▶ Innenraum & Ausstattung
Große, praktische Pritsche mit hoher Bordwand, hoher Ladekante & 1t Nutzlast
Doch ist dem Anschein zu trauen? Ist der Ford Ranger auch als Plug-in-Hybrid ein Nutzfahrzeug, das die Bezeichnung verdient? Für uns besteht daran nach dem Test kein Zweifel. Die Pritsche ist 1,56 Meter lang, insgesamt 1,58 Meter und zwischen den Radkästen 1,22 Meter breit. Wie alle anderen Doppelkabinen-Spielarten kann das PHEV rund eine Tonne Nutzlast transportieren.
Die 52 Zentimeter hohe Bordwand hält das Ladegut in Schach; gleich wie diverse andere Ladungssicherungsmöglichkeiten. Die Ladekante liegt mit 82 Zentimetern jedoch recht hoch – das ist der großen Bodenfreiheit geschuldet. Im Topmodell Ford Ranger Plug-in-Hybrid Stormtrak erleichtert eine integrierte Trittstufe den Zugang zur Pritsche. Außerdem ist der Laderaum mit einer Schutzwanne ausgekleidet; und mit einem variablen Dachträger- bzw. Sportbügelsystem versehen.
Geräumige Doppelkabine in drei Ausstattungsvarianten
Beim Ziehen eines Anhängers ist der Ranger Plug-in-Hybrid als ebenso stark wie die Diesel und Benziner. Er kann die maximale Anhängelast von 3,5 Tonnen an den Haken nehmen. Nach der Schufterei ist es Zeit, sich gemütlich hinzusetzen. Ist die Doppelkabine dafür der geeignete, passende Ort? Geht es nach dem gebotenen Platz, dann auf jeden Fall. Auf keinem der fünf Sitzplätze mangelt es an Bewegungsspielraum.
Hinsichtlich des Komforts hängt es von der gewählten Ausstattung ab. Als PHEV bietet Ford den Ranger in drei der acht Ausstattungslinien an. Los geht es mit der “XLT”-Linie, die ein Niveau über der gewöhnlichen Serienausstattung “XL” rangiert. Drei bzw. vier Stufen darüber stehen die “Wildtrak”- und “Stormtrak”-Ausstattungen. In ersterer wird der manuell 6-fach von einem 10-fach elektrisch verstellbaren Fahrersitz abgelöst; der Beifahrersitz erhält vier Einstelloptionen.
Ab Werk mit 10-Zoll-Infotainment, ab “Wildtrak” mit Navi, ab “Stormtrak” mit 2-Zonen-Klimaautomatik und Leder
Im Ranger Stormtrak ersetzt Ford die robusten Stoffbezüge durch eine Kombination aus geprägtem Leder und feinem Stoff. Der Innenraum wird außerdem mit Ebenholz-Einlagen veredelt. Weitere “Stormtrak”-Zugaben sind: die 2-Zonen-Klimaautomatik, ein “B&Q” Sound-System – und Fords “Pro Power Onboard”-Energieversorgung mit einem 2,3 kW starken Leistungswandler. Mit ihm kann man innen wie außen die Energie der Batterie zum Arbeiten oder fürs Freizeitvergnügen nutzen.
In der Doppelkabine ist auch für Unterhaltung gesorgt. Im Ranger XLT übernimmt diese Aufgabe das “Ford Sync 4”-Infotainment: mit einem 10-Zoll-Touchscreen und einer kabellosen Smartphone-Integration. Ab der “Wildtrak”-Ausstattung setzt Ford auf die Navigations-Variante des Systems. Der 12-Zoll-Touchscreen steht hier aufrecht und ist übersichtlicher. Außerdem erleichtert das Navi die Routenplanung, Ladestopps inbegriffen.
Das darunter positionierte Klima-Bedienelement erleichtert mit seinen Drehreglern nicht nur die Bedienung der manuellen Klimaanlage. Unter ihr siedelt Ford schließlich die induktive Ladebox an; sie kostet im Ranger Plug-in-Hybrid in jedem Fall extra. Das 8 Zoll große Digitalinstrument ist immer Serie; wäre es zwei, drei Zoll größer, wäre es perfekt.