▶ Innenraum & Ausstattung
Trotz deutlich kleinerer Stirnfläche misst der Laderaum 10,8 oder 13 m³
Auf das Fassungsvermögen und die praktischen Qualitäten hat das “Aerovan”-Design keinen negativen Einfluss: im Gegenteil. Seine Hauptmerkmale sind: eine kürzere, höhere, aber schmalere Nase, eine flacher angestellte Frontscheibe – und ein aerodynamisch geformtes Dach. Das Ergebnis sind ein cw-Wert bzw. eine Stirnfläche, die rund 20 % geringer sind als beim Vorgänger. Der geringere Luftwiderstand erzeugt in der Fahrerkabine weniger Geräusche; und erweitert außerdem den elektrischen Wirkungskreis erheblich.
Ungeachtet dessen könne sich auch die Eigenschaften als Transporter sehen lassen. Besser noch: mit ihnen kann man im Geschäftsalltag arbeiten. Der Interstar EV L2H2 hat einen Radstand von 3,59 Metern – und verstaut in seinem Laderaum bis zu 10,8 m³ Ladegut. Bei der Langversion “L3” wächst der Radstand zum einen auf 4,22 Meter; und zum anderen das Ladevolumen auf 13 m³.
Zieht bis zu 2 Tonnen und transportiert maximal 1,6 Tonnen Nutzlast
Damit kann der Nissan Interstar-e gleich viel Ladung transportieren wie die Varianten mit Dieselantrieb. Nur die L3H3-Spielart bringt mit 14,8 m³ noch mehr Waren unter. Und die Konkurrenz? Der Mercedes e-Sprinter nimmt maximal 14 m³ mit. Noch mehr Transportgut passt in die Laderäume des Ford e-Transit und den Fiat e-Ducato, namentlich 15,3 bzw. 17 m³. Und wie steht es um die möglichen Nutzlasten?
Wie viel Nutzlast der Interstar EV transportieren darf, hängt von der Version und dem verbauten Akku ab. Mit der kleineren Batterie sind 1.220 oder 1.313 Kilo erlaubt, mit der größeren 965 oder 1.045. Gegen Aufpreis liefert Nissan die Möglichkeit, den Kastenwagen aufzulasten – indem die Gesamtlast von 3,5 auf 3,8 oder 4 Tonnen erhöht wird. Als maximale Nutzlast gibt Nissan 1.625 Kilo an; das sind 300 Kilo weniger als beim Diesel.
Hinzu kommen bei Interstar-e bis zu 1,5 bzw. 2,0 Tonnen Anhängelast; sowie 100 Kilo Stütz- und 200 Kilo Dachlast. Von der Anhängerkupplung kehren wir in den Laderaum zurück. Wir nehmen die 1,53 Meter breite und 1,76 Meter hohe Heckflügeltür. Die Ladekante ist mit 58 Zentimetern kein Hindernis. Auch der Laderaum behindert uns beim Beladen in keinster Weise. Selbst zwischen den Radkästen ist er 1,38 Meter breit: damit haben Euro-Paletten in allen Varianten und Ausrichtungen problemlos Platz.
Ab Werk mit Klimaautomatik, mobilem Büro und bequemen Sitzen – ein Navi gibt es nur übers gekoppelte Smartphone
Die Paletten können wir beim Nissan Interstar EV auch über die seitliche Schiebetür bzw. Schiebetüren laden. Serie ist die auf der Beifahrerseite: mit 1,31 Metern Breite und 1,75 Metern Höhe. Mit sperrigen Gütern hat der elektrische Kastenwagen ebenfalls keine Probleme. Der Laderaum ist 3,2 oder beim “L3” sogar 3,86 Meter lang. Die Fahrerkabine und den Laderaum separiert eine geschlossene Trennwand.
Um zu sehen, was der Interstar EV in erster zu bieten hat, müssen wir also aus- und wieder einsteigen. Die Einstiegsversion namens “Acenta” wird beim elektrischen Kastenwagen immer von der höherwertigen “N-Connecta”-Linie abgelöst. In der “EV”-Variante hat sie außerdem einige zusätzliche Extras an Bord: konkret ein geschlossenes Dashboard, eine LED-Beleuchtung – sowie eine induktive Ladeschale und eine Klimaautomatik. Der Interstar-e ist serienmäßig ferner mit einem 7-Zoll-Farbdisplay bestückt – in den Varianten mit Diesel-Antrieb fehlt es.
Was Nissans größtem Kastenwagen derzeit generell fehlt, ist ein Online-Navi. Der Interstar EV bietet ab Werk ein Infotainment-System mit einem 10-Zoll-Touchscreen. Es bindet die Smartphones kabellos ein: so kann man sich das Navi übers Smartphone in die Kabine holen. Sie, die Kabine, ist als mobiles Büro konzipiert: dank der Beifahrer-Doppelsitzbank, die einen schwenkbaren Arbeitsfläche umfasst. Der Arbeitsplatz des Fahrers ist als Komfortsitz mit bequemen Armlehnen und einer Lendenwirbelstütze ausgeführt.