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CarCoach Paulina

Stärken:

  • Beeindruckende Fahrleistungen mit leistungsstarken Motoren und agiler Fahrwerksabstimmung
  • Ausgezeichnete Konnektivität und zahlreiche Fahrassistenten

Schwächen:

  • Begrenzte Passagier- und Laderaumkapazität
  • Hoher Preis
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Porsche Macan im Test

Was kann das Facelift des kleinen Cayenne-Bruders?

22.12.2018 | 2014 kam der Macan als fünfter Spross der Porsche-Modelldynastie auf die Welt. Seitdem hat er die Erwartungen haushoch übertroffen: mit seinem Absatz die des Erbauers und mit seinen Qualitäten die der Kundschaft. Auch die Konkurrenz – vom Range Rover Velar über den BMW X3 bis zum Mercedes GLC – staunt. Jetzt haben die Zuffenhausener das edle Mittelklasse-SUV aufgefrischt. Vom Ergebnis der Frischzellenkur berichtet unser Test.

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© Porsche

Porsche stockt die Serienausstattung kräftig auf

Eine Modellpflege kann vieles bedeuten. In der Regel heißt es aber, dass die technische Basis unverändert bleibt. So ist es auch beim Porsche Macan. Er steht in den nächsten Jahren weiter auf dem modularen Längsbaukasten von VW, konkret baut er auf dem Audi Q5 auf. Die Vorlage ist allerdings nicht die jeweils aktuelle Generation – eine Tatsache, die uns später noch einholen wird. Der Fortbestand des Grundgerüstes bedeutet, dass sich bei den Grundmaßen nichts Wesentliches getan hat. Der 2019er-Macan misst 4,7 Meter in der Länge, 3,992 in der Breite und 1,62 in der Höhe; der Radstand beträgt 2,81 Meter: Kurzum: Wir haben es mit einem SUV im Grenzgebiet von Kompakt- zur Mittelklasse zu tun. Gleich bleibt auch der Fabrikationsstandort. Der kleine Bruder des Cayenne wird im Werk in Leipzig montiert. Das Oberklasse-Sport-SUV ist für den kleinen unverändert Vorbild und wichtiger Gradmesser. Es ist gut 20 Zentimeter länger und 20.000 Euro teurer. Aber: Der Macan verkauft sich in Deutschland längst besser, mit rund 9.000 Stück pro Jahr doppelt so häufig – und das, obwohl er mit einem Listenpreis nahe der 60.000 Euro auch kein Schnäppchen ist. Fürs gute Geld hat der Macan jedoch einiges zu bieten: nach der jüngsten Modellpflege mehr als zuvor.

Porsche hat die Grundausstattung aufgewertet. Das erste Glanzlicht setzen die Voll-LED-Scheinwerfer, die ab Werk die Straße taghell erleuchten. Bei dem Basispreis sollte das natürlich das Mindeste sein – aber gut, jetzt ist es das auch; die dynamischen LED-Hauptscheinwerfer sind übrigens weiter extra zu berappen. Der zweite Neuzugang im Standard-Macan-Repertoire ist die Navi-Infotainment-Kombination mit dem „Porsche Communcation Manager“ samt Sprachbedienung und einem 11 statt 8 Zoll großen Touchscreen. Ebenfalls Teil des Systems ist die intuitive und individuell programmierbare Bedienung sowie das „Connect Plus“-Paket. Das heißt unter anderem: Der Macan verfügt über ein LTE-Modul, einen WLAN-Hotspot, einen SIM-Kartenleser – und das Gros der Porsche Online-Dienste, die viele Echtzeit-Infos und eine flotte Routenplanung bieten. Als dritte Basisdraufgabe wird in Leipzig ab sofort die Diebstahlwarnanlage verbaut, die auch gleich den Innenraum per Ultraschall überwacht. Beides nützliche Extras, damit a) das teure Auto bei seinem Besitzer bleibt und b) Insassen nicht ungewollt im Innenraum zurückbleiben.

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© Porsche

Die Neuerungen beim Design hat Porsche im Vergleich mit der Aufstockung der Serienausstattung eher homöopathisch dosiert. Ein Beispiel: das dezent verbreiterte Heck. Das neue, dreidimensionale Band der Heckleuchten gibt sich ebenfalls nur sporadisch zu erkennen; das aber liegt in seine Natur. Und die frischen Farben? Die fallen nur jenen auf, die alle alten gekannt haben. Die Änderungen im Motorensortiment indessen, sie sind sofort zu erkennen. Die auffälligste ist, dass von den Dieselmotoren jede Spur fehlt. Gänzlich unerwartet kommt das nicht, nachdem Porsche die Produktion aller Selbstzünder im Februar 2018 eingestellt hatte. Damals hieß es noch „bis auf Weiteres“ – mittlerweile deutet alles darauf hin, dass es ein Ende ohne Wiederkehr war. Der Diesel wird in Zuffenhausen keine Rolle mehr spielen. Mittelfristig trifft dieses Schicksal leider auch die alternativen Antriebe des Macan, z.B. einen Plug-in-Hybrid-Antrieb á la Cayenne. Der Grund ist banal. Der Einbau der Verbrenner-Elektromotor-Einheit ist in der bestehenden Plattform technisch nicht umsetzbar.

