▶ Innenraum & Ausstattung
Selbstbewusster Startpreis - äußerst umfangreiche Serien-Ausstattung
In der Höhe zwackt Cupra beim Leon zwei Zentimeter ab: mit 1,44 Metern bietet er dem Wind so weniger Angriffsfläche. Bei den Felgen ist mehr Fläche aerodynamisch wie optisch willkommen. Sie erlaubt es den Designer, stärker ins Erscheinungsbild und den Luftstrom einzugreifen. Die ab Werk montierten 18-Zöller sind auch keinesfalls zu übersehen; der Seat Leon trägt serienmäßig 16-Zöller. Das Muster, dass der Cupra besser, hochwertiger ausgestattet ist als der Seat, wird sich weiter durch den Test ziehen.
Das ist allerdings auch geboten. Cupra setzt den Startpreis für seinen Leon um einiges höher an: auf dem Preisniveau eines 1er BMWs. Das Niveau der Grundausstattung ist dem Preis jedoch ebenfalls angemessen – sie kommt einer Vollausstattung nahe. Zu ihr fehlt uns nur eines, ein Navigationssystem. Das rücken die Spanier erst mit den exklusiven Fahrhelfern des “Intelligent Drive”-Pakets heraus: aber zu einem relativ günstigen Preis.
Schlüssigeres Bedienkonzept, größere Screens & kabellose Konnektivität ab Werk
Installiert ist im Leon-Basismodell das größere der beiden neuen Infotainment-Systeme. Es heißt “Media System Plus” und wird hauptsächlich über einen 13 Zoll großen, ergonomisch günstig positionierten Touchscreen bedient. Eine digitale Leiste unten und oben erleichtert seit der Modellpflege den Schnellzugriff auf zentrale Funktionen: ein erheblicher Fortschritt im Vergleich mit dem bisherigen Bedienkonzept. Mit der schmalen, übersensiblen Touchleiste unter dem Touchscreen können wir uns weniger gut anfreunden.
Ein simpler Drehregler ist zur Einstellung der Lautstärke und Temperatur ergonomisch nach wie vor besser: in Bezug auf den Bedienkomfort und die Sicherheit. Der Cupra offeriert aber zwei taugliche Alternativ-Bedienrouten: die Funktionstasten am fein zu greifenden Sportlenkrad; oder die Kommunikation mittels Sprachbefehlen. Letzteres funktioniert – nach einem bannbrechenden “hola, hola” – mittlerweile weitgehend ohne grobe Missverständnis. Die Kommunikation des Smartphones mit dem Infotainment gelingt im Cupra Leon ebenso klag-, weil kabellos.
Geräumig innen wie im Kofferraum - zudem mit außergewöhnlich Sitzkomfort dank Sport-Schalensitzen ab Werk
Klag- wie kabellos gelingt im Cupra Leon zumal das Laden externer Geräte – sofern diese den “IQ”-Standard erfüllen. Die vier USB-C-Steckplätze mit Ladefunktion sind dennoch praktisch. Praktisch präsentiert sich auch der Rest des Innen- und der Kofferraum. Cupra lässt es weder an Ablagen, noch an Platz sowie Stauraum mangeln. Auf der Rückbank sitzen selbst Insassen mit mehr als 1,90 Meter problemlos – zu zweit wohlgemerkt. Zu dritt ist es wie bei jedem Kompakten hinten ungemütlich eng.
Vorne ist das Platzangebot indes noch großzügiger – und der Sitzkomfort noch höher; er ist den serienmäßigen Sport-Schalensitzen zu verdanken. Bis dato wurde die gute Atmosphäre und Stimmung im Cupra Leon allerdings von den teils recht einfachen Materialien gedämpft: das ist in dieser Preisklasse ein klarer Fauxpas. Den bessern die Spanier mit der Modellpflege aus.