Audi Q3 II (2019) im Test: ist aus dem Premium-SUV ein kompakter Allrounder geworden?

In Bezug auf die Fahrdynamik und Qualität konnte dem Audi Q3 bislang kaum ein anderes Kompakt-SUV das Wasser reichen. Für seine praktischen Talente war der Ingolstädter hingegen nicht unbedingt berühmt. Mit der seit wenigen Wochen ausgelieferten zweiten Baureihe will sich der Crossover aber zum Allrounder wandeln. Was der vermeintliche Alleskönner alles kann, führt er uns im Test vor. Ein Fahrbericht.

Inhalte des Testberichts zum Audi Q3:

  1. Zum Testbericht
  2. Technische Daten (als Tabelle)
  3. Konkurrenzmodelle
  4. Unser Fazit mit Sternebewertung

Der Q3 streckt sich für die Familie

audi-q3-aussen-vorneDie Ingolstädter wollen den Q3 in Generation zwei als Familienauto etablieren. Dafür muss das Premium-SUV an praktischem Talent zulegen – und zwar gehörig. Die praktischen Qualitäten sind auch die ersten, die wir uns auf dem Testprüfstand vornehmen. Ausreden gibt es für Audi keine. Der neue Q3 baut auf derselben Plattform auf wie der VW Tiguander Praktiker und Pragmatiker des Segments. Die Ingolstädter gehen das Projekt „Allrounder“ ebenfalls pragmatisch an. Wer mehr bieten will, sagen sie sich, braucht mehr Platz. Gesagt getan: Der Q3 legt mit dem Generationssprung rundum zu: in der Länge um knapp zehn Zentimeter, zwischen den Achsen um ca. acht. Die fertigen Maße belaufen sich nunmehr auf 4,48 Meter in der Länge, 1,86 in der Breite und 1,62 in der Höhe – bei einem Radstand von 269 Zentimetern. Wenn Ihnen diese Zahlen vertraut vorkommen, ist das kein Wunder: Sie gleichen – abgesehen von der um sieben Zentimeter niedrigeren Höhe –  dem des Tiguan wie die zweier eineiiger Zwillinge. Das aber ist freilich erst die halbe Miete. Für die Praxistauglichkeit zählt, was für die Insassen davon übrig bleibt – und wie spielerisch respektive variantenreich der vorhandene Platz umgestaltet werden kann. Insbesondere bei der Variabilität und der Stauraumkapazität hat es dem Vorgänger gemangelt.

audi-q3-aussen-hintenAnders der Nachfolger, von dem die ersten Chargen seit Anfang November die gespannten Erstkunden erreicht haben. Auch wir dürfen den neuen Q3 im Test ausführlich Probe sitzen und Probe packen. Beginnen wir mit dem Sitzen. Die Hälfte des besagten Längenzuwachses gibt Audi dem Innenraum ab; der Großteil macht es sich im Fond gemütlich. Gut so, denn hinten profitieren die Beine von jeden Zentimeter doppelt. Vorne saß und sitzt es sich im kompakten Q3 ohnehin fein wie in der Mittelklasse. Das liegt aber auch an den beheizten Sportsitzen, mit denen das Testmodell um unsere Gunst buhlt. Zurück ins Fond, in das wir einsteigen, als wären wir wieder Anfang zwanzig – dank der weit öffnenden Türen, der hoch angesiedelten Sitzbank und der schmalen Schweller. Einfach geht uns auch das Ein- und Ausbauen der Kindersitze von der Hand. Das erste zuvorkommende Angebot an die Familie ist damit gemacht. Die längs um 15 Zentimeter verschiebbare Rückbank ist ein zweites. Ganz nach hinten verschoben vergrößert dieses Serien-Extra die Beinfreiheit dermaßen, dass es sogar Lob von der Schwiegermutter gibt. Die etwas knappe Kopffreiheit kommt bei ihrer Größe gottlob nicht zum Tragen.

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Audis Kompakt-SUV mit mehr Stauraum, vorerst ohne Hybridmotor

audi-q3-aussen-vorne-kühlerMit der verschiebbaren Rückbank hat der neue Q3 einen ersten wichtigen Schritt Richtung mehr Variabilität getan. Mit den ab Werk 2:1:2 umklappbaren Lehnen erfolgt ein weiterer: zugunsten der Flexibilität und Familienfreundlichkeit. Denn die Lehnen lassen sich in der Neigung in sieben Positionen verstellen; und die mittlere verwandelt sich optional in eine Mittelarmlehne mit zwei Becherhaltern. Mit dem Umklappen der Lehnen öffnet sich uns der Blick zur nächsten Baustelle des Vorgängers: dem Kofferraumvolumen. Premium hin oder her, als Familien-SUV reichen 460 bis 1.365 Liter im Heck nicht aus. Das wusste man auch in der Stadt des Ingold an der Donau. Dem Nachfolger des volumenmageren Vorgängers verabreicht Audi eine satte Zunahme auf 530 bzw. 675 bis 1.525 Liter. Den Volvo XC40 und den BMW X1 steckt er damit locker in die Tasche (460 bis 1.336 bzw. 505 bis 1.550 Liter); den 615 bis 1.655 Litern des VW Tiguan kommt er immerhin nahe. Ebenfalls praktisch: Der variable Ladeboden des Kofferraums kennt drei Niveaus. Auch wenn die Ladekante 75 Zentimeter hoch ist und eine automatisch öffnende Heckklappe extra kostet – der neue Q3 ist auch bei der Variabilität und dem Kofferraumkapazität endlich auf Premium-Niveau.

