▶ Innenraum & Ausstattung
Außen hält sich die ʺRoad Edition" mit Extras vornehm zurück; dort entfalten lediglich einige Interieur-Extras ihre Wirkung. Ein Beispiel sind die elektrisch anklappbaren Außenspiegel; der auf der Beifahrerseite senkt sich zusätzlich ab, um weniger im Weg zu stehen. Ein zweites Beispiel einer Interieur-Zugabe mit Außenwirkung ist das ʺLicht und Sicht"-Paket – und seine automatische ʺComing home"- und ʺLeaving home"-Funktion.
Innen erhöht das Paket mit seinem automatisch abblendenden Innenspiegel den Komfort und die Sicherheit. Die große Stunde des Leon ST Road Edition hat damit innen aber noch nicht geschlagen. Sie kommt mit anderen praktischen Extras. Im Kofferraum zählen dazu die 230-V-Steckdose und das Gepäcktrennnetz. Sie werten den Stauraum praktisch auf – und im Leon ST Plug-in-Hybrid hat er es auch nötig.
Plug-in-Hybrid kostet viel Stauraum, aber keine Freiräume
Die Batterie des PHEVs stutzt den grundsätzlich sehr großzügig bemessenen Stauraum des Leon ST kräftig zusammen: von 620 bis 1.600 auf 470 bis 1.450 Liter. Dieser Verlust ist beträchtlich und größer als z.B. beim Opel Astra Sports Tourer. Er verliert als ʺGSe" rund 80 Liter; sein Stauraum schrumpft von 597 bis 1.634 auf 516 bis 1.553 Liter. Anders gesagt: Der Leon ST verliert als Plug-in-Hybrid seinen Stauraumvorteil.
Der Golf Variant vermeidet dieses Schicksal, weil er erst gar nicht als PHEV antritt. Der Seat Leon stellt sich tapfer diesem Problem und versucht es als ʺRoad Edition" zu kaschieren. Beim Platzangebot kann sich der Seat das sparen. Vorn ist auch mit Plug-in-Hybrid mehr als genug Freiraum zu finden. Es reicht im Cockpit wie im Fond locker für gut 1,90 Meter große Insassen.
Navi und 3-Zonen-Klimaautomatik sind beim Sondermodell fix gesetzt
Bei der Innenausstattung lebt Seat das Konstantin-Wecker-Motto ʺgenug kann nie genügen". Der Leon ST Road Edition beherzigt es, indem er bspw. eine 3-Zonen-Klimaautomatik, vier USB-Steckplätze mit Ladefunktion (2 vorne, 2 hinten); und in der vorderen Mittelkonsole ein Ablagefach mit induktiver Ladefunktion ergänzt. Bei einem elektrischen Antrieb, der extern geladen werden muss, ist ein stets aktuelles Online-Navigationssystem eigentlich auch ein Muss.
Seat sieht das bei der ʺRoad Edition" ebenso und liefert sie mit dem 12,9-Zoll-Navi aus. Das System bindet die Smartphones kabellos ein und wurde zuletzt 2024 von Grund auf überarbeitet. Das Ergebnis? Der Touchscreen reagiert spürbar direkter, das System selbst lädt schneller und bietet eine flachere, übersichtlichere Menüstruktur. Der große Touchscreen hat den Vorteil, dass er Platz für zwei angepinnte digitale Schnellwahlleisten bietet. Das erleichtert die Bedienung – den mittlerweile beleuchteten ʺTouch Slidern" gelingt das bei der Temperaturregelung nach wie vor nicht.