So stand auf der Aufgaben-Liste der Motorenabteilung nur die Verbesserung der Benziner – bei der Qualität der Vorgänger kein leichtes Unterfangen. Am besten ist es da, klein anzufangen; und sich allmählich nach oben zu arbeiten. Die Ingenieure von Porsche hielten es so und nahmen sich als ersten den Vierzylinder-Benziner – schlicht Macan genannt – zur Brust (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,1 Liter auf 100 km, 185 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Um den zwei Liter großen Turbomotor mehr Effizienz beizubringen, wurden die vier Brennkammern überarbeitet; um ihn für die aktuelle und die nächste Abgasnorm (Euro 6c und Euro 6d-temp) fit zu bekommen, haben ihm die Motorenbauer einen Ottopartikelfilter spendiert. An der Leistung wurde nicht gedreht, es bleibt bei 245 PS und 370 Nm Spitzendrehmoment, die zwischen 1.600 und 4,500 Touren die Kurbel verdrehen. Mit diesem Schmalz beschleunigt der R4-Ottomotor die 1,8 Tonnen in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h; den Kampf gegen den Luftwiderstand und die große Stirnfläche – 0,35 bzw. 2,62 m² – verliert er bei 225 km/h. Für uns als SUV-Fahrer aus der Kategorie „Otto-Normalverbraucher“ fühlt sich der Macan mit diesem Motor höchst beeindruckend an.

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© Porsche

Macan S als fröhliches Weihnachtsgeschenk

Für einen Porsche-Piloten sind diese Werte jedoch mager. Er wird froh sein, dass Porsche kurz vor Weihnachten ein prächtiges Geschenk ins Regal gelegt hat: den Macan S (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,9 Liter auf 100 km, 204 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse D). Der überarbeitete V6-Turbomotor heizt aktuell dem Panamera und dem Cayenne ein – ein umso leichteres Spiel hat er mit den 1,87 Tonnen des Macan. Porsches Motorenbaukünstler entlocken den drei Litern Hubraum 10 kW und 20 Nm mehr: damit wuchten diese 354 PS und 480 Nm auf die Welle. Übertragen wird die Kraft von einem 7-Gang-DSG und vom aktiven Allradantrieb, der dank einer selektiven Momentverteilung die Kraft variabel auf die Achsen verteilt. Das Resultat: Von 0 auf 100 stürmen wir in fünf Sekunden. Dafür haben wir das im Testmodell verbaute, gut 1.100 Euro teure „Sport Chrono“-Paket und dessen „Sport Plus“-Modus aktiviert; 160 km/h erreichen wir mit ihm in weniger als 13 Sekunden. Für die, die es noch sportlicher lieben, heißt es warten: bis der Biturbo mit 450 Pferdestärken anrückt.

Der neue Porsche Macan bewegt sich jedoch nicht nur supersportlich vorwärts, sondern wahlweise auch luftig komfortabel. Das Fahrwerk wurde im Zuge der Modellpflege so überarbeitet, dass es in beiden Disziplinen überzeugt. Im Macan S hat Porsche die vorderen Stahlfedergabeln durch leichtere Alu-Exemplare ersetzt; und die Stabilisatoren neutraler abgestimmt. In beiden Macan-Varianten kann das Fahrverhalten mit Hilfe einer aktiven Aufhängung und einer Luftfederung verfeinert werden. Der Feinkostpreis ist mit fast 3.000 Euro allerdings deftig. Gesondert bezahlt werden muss zu guter Letzt auch der prominenteste Debütant im Assistenzsystem-Arsenal: der Stauassistent. Er regelt bis Tempo 60 den Abstand teilautonom und achtet darauf, dass das SUV in der Spur bleibt. Was die praktischen Qualitäten betriff, hält sich der Macan gleichfalls in der Mitte. Mit 500 bis 1.500 Litern ist der Stauraum größer als der des Volvo V60, aber kleiner als der des BMW X3 (500 bis 1.432 bzw. 550 bis 1.600 Liter). Das Übergepäck hat im Anhänger Platz, der 2 bzw. beim Macan S auch 2,4 Tonnen schwer sein darf.

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© Porsche
CarCoach-Fazit - Auf den Punkt gebracht - White Text - Paulina

Meine Meinung zu diesem Modell:

Der geliftete Porsche Macan zeigt im Test weniger durch seine Exterieur-Details auf; sondern durch seine inneren Werte. Die aufgebesserte Serienausstattung hebt den Porsche in den Kreis der Connectivity-Meister; der neue Stauassistent und die verbesserten Bremsen steigern Sicherheit und Komfort. Unter der Haube fehlt es weder an Kraft noch am Vergnügen, lediglich an einer Alternative.

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