audi-q3-innenDieses Fazit gibt uns die Gelegenheit, im Test zu den Audi-Domänen zu wechseln. Wir beginnen mit den Motoren. Hier kann der Q3 aktuell mit fünf Aggregaten in sieben Antriebskonfigurationen aufwarten. Das klingt nach einer Auswahl, in der für alle Geschmäcker etwas dabei sein sollte. Aber das ist ein Trugschluss. Uns zumindest fehlt ein Motor, der mit Strom oder alternativ mit Gas arbeitet. Ein Plug-in-Hybrid ist zwar geplant, laut Audi wird er aber erst in rund einem Jahr erhältlich sein – für uns ein Kaltstart. Der zaghafte Start spielt auch bei den beiden Dieselmotoren eine Rolle. Gerade der schwächere Selbstzünder, der 35 TDI, tut sich schwer, in die Gänge zu kommen – einerlei ob mit quattro-Allradantrieb und 7-Gang S tronic oder ohne und mit 6-Gang Schaltgetriebe (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,9/5,7 Liter auf 100 km, 128/150 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A/B). Ab gut 2.000 Touren packen die 150 PS und 340 Nm jedoch kräftig zu und beschleunigen das 1,7 Tonnen schwere SUV auf gut 210 km/h.

Q3: agil, sportlich, komfortabel & mit dem gewissen Etwas

audi-q3-aussen-seiteAuch der stärkere Diesel, der 40TDI quattro mit 190 PS und 400 Nm, hält beim Antreten kurz inne (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,6 Liter auf 100 km, 148 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Bei ihm dauert die Turbo-Pause aber gerade so lange, dass sie die Spannung steigert. Vor den ersten Zweifeln zieht der Selbstzünder so kräftig am Strang, dass der Spaß alle dunklen Wolken verbläst. Anzumerken ist außerdem: Wir jammern hier auf höchstem Niveau – die meisten anderen Kompakt-SUVs würden für die Q3-Motoren nach Le Mans pilgern. Unter diesem Vorbehalt ist auch die leise Kritik am stärksten der drei Benziner zu verstehen, dem 45 TFSI quattro mit 7-Gang S tronic, 230 PS und 350 Nm (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,6 Liter auf 100 km, 173 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Er reißt uns schlicht nicht so von den Sporthockern, wie wir es erwartet hätten. Ob es an der Automatik liegt oder am Gewicht, wir vermochten es nicht endgültige zu eruieren. Die nackten Fahrleistungsdaten sind es mit 6,3 Sekunden und gut 230 km/h Spitze jedenfalls nicht. Apropos Daten. Die Audi-Daten verraten uns, dass alle fünf Motoren bereits die Abgasnorm Euro-6d-temp erfüllen: die Benziner dank Ottopartikelfilter, die Diesel dank SCR-Katalysator.

audi-q3-aussen-vorne-1Wir können uns deshalb ohne Gewissenbisse den Fahrkünsten des Q3 II hingeben – zum Glück, denn davon gibt es zuhauf. Auf der Autobahn zieht das SUV so gelassen seine Linie als wäre er ein Lkw. Abseits der großen Verkehrsströme, auf verschlungenen Nebenstraßen, beeindruckt er hingegen mit seiner präzisen Lenkung und seinem sportlich-agilen Handling; selbst auf losem Untergrund verhält sich der Crossover geschickt. Und wie steht es mit dem Komfort des Familien-Autos? Angesichts der erwähnten Eigenschaften überraschend gut – weniger überraschend besonders gut mit dem optionalen Adaptiv-Dämpfern und dem „Audi drive select“-Fahrdynamikprogramm. Zum Schluss werfen wird noch einen Blick auf die Kommandozentrale, die uns umgibt. Wie zu erwarten erblicken wir ein sauber aufgeräumtes Armaturenbrett mit raffinierten Details – optional etwa feine Einlagen in Alcantara-Stoff – und exklusiven Extras. Die digitalen Kombiinstrumente leuchten dem Lenker ab Werk entgegen, ein Head-up-Display ist aber selbst gegen Aufpreis nicht zu haben. Dafür hat Audi die Bedienung der Klimaanlage wieder in die analoge Welt zurückgeholt – ein Segen, der uns das ein oder andere Hartplastik-Verkleidungsteil in den verborgenen Q3-Winkeln vergessen lässt.

Technische Daten des Audi Q3

PS-Anzahl: min. 150 PS max. 230 PS
kW-Anzahl: min. 110 kW max. 169 kW
Antriebsart: Frontantrieb oder 4×4-Antrieb
Getriebeart: Manuell oder Automatik
Kraftstoffart: Benzin oder Diesel
Verbrauch (kombiniert): min. 4,7 l/100km max 7,4 l/100km
CO2-Emission: min. 123 g/km max. 168 g/km
Effizienzklasse: min. A max. C
Abgasnorm: Euro 6 (grüne Feinstaub-Plakette)
Listenpreis: ab 28.319,33 Euro
Stand der Daten: 03.01.2019

Konkurrenzmodelle

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Fazit zum Audi Q3 Test

MeinAuto.de Redakteur: MeinAuto.de Redaktion |
Fazit: Der neue Audi Q3 hat das Familien-Segment ins Visier genommen. Wie der Test zeigt, bringt das Ingolstädter kompakte SUV nun alles mit, was es für den Erfolg in dieser Sparte braucht. Das Platzangebot ist ebenso gewachsen wie das Stauraumvolumen und die Variabilität. Die Verarbeitung und Ausstattung ist wie gewohnt top und teuer. Allein die Motoren konnten uns nicht restlos überzeugen – auch weil Alternativen vorerst fehlen. Bei MeinAuto.de beglückt das neue Audi-Kompakt-SUV  zu einer Rate ab 179 Euro oder ab 27.210 Euro die Familien, 20,8% oder umgerechnet gut 7.000 Euro günstiger als gelistet.

     
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