▶ Innenraum & Ausstattung
Längenzuwachs und längerer Radstand erweitern innen die Spielräume beträchtlich
Innen erwarten wir uns vom Jeep Compass e-Hybrid einen ebenso großen Auftritt. Weshalb? Weil Jeep das steile Heck mit einer besonders flachen Dachlinie kombiniert; und dem Compass Nr. 3 einen langen Radstand spendiert. Mit 2,80 Metern ist er gleichlang wie der Achsabstand des größeren Grandland, sechs Zentimeter länger als der des 3008 – und 16 Zentimeter weiter als der des Compass Nr. 2.
Um unsere Erwartung einem Realitäts-Check zu unterziehen, pflanzen wir uns direkt auf die Rücksitze. Von ihnen gibt es drei: nicht mehr und nicht weniger. Verschieben können wir die Fondbank ebenso wenig, aber die ab Werk dreiteilige Lehne einzeln umklappen. Besonders variabel ist der Compass III in Reihe zwei demnach nicht. Darauf kann der Jeep aber getrost verzichten: weil er hinten auch so sehr viel Bewegungsspielraum offeriert.
Hohe Ladekante, eingeschränkt variabel, – doch viel praktischer Stauraum
Die Beinfreiheit im Fond ist im Vergleich mit dem Vorgänger um beinahe sechs Zentimeter gewachsen: ein Klassenunterschied. Bei der Kopffreiheit ist die Differenz ähnlich eklatant. Mit einer Größe von 1,90 Metern hat man hinten keine Probleme, bequem zu sitzen. Damit offeriert der Jeep bspw. spürbar mehr Kopf- und Beinfreiheit als der Peugeot 3008. Im Vergleich mit dem Compass Nr. 2 hat auch die seitliche Bewegungsfreiheit zulegt.
Jeep hat jedoch nicht den gesamten Größenvorteil im Fond verprasst. Ein guter Teil kommt dem Kofferraumvolumen zugute. Es wächst von 505 auf 550 Liter. Der Opel Grandland gleich offeriert ebenso viel Stauraum, der VW Tiguan allerdings noch einmal rund 50 Liter mehr. Was uns beim Kofferraum stört, ist die über 75 Zentimeter hohe Ladekante. Man muss beim Beladen zwar keine Kletterpartie absolvieren – aber sich mehr Anstrengen als nötig.
Dominate Digitalisierung ab Werk mit Köpfchen benutzerfreundlich gestaltet
Beim Bedienen des Compass e-Hybrid ist hingegen weder besondere Anstrengung erforderlich, noch großes Rätselraten. Jeep stattet die dritte Generation ebenso durchdacht wie umfangreich aus. Im Zentrum, über der Mittelkonsole, prangt ein riesiger, 16 Zoll großer Touchscreen im Breitformat. Seine Auflösung und sein Menüaufbau fördern eine flüssige Bedienung. Die wichtigsten Funktionen lassen sich zudem über eine eigene Direktwahl-Tastenreihe unterhalb des Displays ansprechen.
In ihrem Zentrum platziert Jeep noch einen großen, gut greifbaren Drehregler; eine Sprachbedienung ist auch an Bord. Kurzum, man hat bei der Bedienung die freie, feine Auswahl. Die von Jeep getroffene Auswahl der Extras in der “First Edition“ ist ebenso gelungen. Der Touchscreen ist Teil des Online-Navigationssystems. Auf der Mittelkonsole wartet ein induktives Ladefach auf Smartphones; hinter dem Lenkrad streckt sich ein 10 Zoll großes Digitalinstrument. Eine 2-Zonen-Klimaautomatik ist gleichfalls Serie.