgen vier Scheibenbremsen für die nötige Verzögerung und sie bringen den kleinen Franzosen aus Tempo 100 ca. 3 Meter eher zum Stehen. Allzu eilig ist man mit dem C3 aber selten unterwegs. Das ESP bremst jeden Anflug einer sportlich ambitionierten Fahrweise rigoros ein, um ein Aufschaukeln zu verhindern. Diese Neigung des kleinen C3 hat ihre Ursache im weich gefederten Fahrwerk, das im Gegenzug aber für einen hohen Fahrkomfort sorgt.

Fazit zum C3

Der Citroën C3 präsentiert sich nach der Modellpflege außen frischer und innen hochwertiger. Die wichtigsten Verbesserungen betreffen aber die Antriebe, von denen sich besonders die beiden Turbomotoren auszeichnen können. Ein Navigationssystem bringt man sich aber besser selber mit. Bei MeinAuto.de startet der C3 mit 11.033 Euro, also über 5.000 Euro bzw. 23,8% unter dem Listenpreis. (nau)
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